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Doping

Namensliste im Blutdoping-Skandal aufgetaucht

Biathlon2b Redaktion am 16.02.2008 - 10:02 Uhr

Seit den Enthüllungen eines ARD-Mitarbeiters im Januar wurde viel gemutmaßt. Nun wurde erstmals eine Namensliste mit den Anschuldigungen in Verbindung gebracht.

Anonyme Anzeige belastet Athleten
Grundlage der seit vorgestern aufgekommenen neuen Doping-Diskussion im Hinblick auf das angebliche Blutdoping-Labor der Wiener Firma Humanplasma ist eine anonyme Anzeige beim österreichischen Bundeskriminalamt, die aktuell von der Staatsanwaltschaft geprüft wird. Beschuldigt werden etwa 30 SportlerInnen, darunter neben Österreichern auch angeblich wieder mehrere prominente ehemalige und aktive Deutsche.

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Versicherungsbetrug als Straftatbestand
Aufgrund des fehlenden Antidopinggesetzes in Österreich wäre eine Anzeige von Dopingvorgängen wahrscheinlich erst gar nicht weiterverfolgt worden. Die anonyme Anzeige weißt aber auf den Tatbestand des Versicherungsbetrugs hin. Demnach seien die Bluttransfusionen, die angeblich seit 2000 in Wien und Linz durchgeführt wurden, über Zusatzversicherungen abgerechnet worden.

Liste wird nicht veröffentlicht
Da die Ermittlungen momentan noch laufen, wird die Namensliste und die genaueren Inhalte der Anzeige seitens der Staatsanwaltschaft nicht veröffentlicht. Dennoch veröffentlichte die Wiener Zeitung "Österreich" in ihrer heutigen Ausgabe eine Liste, in der sich auch zehn Namen deutscher Wintersportler wiederfinden. Dazu der Pressesprecher des DSV, Stefan Schwarzbach, gegenüber "Bild": "Das ist Rufmord. Mehr als eine eidesstattliche Erklärung können die Athleten nicht abgeben. Wir schrecken vor weiteren rechtlichen Schritten nicht zurück."

Quelle: www.ftd.de, www.derstandard.at, www.bild.de


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