Testwettkampf
Mario Felgenhauer am 11.08.2008 - 14:31 Uhr
Im Sommer absolvieren Biathleten fast ausschließlich Test- oder Showrennen. Aber auch die deutschen Meisterschaften finden seit einigen Jahren aufgrund der winterlichen Termindichte im Sommer statt.
Test oder Show
Für jeden Athleten ist es wichtig, nach bestimmten Phasen der Vorbereitung, seine Leistung zu überprüfen und mögliche Schwachstellen aufzudecken. Diese Überprüfung findet in sogenannten Testrennen statt. Diese können im ganz normalen Trainingsalltag eingebaut, oder als ausgeschriebene Rennen offiziell veranstaltet werden. Im ersten Fall läuft der Biathlet einfach gegen die Uhr. Das bedeutet, der Trainer stoppt die Zeit, notiert die Schießfehler und vergleicht die Ergebnisse mit Daten aus der Vergangenheit. So ist es möglich eine Verbesserung beziehungsweise Verschlechterung der Lauf- und Schießleistung festzustellen. Im zweiten Fall können zum Beispiel Showrennen wie der City-Biathlon in Püttlingen (kurze Strecke, mehrere Schießeinlagen) oder die deutschen Meisterschaften im September (Original-Wettkampfdistanz) genutzt werden. Diese beiden Beispiele machen die völlig unterschiedlichen Distanzen deutlich, die bei einem Testwettkampf zurückgelegt werden können. Dabei kommt es nämlich weniger auf die gelaufene Zeit, als vielmehr auf den direkten Vergleich mit den Konkurrenten an. Besonders das Schießen unter Wettkampfbedingungen (Konkurrenten am Schießstand und auf der Laufrunde) ist ein wichtiger Gesichtspunkt für das Absolvieren dieser Art von Tests.
Doppelperiodisierung und sinnvolle Testanordnung
Im deutschen Biathlonsport hat sich schon seit mehreren Jahren die sogenannte Doppelperiodisierung durchgesetzt. Das bedeutet, man arbeitet auf einen ersten Saisonhöhepunkt im September und dann auf die Rennen im Winter hin. Dies hat zur Folge, dass die Athleten sich sich intensiv auf die deutschen Meisterschaften vorbereiten, die zum einen als Testrennen, zum anderen als Qualifikationswettkämpfe für das Weltcup- und Europacupteam dienen. Wer also nicht aufgrund von herausragenden Erfolgen in der vergangenen Saison bereits fix für das Team gesetzt ist, muss bereits im September Bestleistungen bringen können. Darüber hinaus empfiehlt es sich, nach jeder Phase der Vorbereitung den Vergleich mit seinen Teamkollegen beziehungsweise eigenen Daten aus der Vergangenheit zu suchen. Nach Phase eins bedeutet dies zum Beispiel, dass ein Mountainbike-Berganstiegsrennen, Kraftüberprüfungen, Paddeltests, Schießtests oder Tests auf der Tartanbahn Erkenntnisse über ein erfolgreiches Training in dieser Phase bringen können. Diese Wettkämpfe sollten auf standardisierten Strecken stattfinden, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Beispiele hierfür wären ein 3.000 Meter Lauftest auf einer 400-Meter Tartanrunde oder ein Grundlagenschießtest (60 Schuss auf Ringscheiben). In der letzten Phase der Vorbereitung auf die Wettkämpfe im Winter sollte nach Möglichkeit im Trainingslager (oder bei ausreichender Schneelage im Heimatstadion) ein Testwettkampf auf Schnee absolviert werden. Dieser muss nicht exakt über die Wettkampfdistanz führen, sollte aber bei vier Schießeinlagen 10 Kilometer für Männer nicht unterschreiten. Ein besonderes Augenmerk ist dabei wiederum auf möglichst wettkampfnahe Durchführung zu legen. Das bedeutet, dass durch Massenstarts innerhalb einer Trainingsgruppe die psychischen Anforderungen beim Schießen deutlich erhöht werden können. Für alle Leistungsklassen unterhalb des Welt- und Europacups können solche Tests auch während der Saison nach längeren Wettkampfpausen wiederholt werden. In den beiden Topserien im Biathlonsport ist dies aufgrund der Termindichte nur sehr schwer beziehungsweise gar nicht möglich.
Test oder Show
Für jeden Athleten ist es wichtig, nach bestimmten Phasen der Vorbereitung, seine Leistung zu überprüfen und mögliche Schwachstellen aufzudecken. Diese Überprüfung findet in sogenannten Testrennen statt. Diese können im ganz normalen Trainingsalltag eingebaut, oder als ausgeschriebene Rennen offiziell veranstaltet werden. Im ersten Fall läuft der Biathlet einfach gegen die Uhr. Das bedeutet, der Trainer stoppt die Zeit, notiert die Schießfehler und vergleicht die Ergebnisse mit Daten aus der Vergangenheit. So ist es möglich eine Verbesserung beziehungsweise Verschlechterung der Lauf- und Schießleistung festzustellen. Im zweiten Fall können zum Beispiel Showrennen wie der City-Biathlon in Püttlingen (kurze Strecke, mehrere Schießeinlagen) oder die deutschen Meisterschaften im September (Original-Wettkampfdistanz) genutzt werden. Diese beiden Beispiele machen die völlig unterschiedlichen Distanzen deutlich, die bei einem Testwettkampf zurückgelegt werden können. Dabei kommt es nämlich weniger auf die gelaufene Zeit, als vielmehr auf den direkten Vergleich mit den Konkurrenten an. Besonders das Schießen unter Wettkampfbedingungen (Konkurrenten am Schießstand und auf der Laufrunde) ist ein wichtiger Gesichtspunkt für das Absolvieren dieser Art von Tests.
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Doppelperiodisierung und sinnvolle Testanordnung
Im deutschen Biathlonsport hat sich schon seit mehreren Jahren die sogenannte Doppelperiodisierung durchgesetzt. Das bedeutet, man arbeitet auf einen ersten Saisonhöhepunkt im September und dann auf die Rennen im Winter hin. Dies hat zur Folge, dass die Athleten sich sich intensiv auf die deutschen Meisterschaften vorbereiten, die zum einen als Testrennen, zum anderen als Qualifikationswettkämpfe für das Weltcup- und Europacupteam dienen. Wer also nicht aufgrund von herausragenden Erfolgen in der vergangenen Saison bereits fix für das Team gesetzt ist, muss bereits im September Bestleistungen bringen können. Darüber hinaus empfiehlt es sich, nach jeder Phase der Vorbereitung den Vergleich mit seinen Teamkollegen beziehungsweise eigenen Daten aus der Vergangenheit zu suchen. Nach Phase eins bedeutet dies zum Beispiel, dass ein Mountainbike-Berganstiegsrennen, Kraftüberprüfungen, Paddeltests, Schießtests oder Tests auf der Tartanbahn Erkenntnisse über ein erfolgreiches Training in dieser Phase bringen können. Diese Wettkämpfe sollten auf standardisierten Strecken stattfinden, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Beispiele hierfür wären ein 3.000 Meter Lauftest auf einer 400-Meter Tartanrunde oder ein Grundlagenschießtest (60 Schuss auf Ringscheiben). In der letzten Phase der Vorbereitung auf die Wettkämpfe im Winter sollte nach Möglichkeit im Trainingslager (oder bei ausreichender Schneelage im Heimatstadion) ein Testwettkampf auf Schnee absolviert werden. Dieser muss nicht exakt über die Wettkampfdistanz führen, sollte aber bei vier Schießeinlagen 10 Kilometer für Männer nicht unterschreiten. Ein besonderes Augenmerk ist dabei wiederum auf möglichst wettkampfnahe Durchführung zu legen. Das bedeutet, dass durch Massenstarts innerhalb einer Trainingsgruppe die psychischen Anforderungen beim Schießen deutlich erhöht werden können. Für alle Leistungsklassen unterhalb des Welt- und Europacups können solche Tests auch während der Saison nach längeren Wettkampfpausen wiederholt werden. In den beiden Topserien im Biathlonsport ist dies aufgrund der Termindichte nur sehr schwer beziehungsweise gar nicht möglich.
Fotoserie: Testwettkampf
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