Specials Eventspecials Biathlon Weltcup Ruhpolding

Damenstaffel

Herrenstaffel

Kaisa Varis

Svetlana Sleptsova

Helena Jonsson

Kati Wilhelm

Sabrina Buchholz

Michael Greis

Michael Greis

Maxim Tchoudov

Alexander Wolf

Daniel Graf

Christoph Stephan

Solveig Rogstad

Kaisa Mäkäräinen

Emil Svendsen

Weltcup in Ruhpolding 2008

Nadine Gärtner am 14.01.2008 - 09:32 Uhr

Mit einem Zuschauerrekord gingen die Weltcuptage von Ruhpolding zu Ende. Sie sahen spannende Rennen, die ersten beiden Saisonsiege von Michael Greis und überraschende Siegerinnen.

Biathlonfieber wächst
Das Biathloninteresse in deutschen Landen wächst immer weiter, wie auch an diesem Wochenende in Ruhpolding wieder ganz klar zu ersehen war. Allein am Verfolgungstag kamen 23.000 begeisterte Zuschauer, die über die Siege von Solveig Rogstad und Michael Greis jubelten. Auch insgesamt verzeichnete der Ruhpoldinger Weltcup Zuschauerrekord und ist damit das am besten besuchte Wintersportereignis in Deutschland in diesem Winter.

Damenstaffel unschlagbar?
Die deutsche Damenstaffel, in der im Hinblick auf die WM Andrea Henkel und Martina Glagow geschont wurden, bewies zum Auftakt dieses Biathlon-Weltcups einmal mehr, dass sie sich eigentlich nur selbst schlagen kann. An dem "Ziel", den anderen eine Chance zu geben, arbeiteten sie auch mit vereinten Kräften und gingen durch Startläuferin Kathrin Hitzer und Magdalena Neuner insgesamt dreimal in die Strafrunde, so dass das Rennen spannend blieb. Erst zur Rennmitte wendete sich nach guten bis sehr guten Schießeinlagen von Sabrina Buchholz und Kati Wilhelm das Blatt, so dass das deutsche Quartett noch den vierten Sieg in Folge vor Norwegen und Russland einfahren konnte.
Einen Tag später stand ebenfalls unter dem Licht der großen Heliumballons die Herrenstaffel auf dem Programm, wo erneut Norwegen und Russland den Sieg unter sich ausmachten. Schon von Beginn an setzten sich die Norweger durch ihre tadellos schießenden und laufenden Youngster Emil Svendsen und Rune Bratsveen an die Spitze und gaben sie nicht mehr her. Die größte Anzahl Nachlader - nämlich drei von vier - musste noch Ole Einar Bjørndalen in Kauf nehmen. Doch auch dies ändere nichts am Sieg der Skandinavier vor Russland. Das deutsche Quartett, in dem sowohl Andreas Birnbacher als auch Daniel Graf nicht berücksichtigt worden waren, kam auf den dritten Rang. Auch Michael Rösch, Alexander Wolf, Carsten Pump und Michael Greis lieferten eine durchweg gute Schießleistung ab.

Varis triumphiert - Greis siegt wieder
Das Ergebnis des Damensprints spaltete die Biathlon-Welt. Es war der Tag des erstes Sieges der Finnin Kaisa Varis im Biathlon-Weltcup, die als ehemalige Langläuferin vor einigen Jahren des Dopings überführt wurde. Sowohl Respekt für die Null-Fehler-Leistung als auch Kritik an der Dopingsünderin machten sich breit. Der zweite Rang ging an die mehrfache Junioren-Weltmeisterin Svetlana Sleptsova, für die es ebenfalls der erste Weltcupsieg gewesen wäre. Dritte wurde die Schwedin Helena Jonsson, die sich in diesem Winter durch große Konstanz auf hohem Niveau auszeichnet. Beste Deutsche wurde die Steinbach-Hallenbergerin Kati Wilhelm, die nach wie vor auf ihren ersten Saisonerfolg wartet. Sie erreichte das Ziel mit der viertschnellsten Zeit vor der Newcomerin aus dem norwegischen Team, Solveig Rogstad, die sogar eine Strafrunde zu absolvieren hatte. Sabrina Buchholz wurde nach fehlerloser Schießleistung Siebte und konnte damit erneut ihre Ambitionen auf einen Start bei den Weltmeisterschaften untermauern.
Im Herrensprint platzte endlich der Knoten beim Nesselwanger Michael Greis. Nach ständigen Problemen im bisherigen Saisonverlauf am Schießstand blieb er im Sprint komplett fehlerfrei und sicherte sich seinen ersten Saisonsieg nach einem ständigen Aufwärtstrend in den letzten Wochen. Auf den zweiten Rang verwies er den Russen Maxim Tchoudov, der wie der drittplatzierte Alexander Wolf eine Strafrunde ging. Überhaupt überzeugte das deutsche Team durch mannschaftliche Geschlossenheit. Daniel Graf realisierte als Vierter sein zweitbestes Weltcupresultat. Christoph Stephan machte sich an seinem 22. Geburtstag mit dem achten Platz selbst das schönste Geschenk, Michael Rösch wurde Neunter und Andi Birnbacher Zwölfter.

Rogstad jubelt - Greis auch in Verfolgung vorn
Das Wochenende der Newcomer nahm auch am Sonntag weiter seinen Lauf. Nach Kaisa Varis im Sprint entschied die norwegische Hoffnung Solveig Rogstad das Verfolgungsrennen für sich, als sie nach fehlerloser Schießleistung vom fünften Platz ganz nach vorn stürmte. Sie gewann vor Kati Wilhelm mit zwei Strafrunden und der Finnin Kaisa Mäkäräinen. Andrea Henkel wurde trotz vier Schießfehlern noch Fünfte und auch Simone Denkinger erreichte einen Top10-Platz.
Wie am Vortag hatte Michael Greis auch im Verfolger die Nase vorn. Mit nur einer Strafrunde im letzten Anschlag ließ er der Konkurrenz keine Chance, an ihn heranzukommen, so dass er erneut vor dem Russen Maxim Tchoudov gewann. Dritter wurde der Norweger Emil Svendsen, der von Position 15 weit nach vorn stürmte. Daniel Graf bestätigte als Sechster seine tolle Form in diesem Winter, Alexander Wolf fiel auf den neunten Rang zurück. Viel Zeit verlor Andi Birnbacher, der durch ein Materialproblem fast eine Minute am Schießstand liegen ließ.




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