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Berger kam, sah und siegte: Rang sechs für Greis

Biathlon2b Redaktion am 20.12.2008 - 12:29 Uhr
Mit Startnummer 83 mischte der Norweger Lars Berger noch einmal die Konkurrenz auf und torpedierte den sicher geglaubten Sieg seines Landsmannes Alexander Os. Zum ersten Mal schaffte in dieser Saison auch Dmitri Yaroshenko (RUS) den Sprung aufs Podium.

Spannung bis zum Schluss
Während das Wetter bereits am vergangenen Wochenende seine vielen Gesichter präsentierte, mussten sich die Athleten heute dichtem Schneetreiben stellen. Dafür waren die Bedingungen am Schießstand besser als noch in der letzten Woche. Die erste und zweite Startgruppe waren bereits mit Favoriten gespickt und zunächst sah es sah aus, als sollten auch die Herren bis Startnummer 42 das Rennen unter sicher ausmachen. Allen voran Alexander Os (NOR), der den Wettkampf als 22. aufnahm und schon zusammen mit Christoph Sumann nach dem ersten Schießen in Führung lag. Auch ein Fehler beim zweiten Schießen konnte ihn gegenüber der Konkurrenz nicht zurückwerfen. Im Ziel legte er die Bestzeit in 26:00,1 Minuten vor.

Yaroshenko gegen Os
Lediglich der Russe Dmitri Yarochenko, der zehn Minuten später das Rennen aufgenommen hatte, bewies seine Klasse am Schießstand und ging mit Null Fehlern sowie einem Vorsprung von knapp sechs Sekunden vor Os auf die letzte Runde. Doch an die starke Laufleistung des Norwegers kam er nicht heran. Am Ende fehlten zwei Sekunden, um die Führung zu übernehmen. Dritter war bis dahin Vincent Defrasne (FRA), der sein bestes Saisonresultat erzielen sollte.

Berger nicht zu stoppen
Zunächst sah es so aus, als könne niemand mehr den Sieg des Norwegers gefährden. Doch dann machte sein Landsmann Lars Berger mit einem fehlerfreien Liegendschießen auf sich aufmerksam. Dabei profitierte er von der Abwesenheit seiner Teamkollegen Emil Hegle Svendsen und Ole Einar Bjoerndalen, denn so erst war der 29-Jährige zu seinem Einsatz im Herren Sprint gekommen. Diese Chance nutzte er auch beim zweiten Schießen. Er verblüffte Fans sowie Experten gleichermaßen, als er auch dort alle Scheiben weiß zurückließ. Mit 25 Sekunden Vorsprung stürmte er in die letzte Runde und vergrößerte diesen Abstand noch auf 40 Sekunden, um sich im Ziel den vierten Weltcup-Sieg seiner Karriere zu sichern.

Bester Deutscher Michael Greis auf Platz Sechs
Mit Startnummer 89 erreichte Carl Johan Bergmann nach einer Strafrunde und 51 Sekunden Rückstand den vierten Platz. Fünfter wurde letztlich Vincent Defrasne vor dem wieder einmal best platzierten Deutschen Michael Greis. Auch Christoph Sumann, der am Donnerstag bereits im Einzel Sechster wurde, landete mit einem Fehler auf Rang sieben erneut in den Top Ten.

Deutsches Mannschaftsergebnis durchwachsen
Neben Michael Greis auf Position sechs, der zu einem frühen Zeitpunkt mit Startnummer fünf ins Rennen gegangen war und am Schießstand als einziger Deutscher eine tadellose Leistung zeigte, beendeten die weiteren DSV-Starter bei einer großen Leistungsdichte im gesamten Teilnehmerfeld die Plätze 19 (Alexander Wolf, 0+1 Schießfehler), 21 (Christoph Stephan, 0+2), 33 (Michael Rösch, 1+1), 50 (Andreas Birnbacher, 1+1), 62 (Toni Lang, 2+1) und 85 (Daniel Graf 1+0).
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