
Ole Einar Bjoerndalen

Emil Svendsen

Andrei Makoveev

Magdalena Neuner

Bailly

Albina Akhatova

Kathrin Hitzer

Andrea Henkel

Emil Svendsen

Sikora

Andrei Makoveev

Graf

Vincent Defrasne

Kathrin Hitzer

Neuner

Svetlana Sleptsova
Biathlon Weltcup in Khanty-Mansiyk
Nadine Gärtner am 10.03.2008 - 08:03 Uhr
Nun ist auch das vorletzte Weltcup-Wochenende der Saison im russischen
Khanty Mansiysk bereits Geschichte, der Endspurt hat eindeutig begonnen.
Drei Wettkämpfe stehen aus - Große Kugel an Bjørndalen
Drei Wettkämpfe sind es also nun noch - Sprint, Verfolgung und Massenstart - am traditionellen
Holmenkollen, wo aufgrund der Bauarbeiten an der Skisprungschanze zumindest im kommenden Winter kein Weltcup stattfinden wird. Seit dem Wochenende in
Khanty-Mansiysk steht jedoch bereits zweifelsfrei fest, dass die große Kristallkugel in diesem Winter an
Ole Einar Bjørndalen geht. Seit dem Massenstart in Russland ist der Norweger nun auch rechnerisch nicht mehr einzuholen.
Pfiffe in Russland
Wie leider jeder Athlet und Biathlon-Fan befürchtet hat, waren von den einheimischen Zuschauern erneut laute Pfiffe zu hören, wenn ausländische Sportler den Schießstand erreichen und Jubel, wenn die Scheiben nicht fielen. Dieses Problem war bekannt und ist leider seit Jahren ein Standart bei Weltcups in
Khanty Mansiysk. Dennoch ergriff die Russin
Ekaterina Iourieva nach dem ersten Wettkampftag die Initiative und ermahnte über die Presse die Fans, fairer zu sein und nicht zu pfeifen - genützt hat es jedoch nichts.
Wetter fast frühlingshaft
Bei fast frühlingshaften Temperaturen um den Gefrierpunkt begann das Wochenende am Donnerstag mit den Sprintrennen. Zwar wurde es am Wochenende dann etwas kälter, die befürchtete Kältewelle blieb jedoch weitgehend aus. Jedoch zog am Wochenende ein kalter Wind durch das Stadion, der auch beim
Schießen immer wieder für Probleme sorgte.
Bjørndalen und Neuner siegten im Sprint
Das Wochenende begann plangemäß für den inzwischen als Gesamtweltcup-Sieger feststehenden Norweger
Ole Einar Bjørndalen. Der 34-Jährige zeigte sich nach seiner Erkältung, die ihn zur Absage der Korea-Reise zwang, wieder sehr gute Form und gewann das Rennen vor seinem Landsmann
Emil Svendsen, der auf der letzten Runde wichtige Sekunden verlor, die dem 22-Jährigen schließlich zum Sieg fehlten. Doch auch die Russen, die scheinbar einen aüßerst glücklichen Griff in die Wachskiste taten, konnten sich freuen und bei ihrem Heimspiel zumindest einen Athleten auf das Podest bringen. Andrei Makoveev überzeugte vor allem in der Loipe mit der zweitschnellsten Zeit hinter Kruglov, leistete sich jedoch einen Schießfehler. Das deutsche Team ging von Erkältungen geschwächt ins Rennen und kam nicht unter die besten Zehn. Bester Deutscher wurde der Altenberger
Carsten Pump auf Position 13.
Im Rennen der Damen setzte
Magdalena Neuner ihre Aufholjagd im Gesamtweltcup weiter fort und holte mit ihrem Sprintsieg weitere wichtige Punkte auf. Die 21-jährige Bayerin setzte sich gegenüber Weltcup-Spitzenreiterin
Sandrine Bailly und der Russin
Albina Akhatova durch und verfehlte nur eine Scheibe stehend. Damit realisierte sie ihren vierten Saisonsieg und rückt immer näher an die Französin heran. Für
Kathrin Hitzer begann mit dem Sprint ein grandioses Wochenende, als sie als Vierte ihr bestes Saisonergebnis erreichte.
Svendsen und Hitzer jubeln im Verfolger
Wenn der Knoten nicht schon im Sprint geplatzt war, tat er es bei
Kathrin Hitzer im Verfolgungsrennen der Damen, wo die Gosheimerin zu ihrem ersten Weltcup-Erfolg überhaupt stürmte. Nach einer sehr durchwachsenen Saison mit ständigen Problemen am Schießstand, verfehlte sie diesmal nur eine Scheibe und ging als Zweite auf die Schlussrunde. Dort startete sie eine Aufholjagd und setzte sich vor
Sandrine Bailly und
Andrea Henkel durch.
Zuvor hatte bei den Herren
Emil Svendsen das Rennen für sich entschieden. Der Norweger war zweimal in die Strafrunde gegangen und behauptete sich damit vor dem Polen Tomasz Sikora, der tadellos schoss und sich vom 19. auf den zweiten Rang nach vorn schob. Erneut konnte der Russe Andrei Makoveev jubeln und landete auf seinen Lieblingsstrecken erneut auf dem Podest. Knapp hinter dem Stockerl erreichte der Schlechinger
Andreas Birnbacher einen sehr guten vierten Rang und machte insgesamt 27 Plätze gut.
Massenstart: Sikora und Hitzer vorn
Im Massenstart zeigte der Pole Tomasz Sikora erneut seine starke Form und gewann das Rennen sehr souverän. Zweiter wurde der Thüringer
Daniel Graf, der damit sein bestes Karriereergebnis einfuhr und sich während des Rennens immer weiter nach vorn schob. Gerade auf der Schlussrunde zeigte er ein äußerst starkes Rennen und ließ
Vincent Defrasne und
Michal Slesingr stehen.
"Das war nicht Kathrins letzter Sieg!", hatte Uwe Müßiggang noch nach dem Verfolger gesagt - wie schnell er damit recht behalten sollte, hätte er jedoch wohl selbst nicht gedacht. Einen Tag nach ihrem ersten Weltcupsieg ließ
Kathrin Hitzer sofort den zweiten folgen und gewann den Massenstart vor ihrer Zimmerkollegin
Magdalena Neuner, die sich drei Strafrunden mehr leistete. Dritte wurde die Russin
Svetlana Sleptsova, so dass letztendlich drei 21-jährige Nachwuchstalente auf dem Podest standen.
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