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Biathlon2b Redaktion am 02.02.2010 - 15:10 Uhr
Wetter
Das Wetter entwickelt sich beim Biathlonsport oft zum Problem, was bei einer Freiluftsportart aber nicht weiter verwunderlich ist. Mal beeinträchtigt der Wind das Schießen, so dass dort ungleiche Verhältnisse herrschen, es liegt nur wenig Schnee oder Regen weicht die Strecke auf. Gerade in der Oberhofer DKB-Ski-Arena zieht oftmals Nebel auf, der die Sicht behindert oder Zuschauer und Sportler nicht mehr die Hand vor Augen sehen lässt. In einem solchen Extremfall ist ein Abbruch des Rennens oft unvermeidbar. Definitiv nicht stattfinden wird ein Wettkampf, wenn die Außentemperaturen bei -20°C oder kälter liegen.
Weltmeisterschaften
Im Gegensatz zu anderen Sportarten finden Weltmeisterschaften im Biathlon jährlich statt - sofern keine Olympischen Winterspiele als Großereignis des Winters anstehen. Seit 1958 veranstaltet die Internationale Biathlon Union diese Titelkämpfe, die 2008 in Östersund mit der 42. Austragung ihr 50-jähriges Jubiläum feierten. Seit 1983 tragen auch die Damen ihre Weltmeisterschaften aus, die im Biathlonsport, einem einstigen Militärsport, lange diskriminiert wurden. Mit Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel und Mixed-Staffel besteht das momentane Weltmeisterschaftsprogramm aus sechs Disziplinen. Bereits seit der Erstaustragung 1958 ist nur der Einzelwettkampf im WM-Programm, alle anderen Disziplinen kamen erst im Laufe der Zeit hinzu.
Wolfsschlucht
Auch Stürze kommen im Biathlonsport immer wieder einmal vor. Besonders berüchtigt bei den Aktiven ist die Oberhofer Wolfsschlucht, wo sowohl Eliteläufer als auch weniger erfahrene Sportler immer wieder in Bodenkontakt kommen. Wer diese Abfahrt hinunter fährt, erreicht leicht Geschwindigkeiten von 80 km/h. Besonders gefährlich ist hierbei neben möglichen Verletzungen eine eventuelle Beschädigung des Gewehrs, das treffsicheres Schießen unmöglich macht. Seit geraumer Zeit wird jedoch die Wolfsschlucht aus genau diesem Grund im Weltcup nicht mehr gelaufen. Namensgeber für diesen Streckenabschnitt im Oberhofer Wald war der frühere Biathlet Karl-Heinz Wolf, der federführend bei Konzeption und Bau war.
WADA
WADA ist die Abkürzung für World Anti-Doping Agency. Die Welt Anti-Doping Agentur WADA ist eine internationale Organisation, die weltweit die Maßnahmen gegen das Doping im Leistungssport organisiert. Sie wurde 1999 im schweizerischen Lausanne gegründet. Im April 2002 wurde das Hauptquartier nach Montreal in Kanada verlegt. Die WADA sorgt für die Kontrolle der Sportler während der Trainingsphasen und während der Wettkämpfe. Dazu dienen angemeldete ebenso wie überraschend angesetzte Besuche an den Trainingsorten oder zu Hause bei den Athleten.
Wachs
Skiwachse werden auf den Belag von Skiern aufgetragen und sorgen dafür, dass das Benetzen des Belags mit Schmelzwasser verhindert und die Gleitfähigkeit des Sportgeräts erhöht wird. Jede Menge Techniker sorgen in den Wachskabinen vor den Wettkämpfen dafür, dass die Biathleten einen schnellen Ski unter die Füße bekommen und somit um die Topplatzierungen kämpfen können. Skiwachs gibt es als Heißwachs und Kaltwachs, man unterscheidet zudem zwischen Grundwachsen, Fluorwachsen, Pastenwachsen und Flüssigwachsen. Genauere Informationen dazu erhaltet ihr in unserem Wachsspecial.
Wettkampfformen
Derzeit besteht der Biathlonsport aus insgesamt sechs Wettkampfformen. Der Einzelwettkampf ist die traditionellste der Disziplinen, der bei den Herren über 20 Kilometer und bei den Damen über 15 Kilometer mit jeweils vier Schießeinlagen ausgetragen wird. Statt eines Abstechers in die Strafrunde, wie bei den später eingeführten Wettkampfformen, wird dem Athleten für jeden Fehlschuss eine Strafminute hinzugezählt. Der 1974 erstmals ausgetragene Sprint geht bei den Herren über eine Distanz von zehn Kilometer, während der zweimal fünf Schuss abgegeben werden. Als die Damen ihre Rennen aufnahmen, wurde in den Anfangsjahren nur eine Strecke von 5 Kilometer gelaufen, die 1989 dann auf die heute üblichen 7,5 Kilometer erhöht wurde. Wie im Einzelwettkampf betragen die Startabstände 30 Sekunden, in denen die Aktiven ins Rennen geschickt werden. Erst seit 1996 gibt es das spannende Verfolgungsrennen bei Damen und Herren über 10 bzw. 12,5 Kilometer, in dem die Biathleten nach den Rückständen aus dem Sprint ins Rennen starten. In Ausnahmefällen wird die Verfolgung auch nach einem Einzelwettkampf ausgetragen, die Startrückstände dann jeweils halbiert. In diesem speziell auf die Zuschauer konzipierten Wettkampf werden insgesamt 20 Schuss verteilt auf vier Schießeinlagen abgegeben. Die 60 Besten aus dem Sprint sind hierfür startberechtigt. Schon zwei Jahre nach der Verfolgung feierte mit dem Massenstart eine weitere spannende Teildisziplin Premiere, bei der - wie der Name schon sagt - alle 30 Startberechtigten zeitgleich ins Rennen starten. Der Wettkampf geht über eine mittlere Laufdistanz von 12,5 und 15 Kilometer und beinhaltet vier Schießeinlagen. Startberechtigt sind die 30 Besten der Weltcup-Gesamtwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen gibt es jedoch andere Regularien für die Startberechtigung: Hier sind die 15 Bestplatzierten des Gesamtweltcups sowie alle Medaillengewinner des laufenden Wettbewerbs startberechtigt. Die zu 30 fehlenden Plätze werden durch die Skijäger ergänzt, die im Verlauf der Meisterschaften die meisten Weltcuppunkte erzielt haben. Zusätzlich stehen jedoch auch Mannschaftswettkämpfe auf dem Programm der Sportler. Im Staffelrennen, das sowohl im Weltcup als auch bei Großereignissen absolviert wird, treten je vier Sportler einer Nation nacheinander an. Während bei den Herren seit der Olympiapremiere 1968 mit 7,5 Kilometer gleich blieb, wurde die Distanz bei den Damen von 7,5 Kilometer auf sechs Kilometer pro Athletin geändert. Geschossen wird jeweils einmal liegend und einmal stehend, so dass jede Nation im Rennverlauf acht Schießeinlagen absolviert. 2005 feierte schließlich die Mixed-Staffel im Rahmen einer WM-Premiere, die bei zwei Damen und zwei Herren pro Team auch Nationen die Teilnahme erlaubt, die nicht über vier Damen bzw. Herren verfügt. Zwischen 1989 und 1998 wurde zudem ein Teamwettkampf im Weltcup und bei Weltmeisterschaften ausgetragen, bei dem jeweils vier Damen bzw. Herren einer Nation gemeinsam die gesamte Strecke absolvierten. Jeder Sportler hatte im Rennverlauf nur einmal zu schießen, die Teamkollegen warteten währenddessen in der Wartezone. Die Zeitnahme im Ziel wurde jeweils vom letzten Mannschaftsmitglied ausgelöst, der Abstand zwischen dem ersten und dem letzten Läufer durfte nicht mehr als 50 Meter oder 15 Sekunden betragen. Diese Disziplin konnte sich jedoch nicht durchsetzen und wurde 1998 durch den Massenstart ersetzt.
Das Wetter entwickelt sich beim Biathlonsport oft zum Problem, was bei einer Freiluftsportart aber nicht weiter verwunderlich ist. Mal beeinträchtigt der Wind das Schießen, so dass dort ungleiche Verhältnisse herrschen, es liegt nur wenig Schnee oder Regen weicht die Strecke auf. Gerade in der Oberhofer DKB-Ski-Arena zieht oftmals Nebel auf, der die Sicht behindert oder Zuschauer und Sportler nicht mehr die Hand vor Augen sehen lässt. In einem solchen Extremfall ist ein Abbruch des Rennens oft unvermeidbar. Definitiv nicht stattfinden wird ein Wettkampf, wenn die Außentemperaturen bei -20°C oder kälter liegen.
Weltmeisterschaften
Im Gegensatz zu anderen Sportarten finden Weltmeisterschaften im Biathlon jährlich statt - sofern keine Olympischen Winterspiele als Großereignis des Winters anstehen. Seit 1958 veranstaltet die Internationale Biathlon Union diese Titelkämpfe, die 2008 in Östersund mit der 42. Austragung ihr 50-jähriges Jubiläum feierten. Seit 1983 tragen auch die Damen ihre Weltmeisterschaften aus, die im Biathlonsport, einem einstigen Militärsport, lange diskriminiert wurden. Mit Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel und Mixed-Staffel besteht das momentane Weltmeisterschaftsprogramm aus sechs Disziplinen. Bereits seit der Erstaustragung 1958 ist nur der Einzelwettkampf im WM-Programm, alle anderen Disziplinen kamen erst im Laufe der Zeit hinzu.
Wolfsschlucht
Auch Stürze kommen im Biathlonsport immer wieder einmal vor. Besonders berüchtigt bei den Aktiven ist die Oberhofer Wolfsschlucht, wo sowohl Eliteläufer als auch weniger erfahrene Sportler immer wieder in Bodenkontakt kommen. Wer diese Abfahrt hinunter fährt, erreicht leicht Geschwindigkeiten von 80 km/h. Besonders gefährlich ist hierbei neben möglichen Verletzungen eine eventuelle Beschädigung des Gewehrs, das treffsicheres Schießen unmöglich macht. Seit geraumer Zeit wird jedoch die Wolfsschlucht aus genau diesem Grund im Weltcup nicht mehr gelaufen. Namensgeber für diesen Streckenabschnitt im Oberhofer Wald war der frühere Biathlet Karl-Heinz Wolf, der federführend bei Konzeption und Bau war.
WADA
WADA ist die Abkürzung für World Anti-Doping Agency. Die Welt Anti-Doping Agentur WADA ist eine internationale Organisation, die weltweit die Maßnahmen gegen das Doping im Leistungssport organisiert. Sie wurde 1999 im schweizerischen Lausanne gegründet. Im April 2002 wurde das Hauptquartier nach Montreal in Kanada verlegt. Die WADA sorgt für die Kontrolle der Sportler während der Trainingsphasen und während der Wettkämpfe. Dazu dienen angemeldete ebenso wie überraschend angesetzte Besuche an den Trainingsorten oder zu Hause bei den Athleten.
Wachs
Skiwachse werden auf den Belag von Skiern aufgetragen und sorgen dafür, dass das Benetzen des Belags mit Schmelzwasser verhindert und die Gleitfähigkeit des Sportgeräts erhöht wird. Jede Menge Techniker sorgen in den Wachskabinen vor den Wettkämpfen dafür, dass die Biathleten einen schnellen Ski unter die Füße bekommen und somit um die Topplatzierungen kämpfen können. Skiwachs gibt es als Heißwachs und Kaltwachs, man unterscheidet zudem zwischen Grundwachsen, Fluorwachsen, Pastenwachsen und Flüssigwachsen. Genauere Informationen dazu erhaltet ihr in unserem Wachsspecial.
Fotoserie: W wie ...
Wettkampfformen
Derzeit besteht der Biathlonsport aus insgesamt sechs Wettkampfformen. Der Einzelwettkampf ist die traditionellste der Disziplinen, der bei den Herren über 20 Kilometer und bei den Damen über 15 Kilometer mit jeweils vier Schießeinlagen ausgetragen wird. Statt eines Abstechers in die Strafrunde, wie bei den später eingeführten Wettkampfformen, wird dem Athleten für jeden Fehlschuss eine Strafminute hinzugezählt. Der 1974 erstmals ausgetragene Sprint geht bei den Herren über eine Distanz von zehn Kilometer, während der zweimal fünf Schuss abgegeben werden. Als die Damen ihre Rennen aufnahmen, wurde in den Anfangsjahren nur eine Strecke von 5 Kilometer gelaufen, die 1989 dann auf die heute üblichen 7,5 Kilometer erhöht wurde. Wie im Einzelwettkampf betragen die Startabstände 30 Sekunden, in denen die Aktiven ins Rennen geschickt werden. Erst seit 1996 gibt es das spannende Verfolgungsrennen bei Damen und Herren über 10 bzw. 12,5 Kilometer, in dem die Biathleten nach den Rückständen aus dem Sprint ins Rennen starten. In Ausnahmefällen wird die Verfolgung auch nach einem Einzelwettkampf ausgetragen, die Startrückstände dann jeweils halbiert. In diesem speziell auf die Zuschauer konzipierten Wettkampf werden insgesamt 20 Schuss verteilt auf vier Schießeinlagen abgegeben. Die 60 Besten aus dem Sprint sind hierfür startberechtigt. Schon zwei Jahre nach der Verfolgung feierte mit dem Massenstart eine weitere spannende Teildisziplin Premiere, bei der - wie der Name schon sagt - alle 30 Startberechtigten zeitgleich ins Rennen starten. Der Wettkampf geht über eine mittlere Laufdistanz von 12,5 und 15 Kilometer und beinhaltet vier Schießeinlagen. Startberechtigt sind die 30 Besten der Weltcup-Gesamtwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen gibt es jedoch andere Regularien für die Startberechtigung: Hier sind die 15 Bestplatzierten des Gesamtweltcups sowie alle Medaillengewinner des laufenden Wettbewerbs startberechtigt. Die zu 30 fehlenden Plätze werden durch die Skijäger ergänzt, die im Verlauf der Meisterschaften die meisten Weltcuppunkte erzielt haben. Zusätzlich stehen jedoch auch Mannschaftswettkämpfe auf dem Programm der Sportler. Im Staffelrennen, das sowohl im Weltcup als auch bei Großereignissen absolviert wird, treten je vier Sportler einer Nation nacheinander an. Während bei den Herren seit der Olympiapremiere 1968 mit 7,5 Kilometer gleich blieb, wurde die Distanz bei den Damen von 7,5 Kilometer auf sechs Kilometer pro Athletin geändert. Geschossen wird jeweils einmal liegend und einmal stehend, so dass jede Nation im Rennverlauf acht Schießeinlagen absolviert. 2005 feierte schließlich die Mixed-Staffel im Rahmen einer WM-Premiere, die bei zwei Damen und zwei Herren pro Team auch Nationen die Teilnahme erlaubt, die nicht über vier Damen bzw. Herren verfügt. Zwischen 1989 und 1998 wurde zudem ein Teamwettkampf im Weltcup und bei Weltmeisterschaften ausgetragen, bei dem jeweils vier Damen bzw. Herren einer Nation gemeinsam die gesamte Strecke absolvierten. Jeder Sportler hatte im Rennverlauf nur einmal zu schießen, die Teamkollegen warteten währenddessen in der Wartezone. Die Zeitnahme im Ziel wurde jeweils vom letzten Mannschaftsmitglied ausgelöst, der Abstand zwischen dem ersten und dem letzten Läufer durfte nicht mehr als 50 Meter oder 15 Sekunden betragen. Diese Disziplin konnte sich jedoch nicht durchsetzen und wurde 1998 durch den Massenstart ersetzt.






