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Stimmen zu den Verfolgung: "Ich hatte das Ding eigentlich schon abgeschrieben"

Biathlon2b Redaktion am 28.03.2009 - 16:25 Uhr
Im prall gefüllten Biathlon-Stadion von Khanty Mansiysk haben sich Emil Hegle Svendsen und Magdalena Neuner bei idealen äußeren Bedingungen die Siege in den Verfolgungen gesichert.

Emil Hegle Svendsen (NOR):
Weil ich soviele Rennen auslassen musste, habe ich jetzt noch viel Energie. Deshalb fühle ich mich noch so frisch. Ich will jetzt noch einmal zeigen, was ich kann. Es ist toll, wieder auf dem Podium zu stehen. Erst muss man den Berg hoch, dann geht es ein langes Stück durchs Stadion - da muss man noch hart arbeiten. Der Puls ist dann sehr hoch. Ich habe beim Stehendschießen am ganzen Körper gezittert.

Ole Einar Bjoerndalen (NOR):
Emil und ich trainieren manchmal zusammen, wissen also um die Stärke des jeweils anderen. Heute haben wir gegeneinander gekämpft. Auf der letzten Runde haben wir zusammengearbeitet, aber auf der Ziellinie will natürlich keiner verlieren.

Christoph Sumann (AUT):
Ich bin die ganze Saison über gut gelaufen - ohne Unterbrechung, auf einem hohen Level. Das ist schon überraschend. Ich habe gestern viel am Schießstand trainiert, damit ich mehr Selbstvertrauen bekomme. Nach meinen beiden Fehlern im ersten Stehendschießen war ich deshalb ein wenig niedergeschlagen, war anschließend nicht mehr so konzentriert. Ich hatte deshalb etwas Angst, es nicht mehr aufs Podium zu schaffen. Aber beim letzten Schießen wusste ich dann, dass die Scheiben fallen würden. Ich habe nicht so schnell geschossen, aber getroffen. Dann konnte ich mich auf der letzten Runde etwas ausruhen.

Michael Greis (GER):
Ich wusste, dass Ferry der schnellere Schlussläufer ist. Im Kopf hatte ich das Ding eigentlich schon abgeschrieben.


Uwe Müßiggang (GER), Bundestrainer Damen:
Nicht nur, dass sie Null geschossen hat, hat mich gefreut, sondern vor allem wie sie es gemacht hat. Sie ist aggressiv rangegangen, hat den Rhythmus angenommen und selbstbewusst durchgezogen.

Magdalena Neuner (GER):
Das ist ein tolles Gefühl, wenn die Scheiben auch beim Stehendschießen umfallen.

Michela Ponza (ITA):
Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich kann es auch nicht erklären. Ich war bis zur letzten Woche überhaupt nicht in Form, aber ich bin froh, dass es doch noch geklappt hat, auch wenn die Saison jetzt fast zu Ende ist. Besser spät als nie. Die Saison war sehr schwierig für mich. Mein Schießen war immer ganz gut, aber nicht meine Laufform. Heute war ich ein bisschen müde, aber jetzt geht es mir besser als je zuvor in dieser Saison. Das gibt mir für das nächste Jahr viel Selbstvertrauen. Die Trainer und Techniker haben für uns alle sehr hart gearbeitet, egal ob wir vorne oder hintern waren. Ich bin froh, dass ich ihnen mit diesem zweiten Platz danken kann.

Marie Dorin (FRA):
Ich habe bis zum Ziel nicht gemerkt, wie gut meine Ergebnisse waren. Ich bin sehr glücklich, und alle im französischen Team freuen sich mit mir. Für sie war das genauso überraschend wie für mich.
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