Der Start in die Saison war für Andi Birnbacher mit einem mehrfachen Bänderriss alles andere als optimal. Dennoch kann er mit seinen bisherigen Platzierungen zufrieden sein. Für die WM in Östersund hat er sich einiges vorgenommen.
Die Strecken in Östersund taugen mir grundsätzlich
"Wenn man mit einem mehrfachen Bänderriss im rechten Sprunggelenk in die Saison geht, dann kann man nicht unbedingt von einem Traumstart sprechen. Alles in allem bin ich aber noch ziemlich gut davongekommen. Im Wettkampf spüre ich eigentlich gar nichts mehr. Nur beim Wetterumschwung tut der Fuß noch weh und auch was die Beweglichkeit betrifft, ist noch nicht alles hundertprozentig. Trotz der Verletzung, wegen der ich drei Rennen pausieren musste, bin ich zur Zeit auf dem zwölften Platz im Gesamtweltcup. Damit kann ich sicherlich zufrieden sein, auch wenn ich das ein oder andere Mal noch ein bisschen Pech beim Schießen hatte. Sowohl im Laufen als auch im Schießen habe ich mich aber soweit ganz ordentlich stabilisiert. Die etwas längere Vorbereitungszeit bis zur WM kam mir persönlich ganz besonders gelegen. Ich konnte noch einmal zwei Blöcke Grundlagen trainieren, ehe ich in Ridnaun wieder die ersten schnelleren Einheiten absolviert habe. Das war auch mit Blick auf die abschließenden drei Weltcupwochen noch einmal wichtig für mich. Am Material oder beim Schießen habe ich keine Änderungen vorgenommen. Vor einem Saisonhöhepunkt möchte ich nicht groß herumexperimentieren, da muss ich auf Altbewährtes vertrauen können. Die Strecken in Östersund taugen mir grundsätzlich. An den Schießstand kommt man über die Abfahrt nicht mit einer ganz so brutalen Belastung. Damit bin ich eigentlich immer ganz gut zurecht gekommen. Für die Weltmeisterschaften habe ich mir eine Einzelmedaille vorgenommen. In welchem Rennen ist für mich sekundär. Wenn ich gut drauf bin, dann kann es überall klappen. Außerdem möchte ich mit der Staffel Gold gewinnen. Das ist zwar ein hohes Ziel, aber aus meiner Sicht absolut nicht unrealistisch. Ganz einfach weil wir es drauf haben. An welcher Position ich in der Staffel laufe, ist mir prinzipiell ziemlich egal. Nur dabei sein möchte ich unbedingt! Für die WM-Tage haben sich meine Eltern und ein paar Spezl`n in Schweden angekündigt."
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Zunächst Start im Sprint und Verfolger
Frank Ullrich: "Was Andi in diesem Jahr trotz seiner Verletzung erreicht hat, verdient wirklich höchste Anerkennung. Seine Ausgangsposition bei dieser WM ist eigentlich besser als im vergangenen Jahr. Man spürt in jeder Trainingseinheit, dass er hoch motiviert ist. Wichtig wird sein, dass er seinen Ehrgeiz in positive Energie umwandeln kann und sich nicht selbst blockiert. Dann ist er definitiv in der Lage, wieder ganz nach vorne zu laufen. Andi wird zunächst im Sprint und Verfolger starten. Über die weiteren Einsätze werden wir vor Ort entscheiden."