Neuner gewinnt vor Wilhelm: Domracheva erstmals auf dem Weltcup-Podest
Nadine Gärtner am 16.01.2009 - 16:26 Uhr
Im Ruhpoldinger Damensprint konnte das deutsche Biathlon-Team einen Doppelsieg verbuchen. Trotz einer Strafrunde fuhr Magdalena Neuner ihren ersten Saisonerfolg vor Kati Wilhelm ein.
Neuner wieder gewohnt schnell
Zurück zu alter Stärke: Magdalena Neuner ist wieder da. Nach gesundheitlichen Problemen zu Saisonbeginn ist die 21-jährige Wallgauerin endgültig zu gewohnter Stärke in der Loipe zurückgekehrt und sicherte sich so den Sprintsieg mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung - trotz einer Strafrunde. "Heute ging es bei mir läuferisch sehr sehr gut, ich war nur wenig nervös beim Stehendschießen und da habe ich einfach mein Ding durchgezogen", freute sich die Oberbayerin über ihren ersten Saisonsieg. Kati Wilhelm, die auf der Strecke ständig über die eine Minute hinter ihr gestartete Neuner informiert wurde, konnte sich allerdings auch über den zweiten Rang freuen. "Ich war die ganze Zeit informiert, dass Lena Zeit gutmacht, habe aber alles gegeben auf der letzten Runde und dann waren es die 0,2 Sekunden, die ich dahinter lag. Aber das hat sie auch verdient, vor allem wegen der Strafrunde", blickte Wilhelm auf das Rennen zurück.
Domracheva leistet Wiedergutmachung für Blackout
Eine Dame, die in letzter Zeit für viel Aufsehen sorgte und neuerdings viele Zuschauer interessiert, konnte nun auch durch Leistung punkten: Darya Domracheva. "Sie hat es gut verkraftet und will wieder voll angreifen", hatte Schießtrainer Klaus Siebert vor dem ersten Ruhpolding-Rennen erklärt. Die 22-jährige Weißrussin aus Minsk, die nach dem Fauxpas im Oberhofer Massenstart auch schon im Staffelrennen eine sehr starke Leistung ablieferte, konnte auch heute sowohl in der Loipe als auch am Schießstand überzeugen und lief so verdient erstmals in ihrer Laufbahn auf ein Weltcuppodest. Hinter der zweifachen Junioren-Weltmeisterin von 2005 kam die Östersund-Siegerin Chunli Wang nach tadelloser Schießleistung wieder auf einen sehr guten vierten Rang. Svetlana Sleptsova, Kaisa Mäkäräinen und Ekaterina Iourieva mussten sich nach jeweils einer Strafrunde mit den Plätzen fünf bis sieben begnügen.
Henkel: "Bin wieder auf den Daumen gefallen"
Gleich mehrere DSV-Skijägerinnen mussten heute ungewollten Schneekontakt in Kauf nehmen, Andrea Henkel erwischte es schon gleich nach dem Start - und das besonders schmerzhaft: "Nach dem Loslaufen im Omega hatte ich schon kleine Probleme, da war eine vor mit, die nicht richtig wollte und in der ersten Kurve bin ich dann gestürzt. Kati ist in der Einlaufrunde schon dort gestürzt, die kannte die Eisplatte schon. Aber ich bin wieder genau auf meinen Daumen gefallen, der sich nun etwas beschwert", erklärte Henkel ihren Zeitverlust zu Rennbeginn. Ob der im Herbst gebrochene Daumen erneut ernsthaften Schaden genommen hat, muss noch ärztlich untersucht werden. Trotz aller Schmerzen und zweier Strafrunden kam Andrea Henkel noch als 18. in die Wertung und wurde damit drittbeste Deutsche. Kathrin Hitzer beendete das Rennen nach einem glimpflich verlaufenen Sturz und drei Schießfehlern als 25. äußerst kritisch: "Vielleicht habe ich mich stehend nicht gut genug konzentriert und mich von den Zuschauern ablenken lassen", so die Wahl-Ruhpoldingerin. Ebenfalls im Verfolgungsrennen dabei sein wird Martina Beck, die sich im Vergleich zu Oberhof läuferisch schon wieder sehr viel besser fühlte. Die Mittenwalderin kam nach zwei Fehlern stehend als 37. in die Wertung, während die Oberhoferin Sabrina Buchholz als 73. im Sprint am Sonntag zuschauen muss. Kurzfristig auf einen Sprint-Start verzichten musste Simone Hauswald, die wieder über Achillessehnenprobleme klagt. Zudem kam noch eine Erkältung hinzu.
Neuner wieder gewohnt schnell
Zurück zu alter Stärke: Magdalena Neuner ist wieder da. Nach gesundheitlichen Problemen zu Saisonbeginn ist die 21-jährige Wallgauerin endgültig zu gewohnter Stärke in der Loipe zurückgekehrt und sicherte sich so den Sprintsieg mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung - trotz einer Strafrunde. "Heute ging es bei mir läuferisch sehr sehr gut, ich war nur wenig nervös beim Stehendschießen und da habe ich einfach mein Ding durchgezogen", freute sich die Oberbayerin über ihren ersten Saisonsieg. Kati Wilhelm, die auf der Strecke ständig über die eine Minute hinter ihr gestartete Neuner informiert wurde, konnte sich allerdings auch über den zweiten Rang freuen. "Ich war die ganze Zeit informiert, dass Lena Zeit gutmacht, habe aber alles gegeben auf der letzten Runde und dann waren es die 0,2 Sekunden, die ich dahinter lag. Aber das hat sie auch verdient, vor allem wegen der Strafrunde", blickte Wilhelm auf das Rennen zurück.
Domracheva leistet Wiedergutmachung für Blackout
Eine Dame, die in letzter Zeit für viel Aufsehen sorgte und neuerdings viele Zuschauer interessiert, konnte nun auch durch Leistung punkten: Darya Domracheva. "Sie hat es gut verkraftet und will wieder voll angreifen", hatte Schießtrainer Klaus Siebert vor dem ersten Ruhpolding-Rennen erklärt. Die 22-jährige Weißrussin aus Minsk, die nach dem Fauxpas im Oberhofer Massenstart auch schon im Staffelrennen eine sehr starke Leistung ablieferte, konnte auch heute sowohl in der Loipe als auch am Schießstand überzeugen und lief so verdient erstmals in ihrer Laufbahn auf ein Weltcuppodest. Hinter der zweifachen Junioren-Weltmeisterin von 2005 kam die Östersund-Siegerin Chunli Wang nach tadelloser Schießleistung wieder auf einen sehr guten vierten Rang. Svetlana Sleptsova, Kaisa Mäkäräinen und Ekaterina Iourieva mussten sich nach jeweils einer Strafrunde mit den Plätzen fünf bis sieben begnügen.
Henkel: "Bin wieder auf den Daumen gefallen"
Gleich mehrere DSV-Skijägerinnen mussten heute ungewollten Schneekontakt in Kauf nehmen, Andrea Henkel erwischte es schon gleich nach dem Start - und das besonders schmerzhaft: "Nach dem Loslaufen im Omega hatte ich schon kleine Probleme, da war eine vor mit, die nicht richtig wollte und in der ersten Kurve bin ich dann gestürzt. Kati ist in der Einlaufrunde schon dort gestürzt, die kannte die Eisplatte schon. Aber ich bin wieder genau auf meinen Daumen gefallen, der sich nun etwas beschwert", erklärte Henkel ihren Zeitverlust zu Rennbeginn. Ob der im Herbst gebrochene Daumen erneut ernsthaften Schaden genommen hat, muss noch ärztlich untersucht werden. Trotz aller Schmerzen und zweier Strafrunden kam Andrea Henkel noch als 18. in die Wertung und wurde damit drittbeste Deutsche. Kathrin Hitzer beendete das Rennen nach einem glimpflich verlaufenen Sturz und drei Schießfehlern als 25. äußerst kritisch: "Vielleicht habe ich mich stehend nicht gut genug konzentriert und mich von den Zuschauern ablenken lassen", so die Wahl-Ruhpoldingerin. Ebenfalls im Verfolgungsrennen dabei sein wird Martina Beck, die sich im Vergleich zu Oberhof läuferisch schon wieder sehr viel besser fühlte. Die Mittenwalderin kam nach zwei Fehlern stehend als 37. in die Wertung, während die Oberhoferin Sabrina Buchholz als 73. im Sprint am Sonntag zuschauen muss. Kurzfristig auf einen Sprint-Start verzichten musste Simone Hauswald, die wieder über Achillessehnenprobleme klagt. Zudem kam noch eine Erkältung hinzu.
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