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Martina Glagow

Andrea Henkel

Kati Wilhelm

Ole Einar Bjoerndalen

Tora Berger

Dmitri Iarochenko

Fritz Pinter

Vincent Defrasne

Björn Ferry

Biathlon-Weltcup in Kontiolahti

Nadine Gärtner am 03.12.2007 - 09:08 Uhr

Das erste Weltcup-Wochenende in Kontiolahti ist nun Geschichte. Man sah ein starkes, wenn auch nicht zu überlegenes deutsches Damenteam und einige Favoriten, die noch nach ihrer Form suchen...

Deutsche Damen stark - Herren patzen am Schießstand
Das erste Weltcup-Wochenende zeigte vor allem drei DSV-Biathletinnen in Siegform: Die Mittenwalderin Martina Glagow, die sich mit zwei Siegen und einem dritten Platz das Gelbe Trikot sicherte, ihre Zimmerkollegin Andrea Henkel, die nach einem 18. Rang im Einzel anschließend Vierte und Zweite wurde, und Kati Wilhelm. Auch der Rotschopf hatte im Einzel noch mit Problemen zu kämpfen, steigerte sich dann aber deutlich. Im Sprint verfehlte sie den Sieg knapp um drei Zehntel und auch in der Verfolgung lag sie auf Siegkurs, als sie durch klemmende Patronen beim letzten Schießen viel Zeit verlor und auf den sechsten Rang zurückfiel. Simone Denkinger bewies als Dritte des Auftaktrennens ebenfalls starke Form, die folgenden Rennen beendete sie in den Top10.
Bei den deutschen Herren mussten andere in die Bresche springen, als die Stars am Schießstand patzten. Weder bei Michael Greis noch bei Michael Rösch lief es am ersten Weltcup-Wochenende richtig rund, vor allem am Schießstand mussten sie zu viele Fehler hinnehmen. So sprangen andere in die Bresche, wie der Thüringer Daniel Graf, der im Einzel als Fünfter sein bisher bestes Weltcupresultat ablieferte. Auch der Altenberger Carsten Pump konnte sich im Vergleich zu früheren Einsätzen steigern und im Sprint erstmals den Sprung aufs Podest schaffen.

Rosige Aussichten für Norweger
Auch die Norweger können positiv in die Zukunft schauen. Zwar dominiert Ole Einar Bjørndalen noch nicht so sehr wie erwartet, da er beim Auftakt mit sechs Fehlschüssen nur 29. wurde, doch in Sprint und Verfolgung fuhr er noch einen Sieg und einen zweiten Rang ein. Doch auch andere Athletinnen und Athleten dieser Langlauf- und Biathlon-Nation konnten überzeugen: allen voran Tora Berger, die als einzige mit den deutschen Damen mithalten konnte und zwei dritte Plätze sowie ihren ersten Weltcupsieg einfuhr. Einen Podestplatz fuhr zudem auch Halvard Hanevold für die Skandinavier ein, Alexander Os wurde Vierter und die neuen Namen im Team, Rune Bratsveen und Solveig Rogstad überzeugten mit einem fünften und einem siebten Rang.

Russen stark in Form
Die Russen dürfen sich ebenfalls bereits über Top-Platzierungen und einen Sieg von Ivan Tcherezov im Verfolger freuen. Gemeinsam mit Dmitri Iarochenko, der im Einzelwettkampf ein weiteres Topresultat vergab, als er auf die falschen Scheiben zielte, ist er bisher als der konstanteste Russe zu bezeichnen. Überraschend stark präsentierte sich auch Alexey Churine, der bislang nur beim Weltcupfinale in Kahnty-Mansiysk zum Einsatz gekommen war. Diesmal wurde er Sechster im Einzel und kämpfte sich in der Verfolgung vom 20. auf den siebten Platz nach vorn. Bei den russischen Damen ist dagegen noch keine konstante Größe zu erkennen. Tatiana Moiseeva und Ekaterina Iourieva lieferten jedoch schon ein gutes Resultat ab.

Österreicher stark in Kontiolahti
Als überraschend stark erwiesen sich auch die Österreicher, die das Kontiolahti-Wochenende als drittstärkste Nation bei den Herren hinter Russland und Norwegen beendete. Einen besonders guten Eindruck hinterließ Fritz Pinter, der derzeit Dritter im Gesamtweltcup ist und sich wie im letzten Winter in starker Frühform befindet. Doch auch seine Teamkollegen Simon Eder und Daniel Mesotitsch ließen aufhorchen, während Christoph Sumann von Rückenbeschwerden gehandicapt war. Erstmals seit Jahren waren auch wieder zwei ÖSV-Damen im Weltcup dabei, die sich als 82. und 83. der neuen IBU-Punkteliste für die Heimrennen in Hochfilzen qualifizierten.

Positive Resultate und andere Überraschungen
Der sechste Sieg des Wochenendes ging an Vincent Defrasne aus Frankreich, der jedoch in den übrigen Entscheidungen nicht ganz vorn mitmischen konnte. Sandrine Bailly, die sich erst Anfang Oktober eine Fraktur des Handgelenks zuzog, erwies sich als überraschend stark. Sie kam immer in die Top10, was angesichts dieser Verletzung in der letzten Vorbereitungsphase eine herausragende Leistung ist. Auch die Finninnen Kaisa Mäkäräinen und Kaisa Varis überzeugten in einem Rennen, wobei gerade bei der Neu-Biathletin Varis die vielen Schießen in Einzel und Verfolgung gute Platzierungen verhindern. Während man eher chinesische Damen im Vorderfeld vermutet hatte, setzten sich vor allem die Herren durch. Chengye Zhang rangierte sich dreimal unter den ersten 13 ein. Die schwedischen Fahnen hält bisher vor allem der seit Monaten unter Schmerzen laufende Björn Ferry hoch, der zweimal das Podest verfehlte. Zwar wurde auch Schwedens Hoffnung Nummer 1, Anna Carin Olofsson, einmal Vierte, weist aber ansonsten sowohl am Schießstand wie auch im Laufen noch nicht ihre Topform auf.


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