Bergman sichert Staffel-Erfolg für Schweden: DSV-Team auf dem Podest
Biathlon2b Redaktion am 15.03.2009 - 20:33 Uhr
Das schwedische Quartett hat sich beim Biathlon-Weltcup auf den Olympiastrecken von 2010 in Whistler/Vancouver den Sieg in der Staffel gesichert. Auf der Schlussrunde verwies Carl Johan Bergman die Franzosen und die DSV-Youngster auf die Plätze.
Bergman sichert schwedischen Triumph
Ihrem Schlussläufer Carl Johan Bergman verdanken es die Skandinavier, dass sie als Sieger aus diesem wichtigen Test vor den Olympischen Winterspielen hervorgehen konnten. Während des gesamten Rennens musste sich das Quartett von Trainer Wolfgang Pichler in der Besetzung David Ekholm, Mathias Nilsson, Fredrik Lindström und Carl Johan Bergman mit der Verfolgerrolle begnügen und lag meist eine halbe Minute hinter der Spitze. Dies änderte sich als die 19-jährige Nachwuchshoffnung Lindström Schlussläufer Bergman ins Rennen schickte, der sich durch tadellose Schießleistung und gute Laufzeit immer weiter nach vorne schob. Als der Schwede auf der letzten Runde attackierte, konnte ihm der Franzose Simon Fourcade nicht mehr folgen, so dass sich Vincent Jay, Vincent Defrasne, Martin und Simon Fourcade mit dem sehr guten zweiten Rang begnügen mussten.
Norweger verschießen den Sieg
Lange Zeit auf Siegkurs lag allerdings die norwegische Mannschaft, die mit Frode Andresen, Ronny Hafsas, Lars Berger und Schlussläufer Alexander Os äußerst risikoreich aufgestellt war. Zunächst schlugen sich die insgesamt als unsichere Kantonisten am Schießstand bekannten Athleten jedoch sehr gut und Andresen, Hafsas und auch Berger liefen einen deutlichen Vorsprung von einer Minute heraus. Trotz einer Strafrunde stehend von Lars Berger blieben die Skandinavier in Front bis zum allerletzten Schießen: Eine weitere Extrarunde von Alex Os warf das Team auf den undankbaren vierten Rang zurück, den sie auch im Ziel vor den enttäuschenden Österreichern belegten.
Deutschland mit überraschendem Aufgebot
Eine etwas überraschende Aufstellung wählte der deutsche Bundestrainer Frank Ullrich: Er berief mit dem 20-jährigen Simon Schempp, dem 22-jährigen Daniel Böhm und dem fast 22-jährigen Arnd Peiffer gleich drei Shooting-Stars in sein Staffel-Quartett. Komplettiert wurde das Team durch Schlussläufer Michael Rösch. Was nach den Namen vielleicht noch eine Überraschung ist, ist nach einem Blick auf die letzten Ergebnisse in Kanada der Nominierten gar nicht mehr erstaunlich: Mit Ausnahme von Rösch, der sich nach seinen letzten Ergebnissen nicht zufrieden zeigte und vor dem leicht kränkelnden Michael Greis den Vorzug bekam, zählen jedoch alle drei Youngster zu den stärksten Deutschen in Vancouver.
Starker dritter Platz für DSV-Skijäger
"Ganz faszinierend. Ein Riesenkompliment an die jungen Burschen, wie sie heute gekämpft haben", freute sich Bundestrainer Frank Ullrich über seinen richtigen Riecher mit der Teamzusammenstellung. Die deutschen Skijäger blieben von Beginn an in Schlagdistanz zu den führenden Norwegern. "Ich habe im Liegendschießen noch einen rausrepetiert, aber stehend war wieder in Ordnung und auch läuferisch nicht ganz schlecht", resümierte Startläufer Simon Schempp sein Rennen, in dem er auf Sicherheit schießen wollte, was nicht ganz gelang. Als Neunter schickte er Daniel Böhm auf die Reise, der wie sein Oberharzer Kollege Arnd Peiffer die Laufbestzeit seiner Runde setzte - vor den laufschnellen Norwegern Ronny Hafsas und Lars Berger. "Ich habe mich sehr gut gefühlt, hatte wieder super Material und dann ging es hintenraus nochmal richtig gut. Aber ich hatte auch nach den drei Nachladern stehend das Gefühl, noch etwas gutmachen zu müssen", schmunzelte Böhm. Der 22-Jährige hatte nach dem Liegendschießen ein volles Magazin verloren, das er sich von einem Helfer beim zweiten Schießen reichen lassen musste. So zeigte er sich auf der Runde und auch beim Stehendanschlag etwas verunsichert, vermied aber dennoch die Strafrunde. Schon er wechselte an sehr guter dritter Stelle an Arnd Peiffer, der das DSV-Team bis zum Wechsel auf Schlussläufer Michael Rösch noch auf den zweiten Rang brachte. Nun war es an dem erfahrenen Altenberger, die Mannschaft nach dem Patzer des Norwegers möglicherweise sogar noch zum Sieg zu führen, was aber nicht ganz gelang. "Ich habe weder mitgekriegt, wer neben mir stand, noch dass ich im Sprint drei Fehler stehend geschossen habe, das habe ich alles verdrängt gehabt", lachte der 25-Jährige später über sein letztes Schießen, wo sich jedoch zwei Nachlader nicht vermeiden ließen. Als guter Dritter erreichte der Sachse das Ziel hinter Bergmann und Fourcade, zu denen er nicht mehr aufschließen konnte.
Böhm bleibt beim Team
Nach seinen sehr guten Leistungen in Kanada scheint Daniel Böhm nun seinen Platz im deutschen Weltcup-Team gesichert zu haben. Er reist in den kommenden Tagen mit der Nationalmannschaft nach Trondheim, wo ab Donnerstag der nächste Weltcup ansteht. Für Simon Schempp ist nun eine kurze Regenerationsphase in der Heimat angesagt. Der Junior wird in Trondheim vermutlich von dem wiedergenesenen Andi Birnbacher ersetzt, wird aber nach bisheriger Planung beim Saisonfinale in Khanty-Mansiysk wieder einen Platz im Team finden, wie der Bundestrainer ankündigte.
Bergman sichert schwedischen Triumph
Ihrem Schlussläufer Carl Johan Bergman verdanken es die Skandinavier, dass sie als Sieger aus diesem wichtigen Test vor den Olympischen Winterspielen hervorgehen konnten. Während des gesamten Rennens musste sich das Quartett von Trainer Wolfgang Pichler in der Besetzung David Ekholm, Mathias Nilsson, Fredrik Lindström und Carl Johan Bergman mit der Verfolgerrolle begnügen und lag meist eine halbe Minute hinter der Spitze. Dies änderte sich als die 19-jährige Nachwuchshoffnung Lindström Schlussläufer Bergman ins Rennen schickte, der sich durch tadellose Schießleistung und gute Laufzeit immer weiter nach vorne schob. Als der Schwede auf der letzten Runde attackierte, konnte ihm der Franzose Simon Fourcade nicht mehr folgen, so dass sich Vincent Jay, Vincent Defrasne, Martin und Simon Fourcade mit dem sehr guten zweiten Rang begnügen mussten.
Norweger verschießen den Sieg
Lange Zeit auf Siegkurs lag allerdings die norwegische Mannschaft, die mit Frode Andresen, Ronny Hafsas, Lars Berger und Schlussläufer Alexander Os äußerst risikoreich aufgestellt war. Zunächst schlugen sich die insgesamt als unsichere Kantonisten am Schießstand bekannten Athleten jedoch sehr gut und Andresen, Hafsas und auch Berger liefen einen deutlichen Vorsprung von einer Minute heraus. Trotz einer Strafrunde stehend von Lars Berger blieben die Skandinavier in Front bis zum allerletzten Schießen: Eine weitere Extrarunde von Alex Os warf das Team auf den undankbaren vierten Rang zurück, den sie auch im Ziel vor den enttäuschenden Österreichern belegten.
Deutschland mit überraschendem Aufgebot
Eine etwas überraschende Aufstellung wählte der deutsche Bundestrainer Frank Ullrich: Er berief mit dem 20-jährigen Simon Schempp, dem 22-jährigen Daniel Böhm und dem fast 22-jährigen Arnd Peiffer gleich drei Shooting-Stars in sein Staffel-Quartett. Komplettiert wurde das Team durch Schlussläufer Michael Rösch. Was nach den Namen vielleicht noch eine Überraschung ist, ist nach einem Blick auf die letzten Ergebnisse in Kanada der Nominierten gar nicht mehr erstaunlich: Mit Ausnahme von Rösch, der sich nach seinen letzten Ergebnissen nicht zufrieden zeigte und vor dem leicht kränkelnden Michael Greis den Vorzug bekam, zählen jedoch alle drei Youngster zu den stärksten Deutschen in Vancouver.
Starker dritter Platz für DSV-Skijäger
"Ganz faszinierend. Ein Riesenkompliment an die jungen Burschen, wie sie heute gekämpft haben", freute sich Bundestrainer Frank Ullrich über seinen richtigen Riecher mit der Teamzusammenstellung. Die deutschen Skijäger blieben von Beginn an in Schlagdistanz zu den führenden Norwegern. "Ich habe im Liegendschießen noch einen rausrepetiert, aber stehend war wieder in Ordnung und auch läuferisch nicht ganz schlecht", resümierte Startläufer Simon Schempp sein Rennen, in dem er auf Sicherheit schießen wollte, was nicht ganz gelang. Als Neunter schickte er Daniel Böhm auf die Reise, der wie sein Oberharzer Kollege Arnd Peiffer die Laufbestzeit seiner Runde setzte - vor den laufschnellen Norwegern Ronny Hafsas und Lars Berger. "Ich habe mich sehr gut gefühlt, hatte wieder super Material und dann ging es hintenraus nochmal richtig gut. Aber ich hatte auch nach den drei Nachladern stehend das Gefühl, noch etwas gutmachen zu müssen", schmunzelte Böhm. Der 22-Jährige hatte nach dem Liegendschießen ein volles Magazin verloren, das er sich von einem Helfer beim zweiten Schießen reichen lassen musste. So zeigte er sich auf der Runde und auch beim Stehendanschlag etwas verunsichert, vermied aber dennoch die Strafrunde. Schon er wechselte an sehr guter dritter Stelle an Arnd Peiffer, der das DSV-Team bis zum Wechsel auf Schlussläufer Michael Rösch noch auf den zweiten Rang brachte. Nun war es an dem erfahrenen Altenberger, die Mannschaft nach dem Patzer des Norwegers möglicherweise sogar noch zum Sieg zu führen, was aber nicht ganz gelang. "Ich habe weder mitgekriegt, wer neben mir stand, noch dass ich im Sprint drei Fehler stehend geschossen habe, das habe ich alles verdrängt gehabt", lachte der 25-Jährige später über sein letztes Schießen, wo sich jedoch zwei Nachlader nicht vermeiden ließen. Als guter Dritter erreichte der Sachse das Ziel hinter Bergmann und Fourcade, zu denen er nicht mehr aufschließen konnte.
Böhm bleibt beim Team
Nach seinen sehr guten Leistungen in Kanada scheint Daniel Böhm nun seinen Platz im deutschen Weltcup-Team gesichert zu haben. Er reist in den kommenden Tagen mit der Nationalmannschaft nach Trondheim, wo ab Donnerstag der nächste Weltcup ansteht. Für Simon Schempp ist nun eine kurze Regenerationsphase in der Heimat angesagt. Der Junior wird in Trondheim vermutlich von dem wiedergenesenen Andi Birnbacher ersetzt, wird aber nach bisheriger Planung beim Saisonfinale in Khanty-Mansiysk wieder einen Platz im Team finden, wie der Bundestrainer ankündigte.
Weiterführende Informationen:
| Ergebnis: Weltcup Vancouver/Whistler (CAN) Staffel Herren |
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