Interviews mit den Erstplatzierten der Sprint-Rennen
Biathlon2b Redaktion am 07.03.2008 - 14:34 Uhr
Die Sprint-Rennen im russischen Khanty Mansiysk fanden zum Auftakt des Weltcups am Donnerstag, dem 6. März statt. Die drei Erstplatzierten gaben nach dem Wettkampf ihre Statements ab:
Ole Einar Bjoerndalen:
Es war für mich heute ein optimales Rennen - ein Vergnügen zu laufen. Besonders wenn man bedenkt, dass es auf der Strecke geschneit hat. Ich freue mich sehr über diesen Sieg. Es ist sehr wichtig für mich, nicht nur weil ich jetzt die kleine Kristallkugel für die Sprintwertung gewonnen habe. Ich bin jetzt sehr nahe an dem Rekord von Ingemar Stenmark, der 86 Weltcup-Siege erreicht hat. Ich habe momentan 81 und bis zum Ende der Saison sind noch fünf Rennen, welch ein Zufall (lächelt). Aber es ist jetzt wichtiger für mich, dass ich nach meiner Krankheit und dem ausgelassenen Weltcup in Pyeong Chang wieder fit bin. Das Ergebnis zeigt, dass ich wieder in einem guten Zustand bin. Ich weiß, dass in Khanty Mansiysk oft sehr frostige Temperaturen herrschen, aber ich hatte nie Angst vor der Kälte.
Anzeige
Emil Hegle Svendsen:
Ich bin froh, dass ich in der Lage war, heute den zweiten Rang hinter meinem Teamkollegen Ole Einar zu belegen. Ich habe ein großes Ziel: Es soll alles so bleiben, wie es momentan ist. Ich habe in dieser Saison gezeigt, dass ich gute Resultate erzielen kann. Dass ich heute gemeinsam mit Ole Einar auf dem Podest stehe, ist für mich eine Motivation für meine weitere sportliche Entwicklung.
Andrei Makoveev:
Die Strecken hier in Khanty Mansiysk liegen mir sehr gut. In den vergangenen Jahren habe ich an gleicher Stelle auch schon Medaillen gewinnen können. Es war nicht einfach am Schießstand, die Ergebnisse waren sehr knapp und die Konkurrenz sehr stark. Außerdem waren meine Eltern und Freunde hier, so dass ich zusätzlich aufgeregt war. Verglichen mit Bjoerndalen und Svendsen hatte ich einen leichten Vorteil, weil ich hinter den beiden gestartet bin. Aber ich konnte diesen Vorteil nicht nutzen, weil ich einen Fehler geschossen habe. Auf der Strecke lief es bis zum Schluss super. Danke an unsere Techniker, die in der ganzen Saison hervorragende Arbeit leisten. Unsere Mannschaftsleistung war sehr gut, auch in der Verfolgung und im Massenstart werden wir um den Sieg mitkämpfen.
Magdalena Neuner:
Im vergangenen Jahr habe ich hier in Khanty auch gewonnen, diese Stadt bringt mir Glück. Heute bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das Rennen war wunderbar. Ich war schnell in der Loipe, besonders auf der letzten Runde. Dort habe ich alle Kräfte mobilisiert. Den Fehler im Stehendschießen habe ich nicht bemerkt, ich habe nichts gehört wegen meiner Ohrstöpsel. Ich durfte mir nur einen Fehler erlauben, mehr hätte ich nicht kompensieren können. Die Saison war sehr anstrengend und wenn sie beendet ist, werde ich zwei Wochen Urlaub machen.
Sandrine Bailly:
Ich bin sehr glücklich mit meinem Sprint-Rennen. Besonders mit meiner fehlerfreien Schießleistung. Ich bin rundum zufrieden mit dem Wettbewerb. Ich mag Khanty Mansiysk, es ist eine sehr gute Strecke hier und auch der Schießstand ist gut. Zwar gibt es einige schwierige Anstiege, aber ich komme gut damit zurecht. An gleicher Stelle habe ich im Jahr 2003 die Verfolgung bei der Weltmeisterschaft gewonnen, das werde ich nie vergessen. Ich hoffe, dass ich dieses Mal auch Glück in der Verfolgung habe.
Albina Akhatova:
Ich freue mich, dass das Rennen so gut ausgegangen ist, obwohl ich ein paar Probleme mit der Anpassung hatte. Mein Gefühl war am Start nicht so gut, ich dachte nicht, dass es so ein gutes Resultat wird. Ich habe das Herren-Rennen gesehen, das gute Schießen und Laufen von Ole Einar Bjoerndalen und Emil Hegle Svendsen. Ich bin besonders erfreut darüber, dass ich nur sechs Sekunden Rückstand auf Sandrine Bailly habe. Die ersten Weltcups dieser Saison habe ich nicht bestritten, weil ich noch nicht wieder in Höchstform war und mich darauf konzentriert habe, erst dann wieder einzusteigen wenn ich fit bin. Nichtsdestotrotz bin ich sehr müde, in einem Monat haben wir neun Wettkämpfe, da ist es schwer sich zu erholen.