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Lauftraining

Mario Felgenhauer am 14.05.2008 - 10:53 Uhr
Lauftraining in Form von Cross-, Bahn- und Straßenlauf wird während des gesamten Sommertrainings und sogar teilweise auch im Winter absolviert. Es gibt viele Möglichkeiten, um das Training zu variieren, beziehungsweise um es unterschiedlich intensiv zu gestalten.

Imitation oder einfach nur Laufen
Laufen ist im Biathlon nicht immer gleich Laufen. Der größte Unterschied liegt dabei meist im Belag, auf dem man läuft. Ein Großteil der Laufkilometer wird auf ungeteerten Wegen, also Cross, zurückgelegt. Lediglich zu Leistungstests und Intervalltrainingseinheiten bewegen sich die Athleten ab und an auf Tartan- oder Aschenbahnen. Beim Crosslaufen kann man schließlich noch in Imitation und normales Laufen unterscheiden. Imitation bedeutet, dass dabei Bewegungsabläufe des Skilanglaufens imitiert/nachgeahmt werden. Dazu zählen Schrittsprung- und Skigangeinheiten. Letztere können ebenso wie Crossläufe bei niederer Intensität in Trainingseinheiten von 1:30 bis zu fünf Stunden absolviert werden. Dies ist vor allem im Frühjahr und während Ausdauertrainingsblocks der Fall. Skigangeinheiten werden meist mit Stöcken und in bergigem Gelände durchgeführt. Normales Laufen hat ein noch breiteres Einsatzspektrum. Vom Auslaufen nach einem Wettkampf bis zum Berglauf oder Crosslauf-Wettkampf sind alle Intensitäten und Trainingsmethoden vertreten. Beispielhaft seien hier nur eine 1:30 Stunden Einheit im Grundlagenausdauertempo oder eine Komplextrainingseinheit (Laufen und Schießen) mit insgesamt 12 bis 16 Kilometern genannt.


Trainingsschwerpunkt Ausdauer
Die meisten Cross-Kilometer werden von Mai bis September absolviert. Während der zwei Vorbereitungsphasen, die sich in diesem Zeitraum befinden (Mai/Juni und Juli bis September), werden insgesamt 650 von 900 Jahreskilometern Crosslauf „erlaufen“. Zwei Drittel der Kilometer legen die Athleten im Entwicklungsbereich, ein Drittel im Stabilisationsbereich zurück. Während dies im Mai/Juni zum größten Teil noch getrennt vom Schießen in reinen Laufeinheiten von 1:30 bis 2:00 Stunden beziehungsweise Skigangeinheiten über drei Stunden erfolgt, wird ab Juli auch Komplextraining in Verbindung mit Crosslaufen praktiziert. Es kommen sowohl die Dauer- als auch die Intervallmethode zum Einsatz. Sobald es Ende September/Anfang Oktober in die unmittelbare Wettkampfvorbereitung geht und bis zum möglichen Schneetraining weitere 200 Laufkilometer zurückzulegen sind, kommen Schrittsprungeinheiten vermehrt zur Anwendung. Damit lässt sich über kürzere Distanzen (längere Anstiege einer Biathlon-Wettkampfstrecke) mit einem Bewegungsablauf, der dem Langlaufen nahe kommt, eine hohe Belastung des Herz-Kreislaufsystems erreichen. Nach dem Einlaufen über drei bis vier Kilometer werden sogenannte Pyramiden an Sprungschritten absolviert. Ein Beispiel wäre hierfür: 50 Schritte, Pause (Zurücklaufen zum Start), 60 Schritte, Pause, 70 Schritte,….100 Schritte, Pause, 90 Schritte, Pause,….50 Schritte. Dabei werden die Sprünge mit maximal Möglicher Kraft ausgeführt und es wird versucht eine möglichst große Entfernung zurückzulegen. Das anschließende Auslaufen dient zum Abbau des Laktats und der Lockerung der Muskulatur. Ein zweites Beispiel einer wettkampfspezifischen Trainingseinheit sind Bergläufe. Nach dem Warmlaufen in flachem oder leicht ansteigendem Gelände wird eine stetig ansteigende Strecke von fünf bis acht Kilometern im EB oder sogar GB-Tempo zurückgelegt. Die Laufzeit sollte dabei ungefähr der eines Sprint- oder Verfolgungsrennens entsprechen. Im Anschluss folgt wieder lockeres Auslaufen.
Fotoserie: Lauftraining
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