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Magdalena Neuner

„Endlich mal gezeigt, was ich kann!“

Magdalena Neuner am 06.12.2006 - 12:19 Uhr

präsentiert die Magdalena Neuner Kolumne
Das Abschlussrennen – die Verfolgung – in Östersund konnte ich mit dem siebten Platz schließen, was mich sehr gefreut hat. Endlich habe ich auch eine relativ gute Schießleistung abgeliefert, was mir in den Vorrennen nicht immer so geglückt war. Läuferisch bin ich derzeit ziemlich fit, wobei es mich doch etwas überrascht hat, dass ich in der Tat die beste Laufzeit des Feldes erzielen konnte. Das Rennen selbst hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich glaube, dass es für die Zuschauer ein regelrechter Krimi war. Aber nicht nur die Nerven der Zuschauer werden bei einem solchen Rennen strapaziert, sondern natürlich auch meine eigenen. Das Rennen hatte ich mit 1,20 min Abstand auf die Führende aufgenommen. Das Gefühl beim Laufen war sehr gut, wobei ich diesmal verhaltener angegangen bin, um beim ersten Schie¬ßen nicht zu sehr kaputt zu sein. Diese Taktik ist auch aufgegangen, da ich bei Windstille liegend fehlerfrei blieb. Auch nach dem ersten Schießen habe ich kontrolliert in der Loipe weitergearbeitet, bin aber bewusst auch hier nicht an meine Grenzen gegangen. Beim zweiten Schießen kam leichter Wind auf, aber mir fiel es schwer, die Windrichtung zu orten, so dass ich an meinem Gewehr auch nichts verstellte. Leider sind mir dann zwei Fehler passiert, was mich nun dazu bewog, schneller zu laufen, da ich nun die Fehler wieder aufholen musste. Beim Stehendanschlag, dem dritten Schießen, habe ich mich sehr konzentriert, weil das Schießen im Stehen derzeit meine Archillesferse ist. Mit nur einem Fehler war ich daher sehr zu¬frieden und habe dann ziemlich Gas gegeben und mich versucht, in der Loipe an Andrea Henkel dranzuhängen. Dies ist mir bis zum Abschlussschießen auch gelun¬gen, bei dem Andrea neben mir im Anschlag stand. Auch hier war ich mit einem Fehler sehr zufrieden und habe zum Schluss alles gegeben, was nur ging. Auf der Zielgeraden habe ich gemerkt, dass Berger und Bailly nah an mir dran sind; die An¬feuerung der Fans habe ich ganz bewusst aufgenommen, um noch mal alles in mir zu mobilisieren. Der siebte Platz und die Umarmung im Ziel mit Martina und Andrea waren ein schöner Lohn für den aufregenden Rennverlauf. Ich blicke zufrieden auf die Östersund-Woche zurück, bei der ich vor allen Dingen beweisen konnte, dass ich läuferisch mit den Besten der Welt mithalten kann. Im Hinblick auf Hochfilzen werden wir nun versuchen, im Training den Stehendanschlag zu stabilisieren. Auf den nächsten Weltcup und die hoffentlich zahlreichen deutschen Fans an der Strecke freue ich mich sehr.

Liebe Grüße

Eure Magdalena



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