Laufbandtest
Mario Felgenhauer am 23.07.2008 - 14:44 Uhr
Der sogenannte Laufbandtest wird meist am Ende einer Vorbereitungsperiode unter exakt gleichen Bedingungen durchgeführt, um eine Verbesserung (oder eventuell Verschlechterung) der Leistungsfähigkeit feststellen zu können.
Wie ein Hamster im Laufrad
Das Gefühl des Athleten bei einem Laufbandtest beschreibt Martina Glagow sehr anschaulich im Kinofilm „Mit den Waffen einer Frau“. „Man kommt sich vor wie ein Hamster im Laufrad“, so die Gesamtweltcup- und Olympiasiegerin. Hintergrund dieser doch recht athletenunfreundlichen Testmethode auf einem überdimensionalen Laufband am Olympiastützpunkt Oberhof sind allerdings die vielen nicht zu beeinflussenden Faktoren bei einem Test, der außerhalb eines Labors stattfindet. So haben Temperatur, Witterungsbedingungen und Streckenverhältnisse einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Leistung des Athleten. Alle diese unbeherrschbaren Faktoren können auf dem Laufband annähernd unter Laborbedingungen ausgeschaltet werden. Dadurch sind die Testergebnisse aus verschiedenen Jahren miteinander vergleichbar. Die Athleten können auf dem Laufband dank seiner Größe mit Skirollern laufen, also das Trainingsmittel verwenden, mit dem sich Skilanglaufen am besten simulieren lässt. Zudem lässt es sich sowohl in der Geschwindigkeit als auch im Neigungswinkel verstellen, wodurch die Belastung deutlich erhöht und auch ein Anstieg simuliert werden kann. Dabei werden verschiedenste Daten des Athleten gesammelt. Über einen Brustgurt wird der Puls gemessen, eine Atemmaske dient zur Messung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit und in kurzen Pausen werden wenige Milliliter Blut abgenommen, um das Laktakt (Milchsäure) im Blut zu messen.
Stufen-, Abbruch-, Schub- und Sprinttest
Es gibt verschiedene Arten von Laufbandtests, die in den unterschiedlichen nationalen Verbänden zur Anwendung kommen. In Deutschland werden meist ein Stufen-, ein Abbruch- und ein Schubtest durchgeführt. Der Stufentest dient zur Bestimmung der Ausdauerfähigkeit des Athleten. Er beinhaltet sechs sogenannte Stufen, bei denen über einen Zeitraum von fünf Minuten die Geschwindigkeit und der Steigungsgrad des Laufbandes gleich bleiben. Im Anschluss an jede Stufe wird entweder die Geschwindigkeit oder der Steigungsgrad oder beides erhöht. Bei diesem Test schafft der Athlet normalerweise die volle Länge von sechs Stufen und erhält im Anschluss wichtige Daten bezüglich seiner individuellen Pulsbereiche beim Ausdauertraining. Eine zweite Testmethode ist der sogenannte Abbruchtest. Dabei wird bereits nach einer oder zwei Minuten Geschwindigkeit und Steigungsgrad erhöht. Der Athlet läuft bis zur maximal möglichen Belastung, dann wird der Test abgebrochen. Dies ist meist bereits nach weniger als acht Minuten der Fall. Ein dritter Test ist der Doppelstockschubtest. Hierbei wird viermal jeweils acht Minuten lang nur Doppelstock geschoben. Der Athlet kann die Geschwindigkeit selbst steuern, indem er auf dem Laufband weiter vorne oder weiter hinten läuft (vorne wird es schneller, hinten langsamer). Gemessen wird die zurückgelegte Distanz innerhalb dieser insgesamt 32 Minuten. Aufgrund der Veränderungen der Wettkampfformen (mehr Massenstarts und Verfolgungsrennen) werden seit wenigen Jahren auch Sprinttests durchgeführt. Während man diese in Deutschland meist auf der Rollerbahn absolviert, hat man in Österreich eine Testmethode für das Laufband entwickelt. Ähnlich wie beim Doppelstocktest kann der Athlet dabei das Tempo selber steuern. Über verschiedene Programme können dabei über den Steigungsgrad sogar bestimmte Strecken (zum Beispiel die der nächsten WM) simuliert werden.
Wie ein Hamster im Laufrad
Das Gefühl des Athleten bei einem Laufbandtest beschreibt Martina Glagow sehr anschaulich im Kinofilm „Mit den Waffen einer Frau“. „Man kommt sich vor wie ein Hamster im Laufrad“, so die Gesamtweltcup- und Olympiasiegerin. Hintergrund dieser doch recht athletenunfreundlichen Testmethode auf einem überdimensionalen Laufband am Olympiastützpunkt Oberhof sind allerdings die vielen nicht zu beeinflussenden Faktoren bei einem Test, der außerhalb eines Labors stattfindet. So haben Temperatur, Witterungsbedingungen und Streckenverhältnisse einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Leistung des Athleten. Alle diese unbeherrschbaren Faktoren können auf dem Laufband annähernd unter Laborbedingungen ausgeschaltet werden. Dadurch sind die Testergebnisse aus verschiedenen Jahren miteinander vergleichbar. Die Athleten können auf dem Laufband dank seiner Größe mit Skirollern laufen, also das Trainingsmittel verwenden, mit dem sich Skilanglaufen am besten simulieren lässt. Zudem lässt es sich sowohl in der Geschwindigkeit als auch im Neigungswinkel verstellen, wodurch die Belastung deutlich erhöht und auch ein Anstieg simuliert werden kann. Dabei werden verschiedenste Daten des Athleten gesammelt. Über einen Brustgurt wird der Puls gemessen, eine Atemmaske dient zur Messung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit und in kurzen Pausen werden wenige Milliliter Blut abgenommen, um das Laktakt (Milchsäure) im Blut zu messen.
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Stufen-, Abbruch-, Schub- und Sprinttest
Es gibt verschiedene Arten von Laufbandtests, die in den unterschiedlichen nationalen Verbänden zur Anwendung kommen. In Deutschland werden meist ein Stufen-, ein Abbruch- und ein Schubtest durchgeführt. Der Stufentest dient zur Bestimmung der Ausdauerfähigkeit des Athleten. Er beinhaltet sechs sogenannte Stufen, bei denen über einen Zeitraum von fünf Minuten die Geschwindigkeit und der Steigungsgrad des Laufbandes gleich bleiben. Im Anschluss an jede Stufe wird entweder die Geschwindigkeit oder der Steigungsgrad oder beides erhöht. Bei diesem Test schafft der Athlet normalerweise die volle Länge von sechs Stufen und erhält im Anschluss wichtige Daten bezüglich seiner individuellen Pulsbereiche beim Ausdauertraining. Eine zweite Testmethode ist der sogenannte Abbruchtest. Dabei wird bereits nach einer oder zwei Minuten Geschwindigkeit und Steigungsgrad erhöht. Der Athlet läuft bis zur maximal möglichen Belastung, dann wird der Test abgebrochen. Dies ist meist bereits nach weniger als acht Minuten der Fall. Ein dritter Test ist der Doppelstockschubtest. Hierbei wird viermal jeweils acht Minuten lang nur Doppelstock geschoben. Der Athlet kann die Geschwindigkeit selbst steuern, indem er auf dem Laufband weiter vorne oder weiter hinten läuft (vorne wird es schneller, hinten langsamer). Gemessen wird die zurückgelegte Distanz innerhalb dieser insgesamt 32 Minuten. Aufgrund der Veränderungen der Wettkampfformen (mehr Massenstarts und Verfolgungsrennen) werden seit wenigen Jahren auch Sprinttests durchgeführt. Während man diese in Deutschland meist auf der Rollerbahn absolviert, hat man in Österreich eine Testmethode für das Laufband entwickelt. Ähnlich wie beim Doppelstocktest kann der Athlet dabei das Tempo selber steuern. Über verschiedene Programme können dabei über den Steigungsgrad sogar bestimmte Strecken (zum Beispiel die der nächsten WM) simuliert werden.
Foto: Laufbandtest
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