Alexander Wolf zeigte ein bravoröses Rennen und sicherte den DSV-Herren damit die erste Medaille. Auch Michael Rösch zeigte wieder ein starkes Rennen. Zudem äußerten sich auch Bjoerndalen und Tchoudov zu ihrem Rennen.
Frank Ullrich:
Ich habs ihm heute zugetraut. Ich wusste, der Alexander war unwahrscheinlich fokussiert und er hatte sich eigentlich im Sprint schon deutlich mehr vorgenommen und hat auch heute einen enormen Biss entwickelt. Er hat noch ein bisschen gehadert mit sich, aber ich habe versucht, ihn noch etwas aufzubauen. Und er hat sich heute bravorös in Szene gesetzt und hat es sich stark erkämpft. Und das ist es auch, was Alexander ausmacht, wenn er so eine Kampfform aufgenommen hat. Man hat es ja zum Schluss gesehen im Endspurt, das war faszinierend. Er hat es genau richtig gemacht auf der Schlussrunde und ich habe am Anfang erst gedacht, vielleicht ist er doch ein klein wenig müde. Aber er hat dann aus sich heraus so viel Emotionen entwickeln können und so hatte ich es mir eigentlich auch vorgestelllt. Riesen Kompliment, klasse! Es ist eine Signalwirkung für das ganze Team, dass wir erstmal eine Medaille haben und nun werden wir weiter angreifen. Wenn Michael Greis gesund wird, wird er auf jeden Fall in der Mixed-Staffel laufen und dann werden wir noch einen Zweiten finden, der dann mit ihm gemeinsam die Mixed-Staffel bestreitet.
Alexander Wolf:
Frust war heute weniger dabei, ich wusste, dass ich was kann. Die Trainer haben mich noch einmal aufgebaut und auch meine Freundin daheim. Ich bin jetzt erstmal überglücklich. Ich hab gemerkt, bei meinem Trainer Mark vorbei hat der Iarochenko richtig Gas gegeben. Da hab ich gedacht "Ruhig bleiben, ruhig bleiben, der wird auch noch langsamer". Ich hab dann gemerkt, wie er oben hat Körner liegen lassen und hab gedacht "jetzt greif ich an und jetzt ist er kaputt und dann geh ich gleich vorbei". Ich hab volles Risiko beim letzten Schießen geschossen, weil ich wusste, der Halvard hat vorne einen hängen lassen, die anderen Zwei sind mit Null weg. Es ist aufgegangen. Ich kam von 19 hinten und musste erstmal die Grundlage legen und konnte nicht so viel Risiko gehen und mit den zweimal Null liegend habe ich mich erstmal in die Situation gebracht, um nach vorne hin anzugreifen und um die Medaillen mitzukämpfen.
Michael Rösch:
Ist der Hammer, ich habs oben in der Kurve gesehen, dass der Ali vorn war und ich hab mich so gefreut, dass ich ganz vergessen hab anzugreifen und da ist der Russe fast weggefahren. Ich hab mich wirklich total gefreut für den Ali und hab auch selbst ein gutes Rennen gemacht, denke ich. Ist schon okay.
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Ole Einar Bjoerndalen (NOR):
Fünf Treffer beim letzten Anschlag waren wirklich gut für mich. Ich wusste, dass Maxim auf der letzten Runde sehr schnell sein würde. Deshalb brauchte ich die fünf Treffer. In dieser Saison ist es sehr viel schwieriger geworden, Rennen zu gewinnen. Inzwischen gibt es sehr viel mehr Jungs, die einen Sieg einfahren können. Die Strecken in Östersund sind sehr schmal. Und sie sind sehr schnell. Ich bin einen 10 km Sprint in meiner ganzen Karriere noch nie so schnell gelaufen. Vielleicht waren es auch nicht ganz 10 km. Ich würde gerne an der Mixed Staffel teilnehmen, aber da muss ich heute Abend zuerst einmal mit meinem Trainer sprechen.
Maxim Tchoudov (RUS):
Im Moment fühle ich mich wirklich fit, aber die Müdigkeit kommt sicher noch, da bin ich sicher. Ich habe Ole auf der letzten Runde nicht verfolgt. Ich habe meinen Vorsprung gegenüber denen verteidigt, die mich verfolgt haben. Ich wusste, dass ich es nie schaffen würde, Ole 20 Sekunden abzunehmen. Jeder Athlet weiß, dass das unmöglich ist.