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Beim Stehendschießen

N wie...

Biathlon2b Redaktion am 07.11.2007 - 13:51 Uhr

Nachlader
Üblicherweise ist es im Biathlonsport so, dass jeder Schuss ein Treffer sein muss, ansonsten winkt eine 150m lange Strafrunde, die absolviert werden muss, oder im Einzelwettkampf über die lange Strecke sogar eine Strafminute. Doch im Staffelwettkampf ist dies anders geregelt. Wenn ein Sportler nicht sofort alle Scheiben abräumt, besteht die Möglichkeit, bis zu dreimal eine Patrone nachzuladen, um doch noch die Ziele zu treffen. Man hat also bis zu acht Schuss pro Schießdurchgang zur Verfügung, bevor es doch noch in die Strafrunde geht, wenn immer noch nicht alle Ziele getroffen wurden. Natürlich kostet auch das einzelne Nachladen einer Patrone je etwa zehn Sekunden Zeit.

Nachhalten - oder der letzte Schuss
Oft ist es bei Biathlon-Fernsehübertragungen zu beobachten, dass Athleten das letzte Ziel verfehlen. Der Grund hierfür ist meist ein Problem, mit dem viele Biathleten immer wieder zu kämpfen haben: Sie haben nicht nachgehalten. Damit ist gemeint, dass sie ihr Gewehr nach der Abgabe des letzten Schusses zu schnell hochreißen, um möglichst rasch wieder auf die Strecke zu kommen. Doch wenn die Patrone den Gewehrlauf noch nicht verlassen hat, wird die Schussrichtung verfälscht und der letzte Schuss geht daneben - also: ruhig bleiben, bis auch die letzte Scheibe gefallen ist.

Nuller-Club
Der Nuller-Club ist eine inoffizielle Statistik von Biathletinnen und Biathleten, die bei Großereignissen mit null Fehlern am Schießstand zu Gold liefen. Im Laufe der Jahre erreichten viele Athleten diese Leistung. In den letzten beiden Jahren kamen vier Null-Fehler-Schießergebnisse hinzu, jeweils zwei bei den Olympischen Winterspielen und den Weltmeisterschaften in Antholz. Alle vier haben inzwischen ihren Rücktritt vom aktiven Leistungssport erklärt, nämlich Sven Fischer, Florence Baverel-Robert, Raphaël Poirée und Linda Grubben.

Nähmaschine
Mit der Nähmaschine soll nun nicht auf das Hobby einer Biathletin aufmerksam gemacht werden, sondern auf ein oft am Schießstand auftretendes Phänomen. Oftmals ist der Athlet gezwungen, aufgrund der Windbedingungen oder dem Nachladen, den Schießrhythmus zu unterbrechen und neu anzusetzen. Durch diese längere Pause am Schießstand fällt der Puls in einen Bereich, in dem die Muskulatur zu zittern beginnt. Dies ist natürlich für das Schießen nicht von Vorteil und Fehler sind meist die Folge. Manchmal versuchen Athleten durch Kniebeugen den Puls wieder etwas zu erhöhen und so der Nähmaschine zu entkommen.



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