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Zu hohe Werte: Schutzsperre für Weltmeister Tcherezov

sid am 08.01.2009 - 23:30 Uhr
Der Russe Ivan Tcherezov ist erneut mit einem überhöhten Hämoglobinwert aufgefallen. Der Weltmeister wurde von der Staffel ausgeschlossen und mit einer Schutzsperre belegt.

Erneut zu hohe Tcherezov-Werte
Russlands Biathlon-Weltmeister Ivan Tcherezov ist vom Staffelrennen des Weltcups in Oberhof ausgeschlossen worden, nachdem er zum wiederholten Mal bei einer Blutkontrolle mit einem überhöhten Hämoglobinwert aufgefallen war.

Fünftägige Schutzsperre
Der Vizepräsident der Internationalen Biathlon-Union (IBU), Alfons Hörmann, bestätigte dem Sport-Informations-Dienst (sid), dass Tcherezov bei einem Test vor der 4x7,5-km-Staffel den zulässigen Grenzwert von 17,5 Gramm pro Deziliter Blut überschritten hatte.

"Jeder Mensch verkraftet das Höhentraining anders"
Entsprechend des IBU-Reglements wird Tcherezov "zum Schutz des Athleten" mit einer fünftägigen Sperre belegt und kann deshalb beim Weltcup in Ruhpolding (14. bis 18. Januar) wieder antreten. "Wir haben außerdem wie vorgeschrieben umgehend diverse Dopingtests durchgeführt. Unter anderem EPO- sowie NESP-Bluttests. Die Ergebnisse werden in einem akkreditierten Labor der Welt-Antidopingagentur WADA innerhalb von zwei Wochen ausgewertet", erklärte der Kanadier Jim Carrabre als Chef der Medizinischen Kommission der IBU. "Wir haben zuletzt in den Bergen in Ramsau trainiert. Jeder Mensch verkraftet das Höhentraining anders", begründete Russlands Staffelläufer Nikolai Kruglov den Vorfall.

Schon 2007 aufgefallen
Bereits im Dezember 2007 war Tcherezov bei einer Blutkontrolle in Pokljuka mit einem extrem überhöhten Wert von 18,2 aufgefallen. Ein danach von der IBU vorgenommener Dopingtest sowie mehrere sogenannte Zielkontrollen danach waren jedoch komplett negativ ausgefallen. Der Fünfte des aktuellen Gesamtweltcups begründet seine hohen Hämoglobinwerte mit natürlicher Veranlagung.
Weiterführende Informationen:
Den Biathlon-Weltcup in Oberhof live erleben ...
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Kristin am 09.01.09 17:35 Uhr
Mich ärgert wirklich diese Blauäugigkeit die die meisten Zuschauer an den Tag legen. Die weiterführenden Tests die von der IBU durchgeführt werden sind vollkommen unzureichend. Am Ende ist dem Verband gar nichts daran gelegen Dopingvergehen aufzudecken. Damit schadet sich die IBU nur selber und viele Leute würden viel Geld verlieren. Wirklich leid können einem nur die wenigen Athleten tun die versuchen auf dem legalen Weg gute Resultate zu erzielen.
Ellen am 08.01.09 19:14 Uhr
Ich bin ziemlich enttäuscht von ZDF dass die Reporter verschwiegen haben dass damals in Pokljuka alle anschließenden Kontrollen negativ waren. Die haben zwar gesagt dass er zu hhe Werte hat und bla und dass er schonmal aufgefallen ist aber nicht dass er von allen Dopingvorwürfen freigesprochen wurde!! DAS ist einfach nur manipulativ und zeigt die mangelhafte Recherche dieses TV- Senders!!

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