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Start in die Weltcup-Saison: Das deutsche Aufgebot

DSV-Pressestelle am 02.12.2008 - 08:52 Uhr
Die zwei noch zu vergebenden Weltcupstartplätze wurden mit Beendigung des Lehrgangs in Muonio unter den drei Sportlerinnen Sabrina Buchholz, Simone Hauswald (Denkinger) und Anne Preußler aufgeteilt. Juliane Döll, die sich ebenfalls noch Chancen auf einen Startplatz im Weltcup ausgerechnet hatte, wird zunächst wieder im IBU-Cup teilnehmen.

Rotation bei deutschen Damen
Nachdem Simone Hauswald wegen Achillessehnenbeschwerden auf einen Start in Östersund verzichten muss, werden dort zunächst Buchholz und Preußler zum Einsatz kommen. Zum Weltcup in Hochfilzen wird Hauswald voraussichtlich wieder zur Mannschaft dazu stoßen, so dass in der ersten Woche zunächst Preußler, dann in der zweiten Hochfilzen-Woche Buchholz aussetzen werden.

Das DSV-Aufgebot:
Sabrina Buchholz (WSV Oberhof 05)
Andrea Henkel (SV Großbreitenbach)
Kathrin Hitzer (SC Gosheim)
Martina Beck (SC Mittenwald)
Magdalena Neuner (SC Wallgau)
Anne Preußler (SSV Altenberg)
Kati Wilhelm (SCM Zella-Mehlis)

Lang als siebter Mann
Als siebter Mann für die ersten drei Weltcups hat sich Toni Lang empfohlen, der bei den Deutschen Meisterschaften mit guten Leistungen aufhorchen ließ.

Das DSV-Aufgebot:
Andreas Birnbacher (SC Schleching)
Michael Greis (SK Nesselwang)
Daniel Graf (SC Eintracht Frankenhain)
Toni Lang (TV Hauzenberg)
Michael Rösch (SV Altenberg)
Christoph Stephan (WSV Oberhof 05)
Alexander Wolf (WSV Oberhof 05)

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Aktuelle Infos und Statements rund um die DSV-Mannschaften

Uwe Müssiggang:
„Sabrina, Anne und Simone haben sich im Training mit ähnlich guten Leistungen für den Weltcup empfohlen. Bis zum Jahreswechsel wollen wir deshalb allen drei Sportlerinnen die Chance geben, sich in jeweils vier Weltcuprennen zu bewähren. Wie es dann weitergeht – ob wir auch im Januar durchwechseln oder wieder auf eine feste Gruppe von sieben Sportlerinnen zurückgehen, muss man sehen.“

Frank Ullrich:
„In Muonio hat man gemerkt, wie die Mannschaft wieder enger zusammengerückt ist. Es war schön zu sehen, wie wieder alle an einem Strang gezogen haben und sich ins Zeug legten. Wir haben richtig gut und hart trainieren können und ich denke, dass das Team gut vorbereitet in die ersten Weltcupwochen geht. Aber natürlich ist es immer spannend zu sehen, wo man steht, wenn es dann tatsächlich losgeht."

Martina Beck:
„Im November musste ich mit Schnupfen eine Woche pausieren und konnte deshalb auch keinen Testwettkampf in Muonio mitmachen. Sonst lief es aber rund. Ich denke, das passt schon, auch wenn ich jetzt keinen Vergleich hatte. Aber mittlerweile bin ich ja lange genug dabei, dass ich weiß, dass ich über die Wettkämpfe reinkomme. Mit meinem Skiwechsel bin ich auf aalle Fälle schon mal zufrieden. das scheint gut zu klappen.“

Sabrina Buchholz:
„In Muonio konnte ich wegen eines Infekts eigentlich nur im niedrigen Intensitätsbereich trainieren. Deshalb konnte ich den Testwettkampf auch nur „außer Konkurrenz“ mitlaufen. Aber im Sommer habe ich dafür richtig gut trainieren können. In diesem Jahr habe ich außerdem meine Skimarke gewechselt. Und ich muss sagen, dass ich richtig glücklich mit meiner Wahl bin. Ich habe jetzt für warme, mittlere und kalte Verhältnisse jeweils drei Paar Ski, die alle gut funktionieren. Das macht das Testen deutlich einfacher und übersichtlicher.“

Andrea Henkel:
„Nachdem ich letzte Woche erkältet war und in Muonio vier Tage nur in der Hütte herumgesessen bin, konnte ich schon wieder nicht an einem Testwettkampf teilnehmen. Damit habe ich seit meinem Sturz bei der Deutschen Meisterschaft keinen echten Test mehr gehabt. Das macht es ein wenig schwer, mein derzeitiges Leistungsvermögen einzuschätzen. Aber ich hoffe, dass soweit alles passt. Mein Daumen ist zwar noch ein bisschen kältempfindlich, aber beim Biathlon spüre ich keine Einschränkungen. Auch die Tatsache, dass ich wegen dem Gips fünf Wochen nicht schießen konnte, scheint nicht sonderlich schlimm gewesen zu sein. Im Training klappt es auf alle Fälle recht ordentlich.“

Kathrin Hitzer:
„Kurz vor Muonio war ich schon ganz schön down. Denn wegen meiner Schuhprobleme konnte ich wochenlang nicht skaten. Und jedes Mal, wenn wir gedacht haben, dass es wieder gehen könnte, kam der nächste Rückschlag. Von Kati bekam ich in Finnland dann einen Schuh Marke „Uralt“. Mit dem ging es dann Gott sei Dank. Und inzwischen habe ich auch wieder ein neues Modell, das funktioniert. Durch das ganze Hin- und Her war die Vorbereitung natürlich nicht gerade optimal, aber ich bin jetzt erst einmal froh, dass ich überhaupt in Östersund an den Start gehen kann.“

Magdalena Neuner:
„Die Trainingstage in Obertilliach waren Gott sei Dank noch einmal richtig gut. Jetzt fühle ich mich wieder fit und freue mich, dass es losgeht. Wegen meinen diversen Krankheiten habe ich zwar keine hochintensiven Einheiten absolvieren können, aber ich hoffe, dass ich wieder über die Rennen zu meiner Form finde. Am Schluss hat es mich schon ganz schön genervt, wenn Du weißt, dass alle anderen trainieren und Du kannst nur zu Hause herumsitzen. Alles in allem fehlen mir in diesem Sommer über acht Wochen, in denen ich pausieren musste. Mal schauen, wie ich in die ersten Wettkämpfe reinkomme. An Östersund habe ich ja grundsätzlich keine schlechten Erinnerungen, außerdem freue ich mich schon auf mein Elch-Patenkind „Neuner“. Das ist ja auch schon fast ein Jahr alt und dürfte mittlerweile schon größer sein als ich.

Anne Preußler:
„Ehrlich gesagt, war ich schon ein wenig überrascht, dass die Trainer mich zum Weltcup mitnehmen. Aber natürlich habe ich mich riesig gefreut. Jetzt will ich meine Chance auch nutzen und meine Trainingsleistungen im Wettkampf zeigen. Der erste Eindruck von Östersund ist schon mal gut. Ich mag anspruchsvolle Strecken.“

Kati Wilhelm:
„Ich war noch bis Donnerstag in Muonio, ehe wir direkt nach Östersund gefahren sind. Dort habe ich die vergangenen Tage noch einmal mit Odd Lierhus an meiner Technik gefeilt und geprüft, ob die Dinge, die wir in den letzten Monaten erarbeitet haben, auch bei höherer Intensität noch passen. Alles in allem bin ich sehr zufrieden wie die Vorbereitung gelaufen ist. Neben den Umstellungen in der Lauftechnik habe ich unter anderem sehr intensiv trainiert, den ersten Schuss schneller als bisher ins Ziel zu bringen. Da gab es noch einiges an Potenzial auszuschöpfen Jetzt gilt es: Denn ich will schon möglichst von Anfang an vorne dabei sein und spüren, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben. Mein Aufbau ist auch nicht darauf ausgerichtet, dass ich erst bei der WM in Form komme, sondern hoffentlich den ganzen Winter hindurch mit guten Leistungen im Gesamtweltcup ein Wörtchen mitreden kann.“

Andreas Birnbacher:
„Bei mir ist eigentlich alles im grünen Bereich. Ich bin ausnahmsweise mal ohne Verletzungen oder Krankheiten durchgekommen. Wenn man von einem kleinen Missgeschick einmal absieht: Nach der Deutschen Meisterschaft habe ich mir beim Angeln einen Haken in den rechten Mittelfinger gerammt, der mit einer kleinen OP entfernt werden musste. Aber das war ansonsten nicht weiter schlimm.

Daniel Graf:
„Richtig zufrieden kann ich mit den letzten Wochen nicht sein. Am Dachstein ging es los mit Grippe. Ich musste Antibiotikum nehmen und zehn Tage aussetzen. Und seitdem renne ich ein wenig meiner Form hinterher. Gut war, dass wir in Muonio sehr individuell trainieren konnten, so habe ich mich nach meinem aktuellen Leistungsstand belasten können. Aber ehrlich gesagt wäre es mir lieber, wenn der Weltcup erst nächste Woche anfangen würde. Ich mache das Beste draus, denn man kann es sich ja nicht aussuchen und der erste Wettkampf ist ja auch schießlastig: Vielleicht kann ich am Schießstand ein bisschen was ausgleichen.“

Michael Greis:
„Als wir am Sonntag Abend angekommen sind, dachte ich schon, dass ich krank werde. Aber inzwischen sieht es wieder besser aus. Nach dem Lehrgang in Muonio habe ich noch einmal in Ruhpolding trainieren können. Inzwischen liegt bei uns ja auch ausreichend Schnee. Von daher konnte ich wie geplant durchgehend auf Schnee trainieren. Mit der Vorbereitung bin ich insgesamt sehr zufrieden, wir haben jetzt einen Weg gefunden, der allen gerecht wird. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Und auch wenn es viele nicht glauben: Das Verhältnis zwischen mir und Frank Ullrich ist mittlerweile besser als zuvor.

Toni Lang:
„Mit Platz zwei hinter Michi ist der Testwettkampf in Muonio für mich super gelaufen. Läuferisch, denke ich, bin ich dabei. Und die Strecke in Östersund kommt mir entgegen, denn an den Bergen kann ich meine starke 2:1-Technik ausspielen. Der Sommer verlief wie geplant ohne Krankheiten oder Ausfälle. Jetzt muss ich nur konzentriert und ruhig bleiben. Aber natürlich spüre ich, dass die Spannung steigt.“

Michael Rösch:
Eigentlich wollten wir uns ja den Reisestress nach Deutschland vermeiden und sind deshalb in Skandinavien geblieben. Aber irgendwie wurde es dann doch etwas chaotisch, weil wir wegen eines technischen Defekts gleich drei Flüge nach Östersund verpasst haben. Und mein Gepäck kam dann auch erst mit einem Tag Verspätung am Montag an. Der Lehrgang in Muonio hat aber noch mal richtig Spaß gemacht. Soweit passt alles, jetzt müssen wir mal schauen, wie wir in die Rennen kommen, deshalb habe ich mir auch noch keine Platzierung für Östersund vorgenommen.

Christoph Stephan:
„Im Testwettkampf lief es zwar noch nicht ganz so rund, aber sonst bin ich super durch die Vorbereitung gekommen. Vor allem das Training in Finnland hat Spaß gemacht. Mal schauen, wie die ersten Rennen sind. Aber ich brauche wahrscheinlich einfach ein bisschen, bis der Motor läuft.

Alexander Wolf:
„Der Sommer ist gut gelaufen. In Muonio bekam ich dann zum Schluss leider ein wenig Halsschmerzen, so dass wir die letzten Tage auch zu Hause in Oberhof beim Training Gas rausgenommen haben. Ich denke, wir konnten es noch einmal rechtzeitig abfangen. Östersund ist zwar eine Standortbestimmung, aber ich werde mich weder verrückt machen, wenn es gut läuft, noch wenn es am Anfang ein wenig holprig ist.“

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