Aus schwedischer Sicht endeten die Biathlon- Weltmeisterschaften im eigenen Land in einem "Fiasko" ohne eine einzige Medaille. Nun denkt man in Östersund über eine erneute WM-Bewerbung nach.
2016 zurück nach Östersund?
38 Jahre ist es her, dass 1970 die letzten Biathlon-Weltmeisterschaften in Östersund ausgetragen wurden. So lange soll es nach Meinung des schwedischen Verbandes und der Stadt Östersund nun jedoch nicht dauern, bis in der mittelschwedischen Stadt das nächste Mal um WM-Medaillen gekämpft wird. Wie das Sportsbladet am Montag enthüllte, spiele Östersund kurz nach dem letzten Schuss bei einer für die Gastgeber sportlich enttäuschenden WM bereits mit dem Gedanken einer erneuten Bewerbung für das Jahr 2016. "Da bin ich dabei!", sicherte der dann 38-jährige Björn Ferry sofort zu.
Zuschauerinteresse am Biathlon groß
Mit insgesamt 110.000 Zuschauern ist der Veranstalter der Titelkämpfe sehr zufrieden - entspricht dies doch dem Zuschauerzustrom eines Biathlon-Großereignisses in Deutschland oder Italien. Auch IBU-Präsident Anders Besseberg war voll des Lobes für die Ausrichter, "man könnte es nicht besser machen". Grund genug für die Schweden, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Im vergangenen Winter veranstaltete Östersund mit seinem ersten Weltcup eine gelungene WM-Generalprobe, zu der 7000-8000 Zuschauer an der Strecke vor Ort waren. Östersund sieht nun nach den positiven Reaktionen auf die Titelkämpfe seine Position als dauerhafter Weltcup-Ausrichter gestärkt. Auch im kommenden Winter wird Östersund wieder die Weltcup-Saison eröffnen.
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Ferry 2016 noch dabei?
Bekäme Östersund den Zuschlag für die Weltmeisterschaften 2016, wäre möglicherweise auch Björn Ferry noch als Aktiver bei den Heimrennen dabei. Zwar peilt der Schwede bislang die Olympischen Spiele 2014 als letztes großes Karriereziel an, erneute Weltmeisterschaften vor heimischem Publikum könnten diese Ansicht jedoch ändern, meint auch Trainer Wolfgang Pichler: "Ferry will nach Olympia 2014 aufhören. Aber das wären nur zwei weitere Jahre." Auch er selbst wäre dann gern noch dabei. "Alles ist möglich", so Pichler. Ungeachtet einer möglichen Heim-WM will Helena Jonsson ihre Karriere jedoch definitiv 2014 beenden, um eine Familie zu gründen. Die 23-jährige will eine Schwangerschaft jedoch "besser als andere planen".