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Henkel

Andrea Henkel

Andrea Henkel zu Weltmeisterschaften und Saisonverlauf

DSV am 07.02.2008 - 10:44 Uhr

Andrea Henkel zählt derzeit mit Kati Wilhelm zu den konstantesten Damen im Biathlon-Weltcup. Auch für die Weltmeisterschaften hat sich die Thüringerin selbstverständlich einiges vorgenommen.

Gute und schlechte Phasen im Schießen
In Hochfilzen und Pokljuka hatte ich diesmal ein kleines Zwischentief im Schießen. Dort fabrizierte ich auf einmal sehr viele Fehler im Stehendanschlag, was mich doppelt ärgerte, weil normalerweise eher das Liegendschießen meine etwas schwächere Disziplin ist. Spätestens mit Antholz scheint sich das Problem aber wieder erledigt zu haben. Denn dort habe ich in drei Wettkämpfen nur zweimal daneben geschossen. Es geht also wieder! Keine Ahnung warum! Beim Schießen gibt es eben gute und schlechte Phasen.
Generell bin ich mit dem Winter aber schon zufrieden. Immerhin bin ich zur Zeit Zweite im Gesamtweltcup. Nach Antholz hatte ich zwar ein wenig Husten, aber ansonsten bin ich sehr gut durch das Jahr gekommen. Wenn ich an Östersund denke, dann fallen mir immer die Kurven in den Abfahrten ein. Das ist manchmal ganz schön gefährlich. Ohne Waffe auf dem Rücken ist es meistens kein Problem, aber im Wettkampf – vor allem wenn es eisig ist - dann sind diese Ecken ziemlich knifflig. Kurz vor dem Schießstand bin ich dort auch schon einmal gestürzt. Sonst passt mir Östersund aber ganz gut. Vergangenes Jahr bekam ich dort zum ersten Mal in meinem Sportlerleben das Gelbe Trikot – obwohl ich während des gesamten Weltcupwochenendes kein einziges Mal auf dem Podest gestanden hatte.
An die Weltcupführung werde ich diesmal sicher überhaupt nicht denken. Priorität hat eine Einzelmedaille – egal wo, denn es gibt noch ein paar, die in meiner Sammlung fehlen. Außerdem wollen wir natürlich auch wieder mit der Staffel auf`s Treppchen. Maskottchen habe ich keins mehr. Man wird ja irgendwann realistisch. Meine Schwester Manu behauptet allerdings, dass ich nur dann gut bin, wenn sie nicht zuschaut. Ich habe aber ehrlich gesagt kein Problem damit, wenn sie es doch tut...

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Uwe Müßiggang: "Nach den Ergebnissen aus dem letzten Jahr etwas verwöhnt"
Andrea war anfangs der Saison ein wenig unzufrieden - wobei wir Trainer die ersten Wettkämpfe eigentlich gar nicht so negativ gesehen haben. Aber sie war aufgrund der überragenden Ergebnisse aus dem letzten Jahr vielleicht auch ein wenig "verwöhnt" gewesen. Sie hat sich wieder eine klare persönliche Zielstellung formuliert. Wenn sie an den Start geht, dann wird sie sicher um die Medaillen mitlaufen können und wollen. Als Titelverteidigerin ist sie für den Massenstart gesetzt. Andrea wird außerdem auch aller Wahrscheinlichkeit nach im Sprint/Verfolger zum Einsatz kommen.


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