Der Norweger Emil Hegle Svendsen hat das Sprintrennen beim Weltcup-Finale in Oslo gewonnen und somit seinen sechsten Saison-Erfolg gefeiert. Der 22-Jährige verwies Michael Rösch und Fritz Pinter am traditionsreichen Holmenkollen auf die Plätze.
Rösch lange in Führung
Der Altenberger Michael Rösch hat mit Startnummer eins das letzte Sprintrennen des Winters in Angriff genommen. Beide Schießübungen absolvierte er tadellos, im Stehendanschlag räumte er in nur 17,9 Sekunden alle Scheiben ab. Mit 25:44.4 Minuten setzte er die Bestzeit, die lange Bestand hatte. Mit Startnummer 24 kam jedoch der Norweger Emil Hegle Svendsen, der ebenfalls fehlerfrei blieb und eine hervorragende Schlussrunde hinlegte. Mit 1,2 Sekunden Rückstand war er auf die letzte Schleife gegangen und hatte im Ziel erstaunliche 24,5 Sekunden Vorsprung vor Rösch. Bei schwierigen Bedingungen und tiefem Schnee kam der Österreicher Fritz Pinter auf den dritten Rang. Der 30-jährige Tiroler drehte lediglich eine Strafrunde und lag im Ziel 31,1 Sekunden hinter Svendsen. Auf Podestkurs lag auch der Russe Dmitri Yaroshenko, der im Stehendanschlag allerdings auf die falschen Scheiben schoss und somit zehn Strafminuten kassierte.
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Birnbacher und Greis mit guter Ausgangsposition
Trotz leichter gesundheitlicher Probleme haben sich Andi Birnbacher und Michael Greis mit den Rängen sechs und acht eine sehr gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Samstag geschaffen. Der Schlechinger, dem "der nasse Schnee buchstäblich bis zu den Knien stand", drehte nach dem Liegendschießen eine Strafrunde und hatte im Ziel 1:15,8 Minuten Rückstand auf den Sieger. Greis verfehlte insgesamt zwei Scheiben und geht am Samstag 1:24,0 Minuten nach Svendsen ins Verfolgungsrennen über 12,5 Kilometer. Auf dem siebten Rang platzierte sich der Norweger Stian Eckhoff trotz der hohen Startnummer 94 ausgezeichnet. Der 28-Jährige konnte in dieser Saison noch nicht überzeugen und wurde daher nur im Europacup eingesetzt. Vor heimischem Publikum ließ er am heutigen Donnerstag mit nur einem Fehler allerdings aufhorchen.
Toni Lang läuferisch in Topform
Der ehemalige Langläufer Toni Lang hat aufgrund seiner guten Platzierungen im Europacup ein persönliches Startrecht für das Saison-Finale erhalten. Der 24-Jährige überzeugte in der Loipe, verfehlte aber im Liegend- und Stehendanschlag jeweils zwei Scheiben. Mit Rang 38 qualifizierte er sich dennoch deutlich für das Jagdrennen und verpasste die Punkteränge um nur 16 Sekunden. Alexander Wolf drehte insgesamt zwei Strafrunden und kam auf Rang 39. Christoph Stephan schaffte als 44. die Qualifikation für die Verfolgung am Samstag. Carsten Pump und Daniel Graf beendeten den Sprint als 67. und 74. und werden somit über die 12,5 Kilometer nicht zum Einsatz kommen. Trotz seines heutigen 14. Rangs sicherte sich Ole Einar Bjoerndalen die kleine Kristallkugel für den besten "Sprinter" der Saison.