Biathlon Weltcup Osrblie 2006 (verlegt nach Hochfilzen)
Nadine Gärtner am 18.12.2006 - 10:24 Uhr
Auch das dritte Weltcupwochenende der Biathleten in diesem Winter - das zweite in Hochfilzen - ist inzwischen Geschichte. Nachdem als kurzfristiger Ersatzort für Osrblie keine 4km-Runde für das Herren-Einzel präpariert werden konnte, trug man stattdessen bei den Herren einen weiteren Sprint aus.
Das Wochenende begann am Mittwoch mit einem weiteren Sieg der Thüringerin Andrea Henkel in ihrer Spezialdisziplin, dem Einzelwettkampf. Sie verwies mit deutlichem Abstand ihre Teamkollegin und Freundin Martina Glagow sowie die Ukrainerin Oksana Khvostenko, die damit bereits ihren insgesamt vierten Top10-Platz in Hochfilzen erreichte, auf die Plätze
Auch am Folgetag, dem außerplanmäßigen Sprint der Herren, konnten die Deutschen wieder jubeln. Michael Greis profitierte von der Abwesenheit Ole Einar Bjoerndalens und wies die Konkurrenz aus Russland und Schweden, Maxim Tchoudov und Björn Ferry, in die Schranken und auf Rang 2 und 3.
Ein perfektes Rennen zeigte die 33jährige Schwedin Anna Carin Olofsson, die erst 2003 mit dem Biathlonsport begann und mit der schnellsten Laufzeit sowie perfekter Schießleistung überzeugte. Die Französin Sandrine Bailly meldete sich mit ansteigender Form und Rang 2 ebenfalls in der Weltspitze zurück und verwies Andrea Henkel, die Seriensiegerin der letzten drei Wettkämpfe auf Rang 3. Nachwuchstalent Kathrin Hitzer verpasste mit Rang 4 nur knapp ihr erstes Weltcuppodium.
Wie seine Landsfrau Sandrine Bailly hat auch Raphael Poiree seine Form wiedergefunden. Er verwies im zweiten Sprint des Wochenendes die beiden Deutschen Michael Rösch und Sven Fischer nur knapp auf die Plätze.
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Zum Abschluss standen am Sonntag erneut Staffelrennen auf dem Plan. Die Französinnen überzeugten auf ganzer Linie mit fast perfekter Schießleistung und konnten so die laufstärkere Konkurrenz aus Russland und China, die sogar eine Strafrunde in Kauf nehmen mussten, hinter sich halten. Deutschland kam in der Besetzung Glagow, Wilhelm, Apel und Henkel nach drei Strafrunden nicht über Rang 4 hinaus.
Bei den Herren konnte die norwegische Staffel auch in Abwesenheit von Überläufer Ole Einar Bjoerndalen überzeugen. So holten sie sich nach einem Jahr erstmals wieder den Sieg vor Russland und dem deutschen Quartett mit Gross, Rösch, Fischer und Greis.
Die Athleten gehen nun nach drei Weltcups in ihre wohlverdiente Weihnachtspause. In der ersten Januarwoche steht dann der Weltcup im thüringischen Oberhof an.