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Holmenkollen

Kati Wilhelm

Svetlana Sleptsova

Neuner

Bailly

Andrea Henkel

Michael Rösch

Emil Svendsen

Ivan Tcherezov

Michal Slesingr

Bjoerndalen

Martina Glagow

Buchholz

Greis / Kruglov

Graf

Weltcup in Oslo/Holmenkollen 2008

Kathleen Lindau am 17.03.2008 - 11:13 Uhr

Mit den Massenstarts am Osloer Holmenkollen ging für die Biathleten nicht nur der neunte Weltcup zu Ende, sondern auch die Saison 2007/2008. Zum Abschluss haben die Skijäger aufgrund der schweren Bedingungen noch einmal sehr anstrengende Wettkämpfe erlebt.

Organisatoren an ihren Grenzen
Können die Wettbewerbe planmäßig stattfinden? Diese Frage stellten sich alle Beteiligten, nachdem anhaltende Regenfälle das Stadion am Holmenkollen zunächst unter Wasser setzten. Die Wetterkapriolen im Vorfeld des letzten Weltcups machten den Organisatoren in Oslo schwer zu schaffen. Drainageleitungen und Entwässerungsgräben brachten jedoch den gewünschten Erfolg. Die Rennen konnten ohne Probleme über die Bühne gehen, auch wenn die Bedingungen am Donnerstag noch äußerst grenzwertig waren. Durch Sonneneinstrahlung und frühlingshafte Temperaturen weichte die Strecke am Wochenende weiter auf, die Athleten hatten mit dem tiefen und sulzigen Schnee sichtlich zu kämpfen. Nichtsdestotrotz fanden faire und spannende Wettbewerbe statt. Nach dieser harten Saison haben sich die Winterzweikämpfer nun ihren Urlaub redlich verdient.

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DSV-Damen räumen ab
Auch beim letzten Weltcup der Saison haben die deutschen Damen ihre hervorragende Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Vor allem Kati Wilhelm kam noch einmal richtig in Form und erkämpfte sich am traditionsreichen Holmenkollen einen kompletten Medaillensatz. Die junge Russin Svetlana Sleptsova entschied den Sprint und die Verfolgung für sich. Vor Beginn des finalen Weltcups in Oslo stellten sich viele die Frage, wer den Gesamtweltcup bei den Damen gewinnen würde. Drei Athletinnen hatten noch die Chance dazu: Magdalena Neuner, Sandrine Bailly und Andrea Henkel. Letztere vergab jedoch durch zu viele Fehler am Schießstand die Möglichkeit, nach 2006/2007 erneut beste Biathletin der Saison zu werden. Die Französin Sandrine Bailly musste sich nach einem äußerst dramatischen Massenstartrennen der erst 21-jährigen Magdalena Neuner beugen. Die Wallgauerin siegte im ihrem zweiten Weltcup-Jahr im Gesamtklassement und schrieb somit Biathlon-Geschichte. Auch die Europacup-Aufsteiger Juliane Döll, Anne Preussler und Jenny Adler schlugen sich bei ihrem ersten Weltcup-Einsatz in dieser Saison gut und platzierten sich in Nähe der Punkteränge.

Michael Rösch zum Saisonende stark
Der Altenberger Michael Rösch fand zu Beginn der Saison nur langsam seine Form, erhielt bei der Weltmeisterschaft zunächst nur zufällig einen Startplatz. Am vergangenen Wochenende in Oslo lief er noch einmal zu Höchstform auf, musste sich im Sprint nur dem Norweger Emil Hegle Svendsen geschlagen geben. Auch im Massenstart lag der 24-Jährige auf Siegkurs, vergab seine Chance allerdings beim letzten Stehendschießen. Im Verfolgungsrennen war es Ivan Tcherezov aus Russland, der von den Fehlern der anderen profitierte und sich gegen die gesamte Konkurrenz durchsetzte. Den Massenstart konnte der Tscheche Michal Slesingr auf der Zielgeraden für sich entscheiden. Nach Auswertung des Fotofinish musste sich der Russe Nikolay Kruglov um 0,1 Sekunden geschlagen geben. Desweitern sah man am Holmenkollen einen äußert starken Fritz Pinter. Der Österreicher erreichte im Sprint und Verfolgungswettbewerb mit den Rängen drei und zwei seine besten Saisonleistungen.

Große Kristallkugeln an Neuner und Bjoerndalen
Magdalena Neuner hat in ihrem zweiten Jahr bei den "Großen" den Gesamtweltcup gewonnen und kann sich somit beste Biathletin der Saison 2007/2008 nennen. Die erst 21-Jährige geht damit als jüngste Besitzerin der großen Kristallkugel in die Biathlon-Geschichte ein. Mit insgesamt vier Siegen und 818 Punkten verwies sie die Französin Sandrine Bailly auf den zweiten Rang im Gesamtklassement. Die 28-Jährige aus Ruffieu gewann in diesem Winter ebenfalls vier Rennen. Dritte wurde die Thüringerin und Vorjahressiegerin Andrea Henkel, die ebenso vier Siege auf ihrem Konto hat. Die DSV-Starterinnen Kati Wilhelm, Martina Glagow, Kathrin Hitzer, Sabrina Buchholz und Simone Denkinger beendeten die Saison auf den Rängen vier, fünf, elf, 18 und 21. Bei den Herren gab es am Holmenkollen keinen Kampf um das Gelbe Trikot, der Norweger Ole Einar Bjoerndalen sicherte sich trotz seines Startverzichts den Gesamtweltcup vorzeitig. Mit 173 Punkten Vorsprung sicherte er sich vor dem Russen Dmitri Yaroshenko die große Kristallkugel. Sein Landsmann Emil Hegle Svendsen wurde hervorragender Dritter. Die deutschen Herren Michael Greis, Andi Birnbacher, Michael Rösch, Daniel Graf, Alexander Wolf, Christoph Stephan und Carsten Pump beendeten die Saison als Vierter, Zehnter, Elfter, 13., 14., 31. und 33.


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