Am Rande der Biathlon-WM in Antholz gab es trotz mehr als zufriedenstellender Resultate der einheimischen Biathleten Grund zur Klage für den neuen italienischen Biathlonchef Paolo Riva.
Kaum finanzielle Unterstützung
Riva muss mit äußerst bescheidenen Möglichkeiten auskommen, wie auch andere Wintersportarten wird auch die Sparte Biathlon nur mit sehr geringen Geldmitteln unterstützt. "Wir haben nicht einmal einen Mannschaftssponsor. Das zeigt, dass der Verband keine gute Marketing-Abteilung hat", klagte Riva gegenüber den "Dolomiten" und zeigte auf seine Mannschaftsbekleidung ohne Aufschriften.
Mangelnde Kooperation zwischen Langlauf und Biathlon
Noch mehr stört den ehemaligen Junioren-Weltmeister im Langlauf jedoch die mangelnde Kooperation zwischen den Sektionen Biathlon und Langlauf. "In Italien herrscht immer noch die Mentalität, dass es ein Abstieg ist, vom Langlauf zum Biathlon zu wechseln. Das muss endlich aus den Köpfen heraus", forderte Riva. So habe zum Beispiel der Langläufer Freddy Schwienbacher vor einigen Jahren im Sommer Biathlon trainiert und sich mit dem Kleinkaliber als sehr geschickt erwiesen. Zu einem Wechsel hatte sich der 31jährige damals aber nicht durchringen können. Der Ultener wurde im Herbst nicht im italienischen Langlaufkader berücksichtigt und kam in diesem Winter bislang nur auf zwei Weltcupeinsätze. "Schwienbacher könnte jetzt hier sein und die Mannschaft verstärken", meinte Riva.