Am kommenden Wochenende findet der letzte Biathlon-Weltcup des Winters am Holmenkollen statt. Kurz vor Saison-Ende gaben Trainer und Athleten ihre Statements ab:
Uwe Müßiggang (Damen-Bundestrainer):
"Die Mannschaft ist gesund, das ist das Allerwichtigste und nach den ganzen Reisestrapazen nicht unbedingt selbstverständlich. Denn nachdem unser Flugzeug in Sibirien zunächst einmal repariert werden musste, dauerte die Anreise nach Oslo alles in allem über 15 Stunden. Was den Gesamtweltcup betrifft, denke ich, ist noch immer alles offen für die drei möglichen Kandidatinnen. Ich hoffe nur, dass wir zum Abschluss noch einmal vernünftige Rennen durchführen können. Zur Zeit sind die Bedingungen grenzwertig."
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Norbert Baier (sportlicher Leiter und Technisch-Deligierter der IBU):
"Sehr viel schwieriger könnten die Bedingungen in Oslo kaum sein. Im Augenblick versuchen wir mit Drainagen den Wassermassen, die sich durch den Dauerregen im Stadion ansammeln, Herr zu werden. Die Strecke selbst sieht nicht so schlecht aus. Das Hauptproblem wird sicher das Stadion werden. Noch bin ich vorsichtig optimistisch, dass wir alle Rennen regulär durchführen können. Wenn das Wetter allerdings so bleibt, wird es schwierig werden."
Michael Greis:
"Nachdem es mich in Khanty noch einmal mit einer Erkältung erwischt hat, hoffe ich, dass ich die letzten Rennen der Saison gesund durchkomme. Im letzten Massenstart ging es ja schon wieder deutlich besser, auch wenn noch nicht alles optimal war. Aber zumindest läuferisch war ich mit rund 2,5 Prozent Rückstand auf die Tagesbestzeit wieder in Schlagdistanz. Durch die Ausfälle bin ich im Gesamtweltcup auf den sechsten Platz zurückgefallen. Mein Ziel ist es, mich in den nächsten Wettbewerben noch auf den fünften Platz vorzuarbeiten."
Magdalena Neuner:
"Ich versuche, nicht zu viel an den Gesamtweltcup zu denken, sondern einfach noch einmal drei vernünftige Rennen zu laufen. Dann wird man sehen, was raus kommt. Einerseits ist es toll, dass gleich zwei Deutsche noch die Möglichkeit haben, den Gesamtweltcup zu gewinnen. Andererseits ist es sicher einfacher, wenn die Konkurrenz aus einem anderen Land kommt. Denn Andrea oder einer anderen aus unserer Mannschaft würde ich es ganz genauso gönnen."
Andrea Henkel:
"Die Chancen auf den Gesamtsieg sind zwar noch da, aber mir ist bewusst, dass ich es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen kann. Von daher ist die Situation ähnlich wie im letzten Jahr. Ich bin da ja schon erprobt. Lena ist zur Zeit läuferisch top drauf, Sandrine vor allem im Schießen, und bei mir müsste die nächsten drei Rennen eben alles passen. Aber ehrlich gesagt bin ich ohnehin froh, noch soweit vorne im Weltcup zu stehen. Denn die Saison war - bis auf die WM - nicht unbedingt so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe dieses Jahr einfach viel zu viele Schießfehler gemacht. Das muss wieder anders werden."