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Biathlon - Ohne Breitensport dauerhaft auf Erfolgskurs?

Biathlon2b Redaktion am 17.02.2009 - 11:40 Uhr
Jeder in Deutschland kennt Biathlon, zumindest aus dem Fernsehen. Selbst betreiben tut diese Sportart allerdings nur ein kleiner Bruchteil der Bevölkerung. Geschätzt 500 aktive (Winter-) Biathleten gibt es derzeit bei uns. Dabei stellt sich natürlich die Frage: Kann eine Sportart ohne Breitensport dauerhaft überleben und erfolgreich sein?

Attraktiver Fernsehsport mit Wurzeln
Biathlon ist im Winter Fernsehsportart Nummer eins und hat sich in den letzten Jahren langsam aber sicher an Skispringen vorbeigeschoben. Das belegen die Einschaltquoten von ARD und ZDF. Wenn es auch so gut wie keine Hobbysportler im (Winter-) Biathlon gibt, auf seine Fangemeinde kann sich die Sportart verlassen. Zuletzt bekundete Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer beim Weltcup in Ruhpolding, dass ihm die Veranstaltung sehr gut gefalle und er im nächsten Jahr gerne wiederkomme. Magdalena Neuner und Michael Greis finden sich in Klatschmagazinen wieder, weil auch die breite Masse mehr über die Stars der Szene wissen will.
Betrachtet man den Punkt der Nachwuchsgewinnung, so ist ganz klar erkennbar, woher dieser stammt. Früher oder später beginnen wintersport- und ausdauerinteressierte Kinder und Jugendliche mit Skilanglauf. Aus diesem Reservoir "bedient" sich schließlich die Sportart Biathlon. Das Schießen sollte zwar möglichst von Grund auf erlernt werden, ein später Umstieg wie bei Kati Wilhelm oder Toni Lang kann aber durchaus genauso zum Erfolg führen. So ist ohne Breitensportbasis eine Talentselektion möglich und dem Deutschen Skiverband sollte es auch in Zukunft nicht an Spitzenathleten mangeln.
Für interessierte Hobbysportler hat sich in der Zwischenzeit ebenfalls etwas getan. Biathlon für Jedermann heißt die Devise. Ob beim Sommerbiathlon, das der Deutsche Schützenbund betreut, oder sogenannten Schnupperveranstaltungen, wie sie zum Beispiel das Biathloncamp Fritz Fischer anbietet, Biathlon wurde in den letzten Jahren auch der breiten Masse zugänglich gemacht. Durch Selbsterfahrung gewinnt der eingefleischte Fan schließlich ganz neue Einsichten in seine bevorzugte Sportart und das eine oder andere Talent wurde bei solchen Veranstaltungen ebenfalls schon gesichtet.

Biathlon auf dem Weg in die Zukunft
Gerade die Standortfrage und das Hemmnis keine Volkssportart zu sein, machen es dem Biathlon nicht so einfach wie anderen Sportarten, durch Nachwuchs eine abgesicherte Basis für die Zukunft zu legen. Die Fernsehpräsenz, die Wurzeln im Skilanglauf und verschiedenste Breitensportangebote werden aber meiner Meinung nach auch in Zukunft dafür sorgen, dass uns um die Sportart nicht Bange sein muss. Je mehr Menschen Biathlon einmal selbst erleben, desto mehr werden begeistert davon sein und diese Begeisterung auch weitergeben.


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