Zuschauerrekorde: Faszination und Partylaune
Biathlon2b Redaktion am 27.01.2009 - 14:50 Uhr
Der Biathlonsport hat in den vergangenen zehn Jahren vor allem in Deutschland einen Boom erlebt, wie kaum eine andere Sportart. Zu den beliebtesten Weltcups in Oberhof, Ruhpolding aber auch ins italienische Antholz pilgern jedes Jahr tausende von Fans. Doch um den reinen Sport geht es dabei schon lange nicht mehr.
Es herrscht Ausnahmezustand
Ein Blick zurück: Im Jahr 2000 - der Biathlon-Weltcup wurde zum achten Mal in Oberhof ausgetragen - fanden insgesamt 28.000 Biathlon-Enthusiasten den Weg ins Stadion an den Grenzadler. Heute, neun Jahre später, kommen 98.000 Fans an den Rennsteig, 70.000 Menschen mehr - es herrscht Ausnahmezustand! Die Sportart hat eine rasante Entwicklung genommen und zwar nicht nur, was den Sport an sich betrifft, sondern vor allem was den Zuschauerandrang und die Medienpräsenz anbelangt. Es werden größerer Stadien gebaut, Tribünen werden erweitert oder komplett neu aufgebaut. Das erhöht natürlich die Kapazitäten enorm. Immer mehr, immer besser, immer größer. Wo sollen die vielen Menschen noch hin? Steht man als Zuschauer in der fünften oder sechsten Reihe, ist die Chance gering, dass man die Skijäger auf der Strecke überhaupt sieht. Hautnah erleben wird man sie dann mit Sicherheit nicht. Für diejenigen, die wegen der Atmosphäre und Stimmung in die Weltcup-Orte pilgern, ist es jedoch genau das Richtige.
Karneval oder Weltcup?
Die Zelte in der Rennsteigstadt sind schon tagsüber prall gefüllt. Bei Glühwein, Bier und Partymusik stimmen sich die Fans auf den Wettkampf ein. Auf den Wettkampf? Ach ja, da war ja noch was! Einige wissen zu dem Zeitpunkt schon gar nicht mehr, dass da unten in der Ski Arena ein Weltcup stattfindet. Für alle anderen werden am Stadion-Eingang Tröten verteilt. Einige Fans sind aufgrund ihrer ausgefallenen Kopfbedeckungen kaum noch zu erkennen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, man sei auf einem Jahrmarkt oder beim Karneval. Mit Biathlon hat das oft nicht mehr viel zu tun. Hauptsache ist, man fällt auf und wenn man es dann noch ins Fernsehen schafft, umso besser! Weiterhin ist es wichtig, möglichst laut zu sein. Der Krach in der DKB Ski Arena würde einen Lärmschutzbeauftragten Jahr für Jahr in Angst und Schrecken versetzen. Mit Tröten und Pfeifen werden die Athleten regelrecht über die Strecke gejagt. Anfeuerung ist für jeden Läufer eine Motivation, das steht außer Frage. Bei einer derartigen Lautstärke hören sich die Sportler jedoch nicht einmal mehr selber atmen. Am Schießstand können die Biathleten die Geräusche und das Gebrülle drum herum ausblenden, zum Glück. Sie sind hochkonzentriert! Was von den Läufern und Läuferinnen abverlangt wird und welche enorme Leistung sie aufbringen müssen, ist vielen im Stadion nicht so richtig bewusst.
Ein wahres Erlebnis für die Athleten
Es ist zweifelsfrei eine schöne Erfahrung, wenn man sieht, wie das Interesse am Biathlonsport wächst. Ohne die Fans und ohne den Enthusiasmus wären die Weltcup-Veranstaltungen auf diese Art und Weise in Oberhof, Ruhpolding und Antholz gar nicht möglich. Vor so einer Kulisse zu laufen, ist für jeden Athleten ein Traum. Der Sport und auch die Sportler sind abhängig von den Fans, den Medien und Sponsoren. Ohne Aufmerksamkeit und Interesse geht es nicht. Über den immensen Zuschauerandrang freuen sich die Veranstalter, die Organisatoren und auch die Sportler sowie die Offiziellen. Biathlon ist eine der spannendsten Sportarten überhaupt und die Erfolge der deutschen Athleten sind ein weiterer Grund für den Zuspruch der Fans. Wenn die Kapazitäten ausreichen, dann sollte man sie auch ausschöpfen, aber nicht überstrapazieren und vor allem nicht noch mehr erweitern. An dieser Stelle ist es ratsam, den Zuschaueransturm in gewissem Maße einzudämmen. Andernfalls platzen die Stadien irgendwann aus den Nähten und der Sinn für den Biathlonsport geht völlig verloren. Für diejenigen, die Biathlon live und dennoch in Ruhe genießen möchten, ist es angebracht beispielsweise ins österreichische Hochfilzen zu fahren. Hier haben Fans die Gelegenheit, den Stars ganz nahe zu sein. Man behält dort nicht nur den Überblick, sondern auch die Athleten im Auge.

Es herrscht Ausnahmezustand
Ein Blick zurück: Im Jahr 2000 - der Biathlon-Weltcup wurde zum achten Mal in Oberhof ausgetragen - fanden insgesamt 28.000 Biathlon-Enthusiasten den Weg ins Stadion an den Grenzadler. Heute, neun Jahre später, kommen 98.000 Fans an den Rennsteig, 70.000 Menschen mehr - es herrscht Ausnahmezustand! Die Sportart hat eine rasante Entwicklung genommen und zwar nicht nur, was den Sport an sich betrifft, sondern vor allem was den Zuschauerandrang und die Medienpräsenz anbelangt. Es werden größerer Stadien gebaut, Tribünen werden erweitert oder komplett neu aufgebaut. Das erhöht natürlich die Kapazitäten enorm. Immer mehr, immer besser, immer größer. Wo sollen die vielen Menschen noch hin? Steht man als Zuschauer in der fünften oder sechsten Reihe, ist die Chance gering, dass man die Skijäger auf der Strecke überhaupt sieht. Hautnah erleben wird man sie dann mit Sicherheit nicht. Für diejenigen, die wegen der Atmosphäre und Stimmung in die Weltcup-Orte pilgern, ist es jedoch genau das Richtige.
Karneval oder Weltcup?
Die Zelte in der Rennsteigstadt sind schon tagsüber prall gefüllt. Bei Glühwein, Bier und Partymusik stimmen sich die Fans auf den Wettkampf ein. Auf den Wettkampf? Ach ja, da war ja noch was! Einige wissen zu dem Zeitpunkt schon gar nicht mehr, dass da unten in der Ski Arena ein Weltcup stattfindet. Für alle anderen werden am Stadion-Eingang Tröten verteilt. Einige Fans sind aufgrund ihrer ausgefallenen Kopfbedeckungen kaum noch zu erkennen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, man sei auf einem Jahrmarkt oder beim Karneval. Mit Biathlon hat das oft nicht mehr viel zu tun. Hauptsache ist, man fällt auf und wenn man es dann noch ins Fernsehen schafft, umso besser! Weiterhin ist es wichtig, möglichst laut zu sein. Der Krach in der DKB Ski Arena würde einen Lärmschutzbeauftragten Jahr für Jahr in Angst und Schrecken versetzen. Mit Tröten und Pfeifen werden die Athleten regelrecht über die Strecke gejagt. Anfeuerung ist für jeden Läufer eine Motivation, das steht außer Frage. Bei einer derartigen Lautstärke hören sich die Sportler jedoch nicht einmal mehr selber atmen. Am Schießstand können die Biathleten die Geräusche und das Gebrülle drum herum ausblenden, zum Glück. Sie sind hochkonzentriert! Was von den Läufern und Läuferinnen abverlangt wird und welche enorme Leistung sie aufbringen müssen, ist vielen im Stadion nicht so richtig bewusst.
Fotoserie: Zuschauerrekorde: Faszination und Partylaune
Ein wahres Erlebnis für die Athleten
Es ist zweifelsfrei eine schöne Erfahrung, wenn man sieht, wie das Interesse am Biathlonsport wächst. Ohne die Fans und ohne den Enthusiasmus wären die Weltcup-Veranstaltungen auf diese Art und Weise in Oberhof, Ruhpolding und Antholz gar nicht möglich. Vor so einer Kulisse zu laufen, ist für jeden Athleten ein Traum. Der Sport und auch die Sportler sind abhängig von den Fans, den Medien und Sponsoren. Ohne Aufmerksamkeit und Interesse geht es nicht. Über den immensen Zuschauerandrang freuen sich die Veranstalter, die Organisatoren und auch die Sportler sowie die Offiziellen. Biathlon ist eine der spannendsten Sportarten überhaupt und die Erfolge der deutschen Athleten sind ein weiterer Grund für den Zuspruch der Fans. Wenn die Kapazitäten ausreichen, dann sollte man sie auch ausschöpfen, aber nicht überstrapazieren und vor allem nicht noch mehr erweitern. An dieser Stelle ist es ratsam, den Zuschaueransturm in gewissem Maße einzudämmen. Andernfalls platzen die Stadien irgendwann aus den Nähten und der Sinn für den Biathlonsport geht völlig verloren. Für diejenigen, die Biathlon live und dennoch in Ruhe genießen möchten, ist es angebracht beispielsweise ins österreichische Hochfilzen zu fahren. Hier haben Fans die Gelegenheit, den Stars ganz nahe zu sein. Man behält dort nicht nur den Überblick, sondern auch die Athleten im Auge.

Kommentar eingeben:
jutta brueggemann am 15.02.09 17:52 Uhr
Nach dem Radsport Skispringen und nun Biathlon sind für uns dieSportberichte gestorben. Es gibt einfach keine Gerechtigkeit beiSportveranstaltungen. Geld und Namen zählen. Für uns nicht akzeptabel.
Nach dem Radsport Skispringen und nun Biathlon sind für uns dieSportberichte gestorben. Es gibt einfach keine Gerechtigkeit beiSportveranstaltungen. Geld und Namen zählen. Für uns nicht akzeptabel.
Eva Möslein am 04.02.09 06:18 Uhr
Hallo kathleensie sprechen mir aus dem herzen aber in Hochfilzen ist es auch nicht mehr so beschaulich. Vor drei Jahren waren es am Sonntag 6000 Besucher im Dez 08 sind schon 10700 dagewesen.Mfg Eva Möslein
Hallo kathleensie sprechen mir aus dem herzen aber in Hochfilzen ist es auch nicht mehr so beschaulich. Vor drei Jahren waren es am Sonntag 6000 Besucher im Dez 08 sind schon 10700 dagewesen.Mfg Eva Möslein
Anzeige
Anzeige
Weitere Fragen und Antworten zum Thema Biathlon finden Sie auf www.sportlerfrage.net




