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Russischer Doppelerfolg im Hochfilzner Einzel: Greis wird Vierter

Nadine Gärtner am 18.12.2008 - 13:26 Uhr
Einen russischen Doppelsieg von Maxim Tchoudov und Ivan Tcherezov sahen die Zuschauer im Einzelwettkampf von Hochfilzen, dem Ersatzausrichter für die Pokljuka/Slowenien. Michael Greis wurde guter Vierter.

Tchoudov legt Richtzeiten vor
Mit der frühen Startnummer 9 ging der Russe Maxim Tchoudov ins Rennen und setzte die Bestmarken auf der Strecke, die später niemand mehr unterbieten konnte. Mit nur einer Strafminute ging der Sieg ungefährdet an den Russen vor seinem Teamkameraden Ivan Tcherezov, der sich zwar einen Fehlschuss mehr leistete, aber überraschend mit den schnellsten Laufzeiten über die Strecke fegte. Björn Ferry bestätigte nach 19 Treffern und dem dritten Rang seinen Aufwärtstrend aus der letzten Woche und verwies damit Michael Greis vom Podest.

Greis zufrieden - Pryma prima!
Nach seinem Auftaktsieg von Östersund und den Rückenproblemen vom vergangenen Wochenende zeigte sich Michael Greis nach der Zieldurchfahrt sehr zufrieden mit seinem Rennen. Der Nesselwanger war wie in jedem Wettkampf dieses Winters bester Deutscher und kam diesmal nach einem Fehlschuss in der zweiten Schießserie als Vierter in die Wertung. Überraschend stark präsentierte sich der Ukrainer Roman Pryma, der sich endlich einmal treffsicher zeigte und zudem auch in der Loipe nur etwa eine Minute auf den Schnellsten Tcherezov liegen ließ. Mit einem wahren Schlussspurt auf der letzten Runde ließ der 27-jährige Sportler seine größten Konkurrenten hinter sich und lief erst zum insgesamt vierten Mal in die Weltcuppunkte.

Sumi verärgert, aber starkes Mannschaftsergebnis
Viel hatte sich auch Christoph Sumann vor heimischer Kulisse vorgenommen und lange Zeit lang der Murauer auf Siegkurs. Wie zuvor angekündigt "klemmte er sich voll rein" und schoss zunächst tadellos. Beim letzten Schießen vergab er mit zwei Fehlern jedoch den Sieg, was sich in seinem Ärger bei der Zielüberquerung wiederspiegelte. Dennoch wird er sich über seinen sechsten Rang im Nachhinein sicher freuen können. Sein Teamkollege Daniel Mesotitsch konnte den hervorragenden Eindruck aus dem Einzel von Östersund als Siebter erneut bestätigen.

Yaroshenko erfüllt ersten Teil der Norm
Die Luft wird langsam dünner für Dmitri Yaroshenko, den russischen Überflieger des Vorwinters. Cheftrainer Alikin setzte ihn und seinen Teamkollegen Andrei Makoveev vor dem dritten Weltcup-Wochenende unter Erfolgsdruck: Zwei Top15-Resultate müssten her, ansonsten wäre der Weltcupplatz für die Januar-Rennen verloren. Zumindest Yaroshenko konnte nun den ersten Teil dieser Norm erfüllen. Hinter Carl Johan Bergman, Christian De Lorenzi, der damit wieder seine Topform unter Beweis stellte, und dem zweiten Ukrainer Olexander Bilanenko konnte sich Yaroshenko als Elfter im Klassement einreihen.



Norweger enttäuschen
Sehr enttäuschend verlief der Wettkampf für die favorisierten Norweger. Zwar leistete sich der Gesamtweltcup-Führende Emil Svendsen wie der zweitplatzierte Tcherezov nur zwei Schießfehler, konnte allerdings diesmal in der Loipe bei Weitem nicht mit den Tagesschnellsten mithalten. So blieb für den 23-Jährigen nur der 18. Rang, drei Positionen hinter Ole Einar Bjoerndalen, der eine 'Fahrkarte' mehr schoss. Dennoch bleibt Svendsen weiter in Gelb, allerdings wird er nun vermutlich eine Trainingspause einlegen. Auch Bjoerndalen plant, nicht alle Rennen an diesem Wochenende 'mitzunehmen'.

Wolf und Lang mischen vorn mit
Zwar hatte Alexander Wolf nach soliden Resultaten nun angreifen wollen, dennoch wird er sich vermutlich etwas mehr erwartet haben, als sein zwölfter Rang in der Endabrechnung. Lange Zeit war auch noch mehr möglich, doch sein insgesamt zweiter Fehler beim letzten Schießen verhinderten das angestrebte Top5-Ergebnis. Sein bestes Weltcup-Ergebnis konnte der ehemalige Skilangläufer Toni Lang erreichen. Der Hauzenberger schoss mit nur drei Fehlern sehr gut und dank der sechstschnellsten Laufzeit reichte es für einen sehr guten 14. Platz - vor Ole Einar Bjoerndalen bei gleicher Schießleistung. Für Andi Birnbacher und Michael Rösch blieben nach jeweils drei Strafminuten als 25. und 29. noch einige Weltcup-Punkte, während Daniel Graf diese als 58. (drei Fehler) wieder deutlich verpasste. Für Christoph Stephan lief am Schießstand nicht allzu viel zusammen, so dass er sich nach sechs zusätzlichen Minuten mit dem 74. Rang begnügen musste.
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