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Portrait - Marie Laure Brunet (FRA)

Nadine Gärtner am 02.04.2008 - 11:04 Uhr
Geburtstdatum: 20. November 1988
Geburtsort: Lannemezan/FRA
Wohnort: Villard-de-Lans/FRA
Verein: US Autrans
Beruf: Studentin
Größe: 166cm
Gewicht: 52kg
Sprachen: Französisch, Englisch, Spanisch
Hobbies: Bergsport
Biathlon seit: 2003

Seit Salt Lake City im Biathlon-Fieber
Die Biathlon-Laufbahn der Marie Laure Brunet begann mit den Olympischen Winterspielen im Jahre 2002, die sie als Zuschauerin vor dem Fernsehgerät verfolgte. "Ich saß zu Hause vor dem Fernseher und guckte mir die Bilder der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City an. Dabei faszinierten mich Biathlon und speziell Raphaël Poirée so sehr, dass ich den Wunsch verspürte, auch einmal diesen Sport auszuüben", erklärte Marie Laure ihre Beweggründe, mit dem Biathlon zu beginnen. Doch in ihrer Heimat Luchon an den Füßen der Pyrenäen war dieser Wunsch wenig erfolgversprechend, so dass die zurückhaltende Französin schon im Alter von 14 Jahren ihre Heimat verließ. Sie zog nach Villard-de-Lans in den französischen Alpen, um dort bessere Trainingsmöglichkeiten für ihren Sport vorzufinden. Nach Luchon kehrt sie heute nur noch alle vier Monate zurück.

Internationales Debüt 2004
Marie Laure besuchte in Villard-de-Lans die Schule und trainierte außerdem eifrig dafür, sich in ihrem Sport zu verbessern. Schon 2004 wurde sie erstmals Französische Meisterin in der Jugend und im Winter 2004/2005 bekam sie auch ihre ersten Einsätze im Junioren-Europacup. Stark verbessert stieg sie schließlich in die EC-Saison 06/07 ein und setzte sich fortan unter den besten zehn Juniorinnen fest. Ihre ersten internationalen Erfolge feierte sie 2007 bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Martell, wo sie noch in der Jugend antrat und mehrere Medaillen mit zu Hause nahm. Nach einer Bronzemedaille im Einzel und einem nach einem elften Rang etwas enttäuschenden Sprint gab die ruhige Französin im Verfolger richtig Gas. Mit nur zwei Fehlern und auch dank ihrer Laufstärke zog sie an allen Konkurrentinnen vorbei und sicherte sich ihr erstes Gold. Ein weiteres goldenes Edelmetall sollte wenige Tage später mit der Staffel folgen, wo sie mit ihren Kolleginnen Laure Bosc und Marine Bolliet mit zwei Minuten Vorsprung souverän gewann. Auch nach den Junioren-Weltmeisterschaften mischte Marie Laure im Junioren-Europacup um die Podestplätze mit und feierte zwei Siege.

Durchbruch in die Weltspitze
Zum Einlaufen in die Saison 07/08 wurde Marie Laure Brunet zum Auftakt zum ersten Europacup des Winters in Geilo geschickt, jedoch mit weniger Erfolg als im Vorjahr. Nur eine Woche später feierte sie in Kontiolahti ihr Weltcupdebüt - ohne zu ahnen, dass ihr schon bald der große Durchbruch in die Weltspitze würde gelingen können. Schon bei ihren ersten Weltcup-Starts lieferte sie beachtliche Resultate ab und lief mehrmals in die Weltcup-Punkte. Nach mehreren Staffeleinsätzen, bei denen sich mit ihrer Mannschaft auch einmal auf dem Podest landete. Nach dem Ruhpoldinger Weltcup blieb die 19-Jährige auch zu den Junioren-Weltmeisterschaften dort vor Ort und platzierte sich in allen vier Rennen unter den besten Vier. Silber gewann sie im Einzelwettkampf und mit ihren Staffelkolleginnen Anaïs Bescond und Marine Dusser, in der Verfolgung reichte es für Bronze nach einem vierten Rang im Sprint. Damit nicht genug - denn auch die "großen" Weltmeisterschaften in Östersund standen kurz bevor. "Vielleicht darf ich dort ein oder zwei Rennen laufen", erzählte die sympatische Sportlerin hoffnungsvoll noch kurz zuvor. Doch sogar vier Rennen sollten es in Schweden sogar werden, neben Sprint und Verfolgung startete sie auch in beiden Staffeln für ihr Land. Als größter Erfolg ist die Bronzemedaille mit der Damenstaffel zu erwähnen, nach der die Freudentränen nicht mehr aufzuhalten waren. Auch nach den Saisonhöhepunkten zeigte sich Marie Laure weiterhin in Topform und lief auf den anspruchsvollen Strecken in Pyeong Chang zweimal unter die besten Zehn - in der Verfolgung verpasste sie ihr erstes Podest nur denkbar knapp. Nach weiteren guten Rennen zum Saisonende setzte sie bei den nationalen Meisterschaften ein weiteres Ausrufezeichen, als sie den Titel gewann und dabei auch Sandrine Bailly deutlich hinter sich ließ.

Erste Einsätze
2004 nationale Meisterschaften Jugend
Erste Weltcupplatzierung
2007 Kontiolahti 26. Einzel
Erste WC-Top-10-Platzierung
2008 Pyeong Chang 8. Sprint
Erstes WC-Podium
bisher keines
Erster WC-Sieg
bisher keiner

Erfolge
Weltcup:
- 2x Top10
- 33. Platz im Gesamtweltcup 2007/2008
Weltmeisterschaften:
- Bronze mit der Staffel 2008
Junioren-Weltmeisterschaften:
- Gold in der Verfolgung und mit der Staffel 2007 (Jugend)
- Bronze im Einzel 2007 (Jugend)
- Silber im Einzel und mit der Staffel 2008 (Juniorinnen)
- Bronze in der Verfolgung 2008 (Juniorinnen)
Europacup:
- 2 Siege bei den Juniorinnen
Nationale Meisterschaften:
- Französische Meisterin Jugend 2004
- Französische Meisterin 2008

(Stand: April 2008)

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