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Dr. Vitali Klitschko erhält den ispo-Pokal Winter 2007

2b-Sportredaktion am 11.01.2007 - 16:25 Uhr

Als Vitali Klitschko am 19. Juli 1971 in Belowodsk, Kirgistan, das Licht der Welt erblickte, ahnte noch niemand, dass er einmal gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder, Wladimir Klitschko, zu den erfolgreichsten Boxern der Welt gehören würde. Im Rahmen der ispo winter 07 wird Vitali Klitschko nach der Beendigung seiner aktiven Laufbahn nun mit dem ispo-Pokal ausgezeichnet.

Ehrenpreis wird seit 1971 verliehen
Die ispo verleiht diesen Ehrenpreis seit 1971 an Athleten, die neben hervorragenden sportlichen Leistungen und Beständigkeit insbesondere in ihrer Rolle als Vorbild für die Jugend eine besondere Stellung eingenommen haben und nach wie vor einnehmen. Mit Vitali Klitschko ehrt die ispo in diesem Winter einen Sportler, der trotz zahlreicher Verletzungen und Rückschläge stets seinen Siegeswillen bewahrte. Nicht nur seine spektakuläre Art zu boxen, insbesondere auch sein hohes gesellschaftspolitisches Engagement brachte ihm die Herzen zahlreicher Fans ein.

Erste Boxerfahrung mit 13 Jahren
Seine ersten Erfahrungen als Boxer sammelte Vitali Klitschko im Alter von 13 Jahren. Anfangs konzentrierte er sich vornehmlich auf das Kickboxen und errang innerhalb dieser Disziplin zwei Amateur- und vier Profi-Weltmeisterschaftstitel. Parallel dazu zeigte sich Klitschko, der inzwischen gemeinsam mit seiner Familie in die Ukraine übergesiedelt war, auch als Amateurboxer überaus erfolgreich. 1996 folgte schließlich der Einstieg ins Profigeschäft, wo er sich mit einer eindrucksvollen Siegesserie 1999 den Weltmeistertitel der World Boxing Organisation (WBO) holte. Zweimal gelang Vitali Klitschko die Titelverteidigung, bevor er im April 2000 wegen einer Schulterverletzung im WM-Kampf gegen den US-Amerikaner Chris Byrd aufgeben musste. Doch der Ukrainer steckte nicht auf. Bereits Ende des Jahres feierte er sein Comeback, in dessen Folge er 2004 im zweiten Anlauf den Weltmeistergürtel des WBC-Verbandes gewann.

Förderer des Jugendsports
Von Verletzungen geplagt, erklärte Klitschko am 9. November 2005 seinen Rücktritt. Seit Beendigung seiner Profikarriere engagiert sich der promovierte Sportwissenschaftler und dreifache Vater gemeinsam mit seinem Bruder verstärkt im gesellschaftspolitischen Bereich. Neben ihrem bereits vor zehn Jahren in der Ukraine gegründeten Hilfsfond für Not leidende Jugendliche setzen sich die beiden Vorzeigesportler zudem für die Förderung des Jugendsports, die Prävention von Aids sowie die Verbesserung der Lebensbedingungen sozial benachteiligter Kinder aus Afrika, Asien und Südamerika ein. Als Dank für ihren beispielhaften Einsatz, wurden die beiden 2002 von der UNESCO als "Heroes for Kids" gewürdigt.

Integration von Straßenkindern
Seither ist viel Zeit vergangen - doch wer die Klitschkos kennt, weiß, dass sich die beiden Brüder nicht mit den Erfolgen der ersten Stunde zufrieden geben. So haben sie im Rahmen des unter der Schirmherrschaft der UNESCO stehenden Projektes "Bildung für Kinder in Not" in der Zwischenzeit etliche Länder – darunter unter anderem Namibia, Brasilien und Rumänien - besucht und sich vor Ort für die Integration von Straßenkindern, die Betreuung von behinderten und kranken Kindern sowie den Bau von Schulen und Kindergärten in ehemaligen Kriegs- und Krisengebieten eingesetzt. In Paris wurden Vitali und Wladimir Klitschko im Dezember 2006 für ihre Bemühungen, den Kindern dieser Welt eine Chance auf Zukunft zu geben, vom Generaldirektor der UNESCO Koichiro Matsuura zu Sonderbotschaftern des Sports ernannt.

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ispo Pokalpreisträger:
1971 Birger Ruud Norwegen
1972 Max Schmeling Deutschland
1973 Sepp Bradl Österreich
1974 Fritz Walter Deutschland
1975 Christl Cranz-Borchers Deutschland
1976 Emile Allais Frankreich
1977 Gottfried Freiherr von Cramm Deutschland
1978 Dr. Josef Neckermann Deutschland
1979 Zeno Colo Italien
1980 Fanny Blankers-Koen Niederlande
1981 Erika Spiess-Mahringer Österreich
1982 Emil Zatopek Brasilien
1984 Fritz Thiedemann Deutschland
1985 Toni Sailer Österreich
1986 Jean-Claude Killy Frankreich
1987 Wilma Rudolph USA
1988 Willy Bogner Deutschland
1989 Reinhold Messner Italien
1990 Franz Beckenbauer Deutschland
1991 Dr. Helmut Recknagel Deutschland
1992 Franz Klammer Österreich
1993 Eddy Merckx Belgien
1994 Frank Höfle Deutschland
1998 Henry Maske Deutschland
1999 Markus Wasmeier Deutschland
2000 Winter Vegard Ulvang Norwegen
2000 Sommer: Gerd Müller Deutschland
2001 Winter: Gustav Thöni Italien
2001 Sommer: Li Ning China
2002 Ingemar Stenmark Schweden
2003 Alberto Tomba Italien
2004 Annemarie Moser-Pröll Österreich
2005 Rosi Mittermeier-Neureuther Deutschland
2006 Sergey Bubka Ukraine
2007 Dr. Vitali Klitschko Ukraine


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