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Biathlon Weltcup Khanty-Mansiysk: Neuner schießt sich zum Sieg

Biathlon2b Redaktion am 28.03.2009 - 15:50 Uhr
Magdalena Neuner hat beim Weltcup-Finale im sibirischen Khanty-Mansiysk ihren dritten Saisonsieg eingefahren. Die Wallgauerin verwies Michela Ponza und Marie Dorin auf die Plätze.

Mit zwei Fehlern unschlagbar
Anders als bei den Herren lief der Start bei den Damen komplikationslos ab und schon nach dem ersten Schießen hieß die Führende trotz einer Strafrunde Magdalena Neuner. Bei "kontrollierbarem" und gleichmäßigem Wind kam die Wallgauerin mit insgesamt zwei Strafrunden aus und gab so die Führung nie mehr her. Zwar ging beim letzten Schießen ein Schuss daneben, doch das konnte nichts an ihrem überlegenen Sieg mit einer halben Minute Vorsprung ändern. "Ich war nicht nervös, habe keine Angst gehabt beim letzten Schießen und so konnte ich die Schlussrunde genießen", erklärte die 22-Jährige nach ihrem dritten Triumph in diesem Winter. "Ich habe mich auch ohne Ohrenstöpsel sehr gut auf mich selbst konzentrieren können. Morgen werde ich noch einmal den dritten Platz im Gesamtweltcup angreifen", kündigte sie kämpferisch an. Auch Bundestrainer Uwe Müßiggang jubelte schon nach dem dritten Schießen über die Leistung seines Schützlings: "Mich hat besonders gefreut, wie sie null geschossen hat und deshalb war ich sehr euphorisch, weil sie den Schießrhythmus angenommen hat. Sie hat sich getraut und hat Mut gezeigt."

Ponza und Dorin stürmen aufs Podium
Was Michela Ponza das erste Mal in dieser Saison gelang, war für die junge Marie Dorin der größte Erfolg ihrer jungen Laufbahn: Der Sprung auf das Podest. Die 30-jährige Südtirolerin bewies einmal mehr eine sehr gute Spätform zum Saisonende und stürmte mit tadelloser Schießleistung vom elften Rang fast ganz nach vorn. Damit setzte die Grödnerin mit dem besten Ergebnis des Winters noch ein Ausrufezeichen unter ihre eigentlich verkorkste Saison und die zahlreichen Diskussionen im italienischen Verband. Dank ihrer wie gewohnt sehr guten Schießleistung schaffte die 22-jährige Marie Dorin aus Frankreich nach nur einer Strafrunde erstmals den Sprung aufs Podest. Auf der Schlussrunde hängten Ponza und Dorin Vita Semerenko um einige Sekunden ab. Die Ukrainerin konnte sich aber den vierten Rang vor Tora Berger und Anna Carin Olofsson-Zidek sichern. Julie Bonnevie-Svendsen, vor dem letzten Schießen noch auf dem Weg zu einer Podiumsplatzierung, wurde nach zwei Strafrunden im letzten Schießen Achte hinter Olga Zaitseva.


Henkel und Beck schieben sich vor
Mit jeweils zwei Strafrunden zeigten auch Andrea Henkel und Martina Beck ein sehr gutes Rennen und schoben sich auf den neunten und zwölften Rang nach vorn. "Ich bin zufrieden mit dem heutigen Wettkampf", erklärte Beck."Ich bin nicht einmal übelst kaputt nach der Saison, sondern eher auf dem aufsteigenden Ast", konstatierte sie weiter vor dem abschließenden Massenstart am Sonntag. Simone Hauswald und Tina Bachmann konnten ihre sehr guten Ergebnisse vom Vortag nicht wiederholen und kämpften nach sieben beziehungsweise sechs Strafrunden im Fotofinish um den 13. Platz. "Ich habe den Trick mit dem Zielwasser verraten, da war der Zauber vorbei!", lachte die Überraschungssiegerin des Sprints. Juliane Döll ließ nach gutem Beginn noch einige Minuten am Schießstand liegen. Die Floh-Seligenthalerin musste insgesamt achtmal kreiseln - allein beim letzten Schießen klappte keine einzige Scheibe um. Sie kam als 27. in die Wertung.

Wilhelm und Jonsson nun punktgleich
In Gelb bleibt weiterhin die Schwedin Helena Jonsson. Zwar liegen Jonsson und Kati Wilhelm nun offiziell punktgleich in Führung, die Skandinavierin hat jedoch mehr Siege auf der Haben-Seite. Berechnet man die Streichergebnisse bereits mit ein, hat aber weiterhin Kati Wilhelm vor dem abschließenden Wettkampf die Nase vorn. Beide Athletinnen zeigten sich heute wie schon in den letzten Rennen sehr nervös und schossen zu oft daneben. Die Deutsche begann schon mit zwei Strafrunden liegend, die sie zunächst deutlich ins Hintertreffen brachten. "Ich habe versucht, nicht gleich aufzugeben, denn es waren ja noch drei Schießen und es hat sich ja noch etwas entwickelt. Ich konnte den Zweikampf eigentlich nie ausblenden, denn darauf konzentriert sich ja auch alles. Da ist es schwierig, sein eigenes Rennen zu machen", erklärte die Thüringerin, die das Rennen auf Position 19 drei Ränge hinter der Schwedin beendete.
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