Specials Eventspecials Biathlon-WM Antholz Splitter

Rene Laurent Vuillermoz

Markus Windisch

Christian DeLorenzi

Willi Pallhuber

Michela Ponza

Karin Oberhofer

Die großen und kleinen Probleme der Azzurri

Viktoria Franke am 05.02.2007 - 10:17 Uhr

Der sogenannten Heim-Vorteil ist wohl doch eher eine Geschichte, die die Trainer Abends ihren Schützlingen erzählen, damit diese unbesorgt einschlafen. Es hat schon nicht bei der Fussball-Nationalmannschaft klappen wollen, genau so wenig klappt es bei der italienischen Biathlon-Nationalmannschft. Und dabei keimten gestern kurz noch einmal Hoffnungen auf, dass es so etwas wie einen Heimvorteil doch geben könnte, als die deutschen Handballer Weltmeister wurden.

Doch schauen wir auf die "Azzurri". Im Sprint lief noch alles relativ gut für die Mannschaft, mit Rene Laurent Vuillermoz und Christian DeLorenzi zwei Italiener unter den besten 11. Die Lokalmatadoren Willy Pallhuber und Markus Windisch auf 24 und 47. Pallhuber hatte sich mehr vorgenommen bei seiner letzten WM, "doch manchmal klappt es halt nicht so, wie es klappen soll!"

Und nun gestern ein Rennen voller Pannen für die Italiener. Während die anderen noch auf der Strecke waren, lief Markus Windisch schon bedrückt im Aufwärmbereich herum. Cheftrainer Paolo Riva hatte ihn aus dem Rennen genommen, nachdem klar geworden war, dass ein Defekt an Windischs Waffe Grund für seine vielen Fehler beim Schießen war.

"DeLo" hatte das größte Pech, als sich in einer Abfahrt seine Bindungsplatte vom Ski löste. Erst nach mehreren hundert Metern konnte ihm ein Ersatzski übergeben werden.

Vuillermoz verfehlte bei den letzten beiden Schießeinlagen insgesamt fünf Scheiben, ging ein paar Sekunden vor Mannschaftskollegen Pallhuber auf die Schlussrunde. Schulterzuckend überquerte Vuillermoz schließlich die Ziellinie, 11 Sekunden hinter seinem zehn Jahre älteren Landsmann, dem er auf der Strecke anscheinend nichts mehr entgegen zu setzen hatte.

Die Mädels hingegen machten es da besser: Michela Ponza glänzte mit einem sechsten und einem achten Rang, stets strahlend überfuhr sie die Ziellinie. Doch auch sie hätte zumindest im Sprint eine bessere Platzierung erreichen können, wäre ihr da nicht eine andere Läuferin auf den Stock getreten - dieser Zwischenfall hat sie leider wichtige Sekunden gekostet.
Und Katja Haller und Karin Oberhofer kamen stets unter die besten 50 - für Haller die besten WM-Platzierungen ihrer Karriere, für WM-Neuling Oberhofer ein gelungener Einstieg.

Nun ruhen die Hoffnungen der Jungs auf dem Einzelwettkampf, um mit Michela mithalten zu können. Wie drückte es "Willy the Kid" aus? "Schießen können wir ja, nur zeigen sollten wir es mal."


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