Zum ersten Mal findet in den kommenden Tagen ein Biathlon-Weltcup in Südkorea statt. Für die Athleten war die Reise nach Pyeong Chang sehr anstrengend, doch sie sind neugierig und gespannt auf das, was dort auf sie zukommt:
Norbert Baier:
"Die Anreise nach Korea war für alle Beteiligten sehr beschwerlich. Nachdem das Flugzeug bereits mit einer mehrstündigen Verspätung gestartet war, fielen auf dem langen Flug auch noch zeitweise die Toiletten aus. Auch die Einreisemodalitäten und Kontrollen von Waffen und Munition dauerte ungewöhnlich lange und stellte alle Sportlerinnen und Sportler auf eine echte Geduldsprobe. Was die Wettkampfanlagen betrifft scheint hier alles weitestgehend im grünen Bereich zu sein. Man merkt den Organisatoren zwar an, dass sich noch keine große Erfahrung besitzen, aber alle sind bemüht, die Wettkämpfe so gut wie möglich durchzuführen. Unterkünfte und Essen sind nach meinen Informationen ebenfalls soweit in Ordnung, wenngleich sich der ein oder andere sicher noch an die asiatische Küche gewöhnen muss. Das Wetter scheint ebenfalls mitzuspielen. Heute Vormittag hatten wir minus 14 Grad und leichten Schneefall. Die nächsten Tage soll es zwar etwas wärmer werden, die durchaus selektiven Strecken bestehen aber aus reinem Kunstschnee und sollten deshalb auf alle Fälle halten."
Michael Greis:
"Nach der WM habe ich erst einmal ein paar Tage nur ganz locker trainiert. Wie bei den meisten von uns war mein Gewehr noch mit dem Bus unterwegs, so dass ich ohnehin erst am Donnerstag zum ersten Mal wieder schießen konnte. In Korea geht es für mich zunächst einmal darum, mich wieder schnell in die Wettkämpfe rein zu finden, um möglichst noch einmal in die Form zu kommen, die ich in Ruhpolding und Antholz hatte. Wäre schön, wenn es noch das ein oder andere Mal mit einer Top-Platzierung klappt. Denn im Kampf um den dritten Platz im Gesamtweltcup ist das letzte Wort noch nicht gesprochen."