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Portrait - Albina Akhatova (RUS)

Nadine Gärtner am 12.09.2007 - 14:14 Uhr
Geburtstag: 13.11.1976
Geburtsort: Vologda Oblast/RUS
Wohnort: Tjumen/RUS
Beruf: Manager in Volkswirtschaft
Familie: unverheiratet, Sohn Leonid (*2006)
Größe/Gewicht: 160cm, Gewicht 55km
Sprachen: Russisch
Hobbys: Tennis, Fischen, Alpinski
Biathlon seit: 1993
Homepage: www.akhatova.ru

Karriere
Albina kam durch ihren Vater, einem Alpin-Trainer, schon in frühester Kindheit mit dem Sport in Berührung und bekam früh ihre ersten Ski. Als Achtjährige bestritt sie ihre ersten Skirennen. Mit dem Biathlon begann sie zwar erst relativ spät im Alter von 15 Jahren, doch ihre hohe Begabung für diesen Sport wurde schnell offensichtlich. 1993 nahm sie an der ersten Austragung des Olympischen Festivals der Europäischen Jugend (EYOF) im Langlauf und Biathlon teil und erreichte die Plätze 8 und 11. Ihren ersten Weltcupeinsatz bekam Albina Anfang 1996, nur ein Jahr später bei ihren nächsten Einsätzen lief sie erstmals in die Top10. Ihre beiden bis heute einzigen Siege errang die Russin in der Saison 2002/2003, wo nach einem Weltcupsieg in Antholz einige Wochen später Weltmeisterin im Massenstart von Khanty-Mansiysk wurde. Zudem gewann sie insgesamt vier olympische Medaillen und stand siebenmal bei Weltmeisterschaften auf dem Podest.

Positive Dopingprobe 2003
Großes Aufsehen erregte im Jahre 2003 die positive Dopingprobe der Sportlerin. Nach dem Staffelbewerb bei ihrer Heim-WM in Khanty-Mansiysk, wo die Mannschaft Gold gewann, wurde Akhatova positiv auf das Stimulanzmittel Nikethamid getestet. Der Fall sorgte für große Diskussionen, letztlich blieb die Russin ohne Sperre. Sie erlitt nach der Staffel einen schweren Kreislaufkollaps und musste ärztlich behandelt werden. Laut Niederschrift im Protokoll der Dopingkontrolle wurde ihr nach Beendigung ihres Laufes noch vor der Dopingkontrolle durch die Mannschaftsärztin das Medikament Cordiamini gespritzt, das die verbotene Substanz beinhaltet. Tags darauf ging sie im Massenstartrennen wieder an den Start und gewann Gold.

Saison 2006/2007 - das Babyjahr
Nach dem Saisonende 2006 läutete Albina eine Pause in ihrer aktiven Laufbahn ein und bekam Nachwuchs. Ihr Sohn, dem sie den Namen Leonid gab, kam an Heiligabend in Moskau zur Welt. Wenige Monate nach der Geburt begann sie wieder mit dem Training und wird ab Saisonbeginn wieder im Weltcup in Erscheinung treten.

Starkes Comeback mit WM-Medaillen
Nach mehreren krankheitsbedingten Rückschlägen feierte Akhatova in Ruhpolding ihr Comeback und lieferte in Ruhpolding und Antholz vor allem durchwachsene Laufleistungen ab, so dass sie nicht unter die besten 20 kam. Das änderte sich pünktlich zu den Weltmeisterschaften, wo sie mit Silber und Bronze in Sprint und Verfolgung richtig auftrumpfen konnte. Diese Form hielt sie auch bei den folgenden Rennen, bis sie die Saison mit Muskelbeschwerden vier Wettkämpfe vor Schluss vorzeitig beenden musste.

Erste Einsätze
1993 EYOF Aostatal Langlauf und Biathlon
Erste Weltcupplatzierung
1996 Antholz 56. Sprint
Erste WC-Top-10-Platzierung
1997 Östersund 6 Sprint
Erstes WC-Podium
1998 Osrblie 2. Einzel
Erster WC-Sieg
2003 Antholz 1. Massenstart

Erfolge
Weltcup:
- 2 Siege (incl. WM)
- 18 weitere Podestplätze
- 2. Platz Gesamtweltcup 2002/2003
Weltmeisterschaften:
- Gold im Massenstart 2003
- Gold mit der Staffel 2000 und 2003
- Silber im Sprint 2008
- Silber mit der Staffel 2004
- Silber mit der Staffel 1999 und 2004
- Bronze in der Verfolgung 2008
- Bronze im Einzel 1999
Olympische Spiele:
- Gold mit der Staffel 2006
- Silber mit der Staffel 1998
- Bronze in Einzel und Verfolgung 2006
- Bronze mit der Staffel 2002


(Stand: 25. März 2008)

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