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Skirollerberglauf

Mario Felgenhauer am 27.06.2008 - 11:27 Uhr
Bergläufe mit Skirollern sind besondere Einheiten, die oft in speziellen Trainingslagern, aber auch im alltäglichen Training durchgeführt werden. Dies kann sowohl in der klassischen, als auch in der Skating-Technik erfolgen.

Vom Hausberg bis zu den Gipfeln der Alpen
Das Prinzip des Skirollerberglaufs ist relativ simpel. Man sucht sich einen längeren Anstieg in der näheren Umgebung und bewältig ihn in einer Trainingseinheit einmal oder mehrere Male in einem bestimmten Tempo beziehungsweise einer bestimmten Intensität. Die Streckenlänge variiert dabei von zwei bis zu 15 Kilometern. Wie oft eine solche Bergroller-Einheit auf dem Trainingsplan steht, hängt ganz von den örtlichen Gegebenheiten ab. Während es in den Mittelgebirgen und an den Alpen durchaus vorkommen kann, dass jede Woche mindestens ein Berglauf angesetzt wird, bleibt für alle anderen Athleten nur die Möglichkeit auf kürzere Strecken auszuweichen beziehungsweise Trainingslager in bergigerem Gelände zu absolvieren. Aber auch für Mittelgebirgsathleten ist so ein Aufenthalt im Hochgebirge, bei dem berühmte Pässe und Tour de France Anstiege erlaufen werden, ein besonderer Höhepunkt in der Vorbereitung auf die nächste Saison. Ab einer bestimmten Steigung ist dann eigentlich die klassische Technik besser geeignet als die Skating-Technik. Gerade Biathleten laufen aber auch auf steiler Strecke zur Verbesserung der Kraftausdauer im Skating-Stil. Nicht zuletzt gibt es auch Wettkämpfe, die als Bergroller-Rennen ausgetragen werden. Dabei wird meist mit besonders schnellen Skirollern gelaufen und im Massenstart gestartet.


Dauermethode oder Intervall?
Wie viele Kilometer des Skirollertrainings am Berg absolviert werden sollen, ist im Rahmentrainingsplan nicht festgelegt. Aufgrund der Besonderheiten des Geländes können aber verschiedenste Einheiten am Berg absolviert werden. Eine Möglichkeit, bei der die Dauermethode in ihrer reinsten Form angewandt wird (ohne Pausen durch Abfahrten), ist eine Berglaufeinheit an einem 15 Kilometer langen Anstieg (nur in den Alpen möglich). Dabei wird nach einer Aufwärmphase durchgängig im Entwicklungsbereich oder sogar Wettkampftempo (Testwettkampf) trainiert. Es können beide Laufstile zum Einsatz kommen. Eine zweite mögliche Trainingseinheit am Berg dient zur Verbesserung der Kraftausdauer. Auf einer je nach Steilheit zwei bis drei Kilometer langen Strecke wird wechselweise nur Doppelstock geschoben, oder ohne Stöcke gelaufen. Der Rückweg zum Ausgangspunkt dient als Pause zur Erholung. Insgesamt werden bis zu acht Wiederholungen durchgeführt. Diese Einheit ist demnach dem Intervalltraining zuzuordnen. Beim dritten Beispiel erwartet den Athleten ein nochmals kürzerer Streckenabschnitt, als bei dem zuvor Beschriebenen. Auf einem 0,5 bis ein Kilometer langen Teilstück wird im oberen Entwicklungsbereich beziehungsweise Grenzbereich gelaufen. Dabei wird je nach Steilheit die optimale Technik angewandt. Der Rückweg dient wiederum der Erholung. Insgesamt werden sechs bis zwölf dieser Intervalle durchgeführt.
Fotoserie: Skirollerberglauf
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