Specials Eventspecials Biathlon WM Östersund

WM 2008 in Östersund

Andrea Henkel

Ekaterina Iourieva

Ole Einar Bjoerndalen

Emil Svendsen

Alexander Wolf

Die Medaillengewinner

Sieger Herren

Maxim Tchoudov

Zuschauermenge

Weltmeisterschaft in Östersund 2008

Kathleen Lindau am 18.02.2008 - 11:25 Uhr

Mit dem Massenstart der Herren und der Damen-Staffel ging am 17. Februar die Biathlon-Weltmeisterschaft in Östersund zu Ende. Organisatoren und Funktionäre sprechen von einer durchweg gelungenen WM, die zudem ihr 50-jähriges Jubiläum feierte.

Östersund hat Vertrauen gerechtfertigt
Im Jahr 1970 war Östersund das erste Mal Ausrichter der Biathlon-Weltmeisterschaft, wobei damals ausschließlich Herren an den Start gingen und die Sportart der Internationalen Union für Modernen Fünfkampf angehörte. In diesem Jahr feierte die Biathlon-WM ihren 50. Geburtstag. Die 60.000 Einwohner zählende Stadt im schwedischen Jämtland erhielt von der Internationalen Biathlon Union das Vertrauen und die Verantwortung, die 42. Weltmeisterschaft auszutragen. Dies ist allen Beteiligten mit Bravour gelungen, Funktionäre und Organisatoren ziehen eine durchaus positive Bilanz. Östersund hat sich als Veranstalter bewährt und ist in der Lage, zukünftig im Weltcup-Kalender dauerhaft präsent zu sein. Aufgrund der Modernisierung und des Umbaus der gesamten Anlage ist zudem der Zuschaueraufmarsch überraschend positiv zu bewerten. "Es sind insgesamt dreimal mehr Besucher gekommen als wir erhofft hatten", stellte IBU-Präsident Anders Besseberg aus Norwegen fest.

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Eine DSV-Athletin kam durch
Am 8. Februar wurde die 42. Biathlon-Weltmeisterschaft feierlich eröffnet. Einen Tag später kämpften die Aktiven zum ersten Mal um Medaillen. Aus deutscher Sicht war es ein Auftakt nach Maß, als Andrea Henkel im Sprint über 7,5 Kilometer die gesamte Konkurrenz deklassierte und Weltmeisterin wurde. Die anderen DSV-Läuferinnen schafften den Sprung in die Top 10 leider nicht. Die Verfolgung über 10 Kilometer konnte die 30-Jährige Thüringerin ebenfalls für sich entscheiden und freute sich über ihr insgesamt fünftes WM-Gold. Drei weitere DSV-Athletinnen konnten sich unter den besten Zehn platzieren. Der Einzelwettbewerb konnte aufgrund eines starken Sturmes nicht wie geplant am Mittwoch stattfinden und wurde verschoben. Am Donnerstag war es dann Martina Glagow, die über 15 Kilometer eine weitere Medaille für den deutschen Skiverband beisteuerte. Hinter der Russin Ekaterina Iourieva sicherte sie sich Silber und somit ihre insgesamt zehnte Medaille bei Weltmeisterschaften. Im Massenstart schlug dann die Stunde der 21-Jährigen Magdalena Neuner. Die Ausnahmeläuferin lieferte sich eine spannende letzte Runde mit Norwegens Tora Berger. "So eine schwere Schlussrunde habe ich noch nie erlebt, Tora hat immer wieder angegriffen. Aber jetzt bin ich einfach nur überglücklich", freute sich die nunmehr sechsfache Weltmeisterin im Ziel. Zum Abschluss zeigten die deutschen Damen eine Meisterleistung und gewannen Staffel-Gold vor den Überraschungszweiten aus der Ukraine.

Nur eine Einzel-Medaille für DSV-Herren
Für die deutschen Herren verlief diese Weltmeisterschaft nicht ganz nach Plan. Im Sprintwettbewerb über 10 Kilometer blieb die erhoffte Medaille aus. Beim Sieg des derzeit stärksten Läufers, Maxim Tchoudov, wurde Michael Rösch als bester DSV-Athlet Fünfter. Tags darauf konnte sich Alexander Wolf nach einer hervorragenden Schlussrunde jedoch die Bronzemedaille in der Verfolgung sichern. Der Einzel über 20 Kilometer verlief aus deutscher Sicht enttäuschend, aufgrund zu vieler Fehler am Schießstand rückten die Podestränge in weite Ferne. Auch im Massenstart über 15 Kilometer verpassten die DSV-Herren die Medaillen deutlich. An der Spitze spielte sich unterdessen ein wahres Drama ab, die beiden Norweger Emil Hegle Svendsen und Ole Einar Bjoerndalen lieferten sich ein packendes Finish, welches erst auf der Zielgeraden zugunsten Svendsens entschieden wurde. Einen spannenden Zieleinlauf sahen die Zuschauer auch im Staffelwettbewerb über 4 x 7,5 Kilometer. Während Russland den Sieg in trockenen Tüchern hatte, lieferten sich die Quartetts aus Deutschland und Österreich einen Kampf um die Bronzemedaille, den Schlussläufer Michael Greis dann knapp für sich entscheiden konnte.

Mixed-Staffel gewinnt an Bedeutung
Auch wenn einige Nationen nicht ihre besten Athleten in der Mixed-Staffel aufstellten, gewinnt dieser noch junge Wettbewerb sowohl bei Athleten als auch bei den Trainern immer mehr an Bedeutung. Auch die deutschen Starter Sabrina Buchholz, Magdalena Neuner, Andreas Birnbacher und Michael Greis gingen mit dieser gewissen Ernsthaftigkeit an den Start und wurden mit dem Titel belohnt. "Für mich hat diese Goldmedaille dieselbe Bedeutung wie ein Sieg mit der normalen Staffel", betonte Neuner und auch Herren-Bundestrainer Frank Ullrich stellt fest: "Die Mixedstaffel ist durchaus ein attraktiver Wettbewerb, dessen Stellenwert gestiegen ist". Auch was den Medaillenspiegel betrifft, haben die deutschen Athleten die Nase vorne. Mit insgesamt fünf Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen haben sie dieses Ranking vor Norwegen gewonnen. Die Russen kamen auf Rang Drei, sammelten aber mit insgesamt elf Medaillen die Meisten.


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