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Reaktionen nach dem Massenstart der Damen: "Es gibt nichts, was es nicht gibt!"

2b-Sportredaktion am 11.01.2009 - 14:08 Uhr
Den Massenstart gewann Kati Wilhelm vor Olga Medvedtseva und Helena Jonsson. Weitaus mehr Aufsehen erregte jedoch das zweite Schießen von Darya Domracheva. Eigentlich ein Liegendschießen, die Weißrussin zielte jedoch stehend ...

Klaus Siebert, Schießtrainer Weißrussland:
"Es gibt nichts, was es nicht gibt! So auf diese Art habe ich das noch nie erlebt. Dass jemand auf die falschen Scheiben schießt, das kommt ja schon mal vor. Sie war wohl übermotiviert und es wäre mir auch lieber gewesen, wenn sie nicht als Erste zum Schießen gegangen wäre. Dann hätte sie auch gesehen, dass die anderen sich hinlegen (schmunzelt)."

Kati Wilhelm (GER):
"Es ist erst mein zweiter Sieg hier in Oberhof. Das ist grandios, die Stimmung hier ist toll. Nach dem Sprint hatte ich mich geärgert, dass ich da nicht weiter vorne gelandet bin und bin deshalb heute auch mit ein bisschen Wut im Bauch gelaufen. Bei dem Wind heute auf der Strecke - da wusste ich, dass man viel Energie vergeuden kann, wenn man vorne weg rennt. Der Weg zum Ziel auf der langen Geraden ist lang, und wenn ich dann da Olga Windschatten geboten hätte - wer weiß, wie das Rennen ausgegangen wäre. Deshalb habe ich erst am letzten Anstieg attackiert und bin weg gelaufen - obwohl ich da auch nicht mehr die Frischeste war. Aber das waren die Anderen zum Glück ja auch nicht mehr. Es wird immer schwieriger unter die ersten Drei zu kommen, geschweige denn zu gewinnen. Normalerweise gewinne ich im Schnitt zwei Mal in einer Saison, jetzt hab ich schon einmal gewonnen. Der Sieg heute war deshalb wichtig, weil ich auch gesehen habe, dass es klappen kann und nicht wie sonst gerne: „Ah, es hat schon wieder das entscheidende Quäntchen zum Sieg gefehlt"."

Olga Medvedtseva (RUS):
"Der Fehler beim letzten Schießen war bitter enttäuschend für mich. Als die Zuschauer dann hinter mir geschrieen haben, wusst ich, dass da eine deutsche Athletin kommt. Als mich Kati überholt hat, war ich sogar froh, dass ich nicht mehr die Führungsarbeit machen musste. Denn die Bedingungen fand ich heute als sehr schwierig, die Strecke war sehr anstrengend. Natürlich habe auf der letzten Runde an den Zweikampf mit Kati bei den Olympischen Spielen von Salt Lake 2002 gedacht. Damals war ich aber viel stärker, und auch wenn ich fast auf der Strecke gestorben wäre, wusste ich, dass ich mich würde durchsetzen können. Diesmal war alles umgekehrt. Ich bin froh über meine guten Resultate in dieser Saison, das erinnert mich immer mehr an die alte Olga Pyleva. Das Gefühl von früher kommt langsam wieder zurück. Es wird zwar wohl dieses Jahr nicht mehr ganz so werden wie früher, aber hoffentlich im nächsten Jahr. Ich bin auch nicht mehr ganz so jung. Den Jungen fällt das viel einfacher."

Helena Jonsson (SWE):
"Nach dem letzten Schießen hatte ich Lena Neuner knapp hinter mir - das ist eine der schlimmsten Dinge, die einem im Biathlon passieren können. Ich habe nur versucht, meinen dritten Platz zu verteidigen."
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