Weltcup-Premiere in Pyeong Chang steht bevor
Nadine Gärtner am 26.02.2008 - 11:20 Uhr
Lang und beschwerlich war die Reise, doch inzwischen sind alle Aktiven zur Premiere des Biathlon-Weltcups im koreanischen Pyeong Chang angekommen.
Anreise mit Pannen
Warten, warten, warten... davon können viele Biathleten, darunter auch Deutsche und Österreicher, nun ein Lied singen. Denn Wartezeit gab es mehr als genug auf dem Weg ins ferne Asien. Über 24 Stunden dauerte die anstrengende Reise, bis die Athleten endlich erschöpft in ihre Hotelbetten fallen konnten. Auch mit dem Waffentransport gab es Probleme. Erneut waren die Chinesen betroffen und müssen aufgrund von Transportschäden um einen Start bangen.
Baustellen und selektive Strecken
Im kommenden Winter wird Pyeong Chang Gastgeber der Biathlon-Weltmeisterschaft sein. Aktuell gleicht Pyeong Chang einer Baustelle, rund herum wird neu gebaut, neue Stadien für Langlauf, Skispringen und so weiter. Auch die bisher für alle Aktiven unbekannten Strecken sind sehr selektiv und "brutal schwierig". Da die Rennen in Korea zur optimalen mitteleuropäischen Biathlon-Zeit ausgetragen werden, ist eine gute Ausleuchtung der "autobahnbreiten" Strecken sehr wichtig und wird auch gewährleistet.
Auch Pyeong Chang nicht schneesicher
Zweimal hat sich Pyeong Chang für Olympische Spiele beworben, zweimal bekamen sie nicht den Zuschlag. Einer der Punkte, auf den die Südkoreaner in ihren Bewerbungen bauten, sind die aufgrund der Lage der Stadt im größten Gebirgszug Koreas langen und schneesicheren Winter. Doch auch in Korea hinterlässt der Klimawandel Spuren und der Schnee ist derzeit in der etwa 700m hoch gelegenen Region von Pyeong Chang nicht so reichlich vorhanden wie in anderen Jahren. Bislang liegen die Temperaturen jedoch im deutlichen Minusbereich, allerdings soll es in den nächsten Tagen wärmer werden. Auch der Wind könnte laut aktuellen Prognosen an den Wettkampftagen wieder eine entscheidende Rolle spielen und Rennen beeinflussen. Insgesamt ist tagsüber mit Sonnenschein, zu den Bewerben mit klarem Himmel zu rechnen. Für die nächsten Stunden ist noch leichter Schneefall angesagt, der die Kunstschnee-Strecke etwas bedecken wird. Insgesamt sind die Bedingungen nicht optimal, da immer wieder Sand auf die Strecke geweht wird, was die Strecke langsam macht.
Ohne deutsche Europacup-Starter nach Korea
Nach der WM ist es theoretisch möglich, die besten Drei der EC-Wertung mit persönlichem Startrecht ungeachtet der nationalen Quote von maximal sieben Startern im Weltcup an den Start zu schicken. Doch die Reise ist weit nach Korea und zeitgleich mit der Abreise fand noch die Europameisterschaft in Nove Mesto statt, bei der die EC-Besten Juliane Döll, Anne Preussler und Jenny Adler noch bis zum Sonntag um Medaillen kämpften. So konnte diese Chance auf Weltcup-Einsätze nicht genutzt werden und auch der Weltcup in Khanty-Mansiysk fällt für die drei DSV-Athletinnen aufgrund der direkten Weiterreise von Korea nach Sibirien aus. Sie werden nun nur beim Weltcupfinale am Holmenkollen zum Einsatz kommen. Dagegen nutzen die Norweger ihren Startplatz für den EC-Führenden Ronny Hafsås und auch die Franzosen reisten mit dem Gesamt-Zweiten Alexis Bœuf nach Pyeong Chang und nutzten somit zumindest einen der beiden namensgebundenen Startplätze.
Weltmeister reisen als Favoriten nach Korea
Nach der erfolgreichen WM in Östersund sind selbstverständlich auch die neuen Titelträger bei den kommenden Weltcuprennen sehr zu beachten. Als einer der Topfavoriten geht der Norweger Emil Svendsen ins Rennen, doch vor allem der Russe Maxim Tchoudov und seine Landsleute wollen es ihm sehr schwer machen. Ole Einar Bjørndalen muss wegen einer Erkrankung die Rennen in Korea auslassen. Er sollte eigentlich von München mit nach Asien fliegen, leidet jedoch an einer Erkältung mit Halsschmerzen, gab das norwegische Fernsehen am Wochenende bekannt. Michael Greis blieb nach seiner Erkältung bei der WM in Östersund ohne Einzelmedaille und will nun wieder voll angreifen. Dieses Ziel hat auch Alexander Wolf, der nach seiner Bronzemedaille an die starken WM-Leistungen anknüpfen will. Bei den Damen gelten dagegen die Gold-Damen Andrea Henkel, Magdalena Neuner, Kati Wilhelm sowie die Russin Ekaterina Iourieva als Topfavoritinnen. Während Martina Glagow an einer Erkältung laboriert und ihr Einsatz zumindest in Sprint und Verfolgung fraglich ist, verzichtete die junge Russin Svetlana Sleptsova aus die beschwerliche Reise und bereitet sich dagegen speziell auf ihren Heimweltcup in Khanty-Mansiysk vor, wo sie voll angreifen will. Außerdem könnten nach den letzten Eindrücken auch Tora Berger und Albina Akhatova vorn mitmischen.
Alle Rennen live im Ticker
Für die WM-Generalprobe in Pyeong Chang ist neben Sprint und Verfolgung auch eine Mixed-Staffel auf dem Programm. Die Sprints der Herren und Damen beginnen am Mittwoch und Donnerstag um jeweils 10 Uhr MEZ, was 18 Uhr Ortszeit in Korea entspricht. Eine Stunde später beginnen die Verfolgungen und die Staffel jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag. Von allen Entscheidungen werden wir selbstverständlich in unserem Liveticker berichten.
Anreise mit Pannen
Warten, warten, warten... davon können viele Biathleten, darunter auch Deutsche und Österreicher, nun ein Lied singen. Denn Wartezeit gab es mehr als genug auf dem Weg ins ferne Asien. Über 24 Stunden dauerte die anstrengende Reise, bis die Athleten endlich erschöpft in ihre Hotelbetten fallen konnten. Auch mit dem Waffentransport gab es Probleme. Erneut waren die Chinesen betroffen und müssen aufgrund von Transportschäden um einen Start bangen.
Baustellen und selektive Strecken
Im kommenden Winter wird Pyeong Chang Gastgeber der Biathlon-Weltmeisterschaft sein. Aktuell gleicht Pyeong Chang einer Baustelle, rund herum wird neu gebaut, neue Stadien für Langlauf, Skispringen und so weiter. Auch die bisher für alle Aktiven unbekannten Strecken sind sehr selektiv und "brutal schwierig". Da die Rennen in Korea zur optimalen mitteleuropäischen Biathlon-Zeit ausgetragen werden, ist eine gute Ausleuchtung der "autobahnbreiten" Strecken sehr wichtig und wird auch gewährleistet.
Auch Pyeong Chang nicht schneesicher
Zweimal hat sich Pyeong Chang für Olympische Spiele beworben, zweimal bekamen sie nicht den Zuschlag. Einer der Punkte, auf den die Südkoreaner in ihren Bewerbungen bauten, sind die aufgrund der Lage der Stadt im größten Gebirgszug Koreas langen und schneesicheren Winter. Doch auch in Korea hinterlässt der Klimawandel Spuren und der Schnee ist derzeit in der etwa 700m hoch gelegenen Region von Pyeong Chang nicht so reichlich vorhanden wie in anderen Jahren. Bislang liegen die Temperaturen jedoch im deutlichen Minusbereich, allerdings soll es in den nächsten Tagen wärmer werden. Auch der Wind könnte laut aktuellen Prognosen an den Wettkampftagen wieder eine entscheidende Rolle spielen und Rennen beeinflussen. Insgesamt ist tagsüber mit Sonnenschein, zu den Bewerben mit klarem Himmel zu rechnen. Für die nächsten Stunden ist noch leichter Schneefall angesagt, der die Kunstschnee-Strecke etwas bedecken wird. Insgesamt sind die Bedingungen nicht optimal, da immer wieder Sand auf die Strecke geweht wird, was die Strecke langsam macht.
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Ohne deutsche Europacup-Starter nach Korea
Nach der WM ist es theoretisch möglich, die besten Drei der EC-Wertung mit persönlichem Startrecht ungeachtet der nationalen Quote von maximal sieben Startern im Weltcup an den Start zu schicken. Doch die Reise ist weit nach Korea und zeitgleich mit der Abreise fand noch die Europameisterschaft in Nove Mesto statt, bei der die EC-Besten Juliane Döll, Anne Preussler und Jenny Adler noch bis zum Sonntag um Medaillen kämpften. So konnte diese Chance auf Weltcup-Einsätze nicht genutzt werden und auch der Weltcup in Khanty-Mansiysk fällt für die drei DSV-Athletinnen aufgrund der direkten Weiterreise von Korea nach Sibirien aus. Sie werden nun nur beim Weltcupfinale am Holmenkollen zum Einsatz kommen. Dagegen nutzen die Norweger ihren Startplatz für den EC-Führenden Ronny Hafsås und auch die Franzosen reisten mit dem Gesamt-Zweiten Alexis Bœuf nach Pyeong Chang und nutzten somit zumindest einen der beiden namensgebundenen Startplätze.
Weltmeister reisen als Favoriten nach Korea
Nach der erfolgreichen WM in Östersund sind selbstverständlich auch die neuen Titelträger bei den kommenden Weltcuprennen sehr zu beachten. Als einer der Topfavoriten geht der Norweger Emil Svendsen ins Rennen, doch vor allem der Russe Maxim Tchoudov und seine Landsleute wollen es ihm sehr schwer machen. Ole Einar Bjørndalen muss wegen einer Erkrankung die Rennen in Korea auslassen. Er sollte eigentlich von München mit nach Asien fliegen, leidet jedoch an einer Erkältung mit Halsschmerzen, gab das norwegische Fernsehen am Wochenende bekannt. Michael Greis blieb nach seiner Erkältung bei der WM in Östersund ohne Einzelmedaille und will nun wieder voll angreifen. Dieses Ziel hat auch Alexander Wolf, der nach seiner Bronzemedaille an die starken WM-Leistungen anknüpfen will. Bei den Damen gelten dagegen die Gold-Damen Andrea Henkel, Magdalena Neuner, Kati Wilhelm sowie die Russin Ekaterina Iourieva als Topfavoritinnen. Während Martina Glagow an einer Erkältung laboriert und ihr Einsatz zumindest in Sprint und Verfolgung fraglich ist, verzichtete die junge Russin Svetlana Sleptsova aus die beschwerliche Reise und bereitet sich dagegen speziell auf ihren Heimweltcup in Khanty-Mansiysk vor, wo sie voll angreifen will. Außerdem könnten nach den letzten Eindrücken auch Tora Berger und Albina Akhatova vorn mitmischen.
Alle Rennen live im Ticker
Für die WM-Generalprobe in Pyeong Chang ist neben Sprint und Verfolgung auch eine Mixed-Staffel auf dem Programm. Die Sprints der Herren und Damen beginnen am Mittwoch und Donnerstag um jeweils 10 Uhr MEZ, was 18 Uhr Ortszeit in Korea entspricht. Eine Stunde später beginnen die Verfolgungen und die Staffel jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag. Von allen Entscheidungen werden wir selbstverständlich in unserem Liveticker berichten.
Fotoserie: Weltcup-Premiere in Pyeong Chang steht bevor













