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Portrait - Michael Greis (GER)

Biathlon2b Redaktion am 05.09.2007 - 12:56 Uhr
Geburtstag: 18.08.1976
Wohnort: Nesselwang
Heimatverein: SK Nesselwang
Beruf: Sportsoldat (Oberfeldwebel)
Größe/Gewicht: 176 cm/72 kg
Kaderstatus/Lehrgangsgruppe: A/1a
Hobbys: Skitouren, Golf
Spitzname: Michi
Biathlon seit: 1989
Homepage: www.michael-greis.de

Blick ins Familienalbum
Seine Freundin Katja, die Michi bereits aus Kindertagen kennt, ist ebenfalls begeisterte Skifahrerin und Tourengeherin. "Außerdem schlägt sie mich im Tennis." Schwester Isabella ist ein Jahr älter und war früher selbst Biathletin. Michis Vater Josef hat in Nesselwang ein Bestattungs-Unternehmen.

Karriere
Seine Biathlonkarriere begann Michi als Quereinsteiger. Bis zu seinem elften Lebensjahr fuhr er Alpin-Rennen. Erst dann wechselte er zum Langlauf und begann ein Jahr später in seinem Heimatort Nesselwang mit dem Biathlonsport. Der Allgäuer im DSV-Team trainiert seit zehn Jahren bei Fritz Fischer am Stützpunkt in Ruhpolding. Seinem Heimatverein, dem SK Nesselwang, ist er aber bis heute treu geblieben. Mit seinem Dreifach-Triumph von Turin avancierte Michi Greis zum erfolgreichsten deutschen Wintersportler bei Olympischen Spielen.

Saison 2006/2007
Sein gestecktes Ziel, im Gesamtweltcup einen Platz unter den ersten Dreien zu belegen, erreichte Michael souverän. Mit den großen Stars Ole Einar Bjørndalen und Raphaël Poirée lieferte er sich oft spannende Kämpfe auf der Strecke und sicherte sich am Ende der saison den Gesamtweltcup. Elfmal stand der Nesselwanger bis Ende des Winters auf dem Podium und feierte zwei Weltcupsiege, darunter den WM-Titel im Massenstart. Von den Weltmeisterschaften kehrte er mit Gold, Silber und Bronze heim.

Vier Siege in wechselhafter Saison
Michi erlebte eine recht wechselhafte Saison 2007/2008, vor Weihnachten lief vor allem im Schießen nicht allzuviel zusammen. In der Weihnachtspause fand der Nesselwanger schließlich den Grund für seine Schießprobleme und sprach nach zwei Top10-Plätzen in Oberhof bereits von einem Aufwärtstrend. Diesen bestätigte er eindrucksvoll nur eine Woche später, als er in Ruhpolding und anschließend in Antholz insgesamt drei Siege in Folge verbuchte. Seinen vierten Saisonsieg fuhr er schließlich im fernen Korea ein. Beim Großereignis des Winters setzte ihn jedoch zunächst eine Erkältung außer Gefecht, so dass er zu Gunsten von Michael Rösch auf einen Start in Sprint/Verfolgung verzichtete. Wenige Tage später kehrte er in die Mannschaft zurück und gewann Gold mit der Mixed-Staffel, kurz darauf auch noch Bronze mit den Herren. Er beendete den Winter als Gesamtweltcup-Vierter.

Erste Einsätze
1989 Chiemgau-Meisterschaften
Erste WC-Platzierung
2001 Salt Lake City 66. Einzel
Erste WC-TopTen-Platzierung
2001 Salt Lake City 6. Sprint, 6. Verfolgung
Erstes WC-Podium
2002 Ruhpolding 2. Sprint
Erster WC-Sieg
2005 Turin 1. Einzel

Erfolge
Weltcup:
- 9 Siege (incl. WM und OS)
- 1. Platz Gesamtweltcup 2006/2007
Weltmeisterschaften:
- Gold im Massenstart 2007
- Gold mit der Staffel 2004
- Gold mit der Mixed-Staffel 2008
- Silber im Einzel 2005 und 2007
- Bronze mit der Staffel 2007 und 2008
- Bronze mit der Mixed-Staffel 2005
Olympische Spiele:
- Gold im Einzel, im Massenstart und mit der Staffel 2006
Europameisterschaften:
- Vize-Europameister in der Verfolgung 2001
- zweimaliger Staffel-Europameister 1999 und 2001
Deutsche Meisterschaften:
- 8x Deutscher Meister
- 4x Vizemeister
- 3x Platz 3

(Stand: 25. März 2008)

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