
Dominik Landertinger

Dominik Landertinger
Interview mit Dominik Landertinger
Kathleen Lindau am 12.08.2008 - 10:16 Uhr
Er ist Österreichs erfolgreichster Nachwuchssportler und größte Hoffnung für die Zukunft: Dominik Landertinger. Nach einer nicht ganz optimalen Saison beantwortete er uns einige Fragen.
biathlon2b: Dominik, im Winter 2006/2007 hast du im italienischen Martelltal mit einer Silber- und einer Goldmedaille große Erfolge bei der Jugend-WM gefeiert. In der letzten Saison warst du in Ruhpolding in der Juniorenklasse am Start. Wie zufrieden bist du mit deinen Leistungen?
Dominik: Mit der Jugend-WM in Ruhpolding letzte Saison war ich nicht zufrieden, da ich mir doch eine Medaille erwartet hätte. Ich war beim Schießen einfach nicht Top!
biathlon2b: Im kommenden Winter hast du aufgrund deines Alters noch einmal die Chance, bei der JWM zu starten. Austragungsort ist diesmal das kanadische Canmore. Ist dies für dich noch einmal ein besonderer Höhepunkt?
Dominik: Ja, auf jeden Fall, auf diesen Höhepunkt bereite ich mich bestens vor und freue mich schon sehr darauf.
biathlon2b: Du hattest im vergangenen Winter bereits die Chance Weltcupluft zu schnuppern. Was ist der Unterschied zwischen den Rennen bei den "Großen" und Juniorenrennen?
Dominik: Bei den "Großen" ist die Dichte der Biathleten sehr eng beisammen – man darf sich absolut keine Fehler erlauben (was nicht heißen soll das es bei den Junioren locker zugeht, aber doch etwas leichter).
biathlon2b: Mit der Staffel habt ihr beim Weltcup im slowenischen Pokljuka den hervorragenden dritten Rang erreicht. Welche Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt?
Dominik: Ich möchte im Weltcup gute Ergebnisse erzielen, bei Junioren-WM und EM möchte ich eine Medaille erreichen.
biathlon2b: Seit Mai läuft die Vorbereitung auf den Winter in vielen Ländern wieder intensiv. Wie sah das Training bei dir in Österreich in den vergangenen Monaten aus?
Dominik: Eigentlich ganz gut. Wir haben gutes Grundlagentraining gemacht, Kraft- und Schießtraining und vor allem war ich immer gesund.
biathlon2b: Du hast die Chance am Stützpunkt in Hochfilzen mit den bekannten und erfolgreichen Biathleten zu trainieren. Gibt es ein Vorbild für dich, an dem du dich auch im täglichen Trainingsalltag gerne orientierst?
Dominik: Mein großes Vorbild ist Ole Einer Björndahlen, aber mit den "Großen" wie Sumann oder Pinter zu trainieren, ist für mich sehr vorteilhaft, da wir uns gegenseitig kräftig "pushen" können!
biathlon2b: Neben der Ausübung des Sports hast du dich zum Maschinenbautechniker ausbilden lassen. Wie geht es nun beruflich bei dir weiter oder wirst du dich nun 100-prozentig auf den Sport konzentrieren?
Dominik: Ich habe Anfang Juni meine Lehre mit gutem Erfolg abgeschlossen, bin nun derzeit in Graz bei der Grundausbildung des Bundesheeres und werde ab August den Rest meines Wehrdienstes im Leistungszentrum Hochfilzen verbringen. Nach dem Präsenzdienst möchte ich gerne beim Leistungszentrum Hochfilzen bleiben, damit ich mich 100-prozentig auf meinen Sport konzentrieren kann und somit die gewünschten Ziele erreiche.
biathlon2b: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg in der nächsten Saison!
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