Statements von Martina Glagow vor den Weltmeisterschaften
DSV am 07.02.2008 - 10:23 Uhr
Mit zwei Siegen begann Martina Glagow den Weltcup-Winter, doch dieses Niveau konnte sie nicht zuletzt durch gesundheitliche Probleme nicht halten. Was wird zu den Weltmeisterschaften drin sein?
Stark angefangen, aber auch stark nachgelassen
Stark angefangen – stark nachgelassen. So in etwa kann man meinen Winter bislang beschreiben. Nach einem guten Saisonstart hat es mich über Weihnachten voll erwischt und ich musste insgesamt rund zehn Tage wegen Problemen mit den Nasennebenhöhlen pausieren. Eigentlich hatte ich schon gedacht, dass es in Oberhof und Ruhpolding wieder besser geht. Aber fit und gesund ist etwas anderes. Mittlerweile ist glücklicherweise beim Laufen wieder die Kraft zurückgekommen. Jetzt habe ich das Gefühl, wie ich es ungefähr vor der Saison im November hatte. Im Vorbereitungslehrgang habe ich jedenfalls wieder ziemlich hart trainiert. Und zeitweise war ich ganz schön platt. Mal schauen, wie es dann bei der WM läuft.
Vorgenommen habe ich mir auf alle Fälle eine Einzelmedaille. Inzwischen habe ich ja in jeder Disziplin eine, von daher wäre es mir ziemlich egal, welche dazukommt. Klar möchte ich auch in der Staffel laufen und dann, denke ich, gibt es nur ein Ziel und das ist die Titelverteidigung. Alles andere würde uns eh keiner glauben, nachdem
wir die letzten vier von vier Staffelrennen im Weltcup gewonnen haben.
Östersund verbinde ich sowohl mit positiven als auch mit weniger schönen Erinnerungen: 2000 feierte ich dort meinen zweiten Weltcupsieg. Letztes Jahr habe ich dann zum Auftakt erst einmal den Einzellauf gehörig in den Sand gesetzt. Anschließend bin ich dann Dritte im Sprint geworden. Im Winter 2002/03 war ich hier zum ersten Mal im Gelben Trikot. Aber an einem Tag hatte es dafür unmenschliche 20 Grad minus. Das hat sich auch in mein Gedächtnis eingebrannt! Aber natürlich freue ich mich auf Östersund. Als Unterstützung haben sich meine Mama und meine Schwester angesagt, die von meinem Sponsor DKB nach Schweden eingeladen werden.
Anzeige
Uwe Müßiggang: "Durch Krankheit litt Stabilität"
Martina hat gleich zu Beginn der Saison mit der Führung im Gesamtweltcup ihr großes Leistungsvermögen unter Beweis gestellt. Durch ihre Krankheit hatte zeitweilig ihre läuferische Stabilität gelitten. Mittlerweile macht sie im Training aber wieder einen gesunden und starken Eindruck. Wenn alles normal läuft wird sie zunächst einmal im Sprint und Verfolger zum Einsatz kommen. Was von ihr zu erwarten ist, wenn sie hundertprozentig fit ist? Dazu genügt ein Blick auf die Ergebnislisten der letzten Jahre.