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Statements zu den Einzelrennen bei Olympia: "Das waren Tränen des Glücks"

Biathlon2b Redaktion am 19.02.2010 - 15:57 Uhr
Heia Norge: Die Einzelrennen über 15 und 20 Kilometer standen ganz im Zeichen Norwegens. Tora Berger hat sich im kanadischen Whistler gegen die Konkurrenz durchgesetzt und die 100. Goldmedaille bei Winterspielen für ihr Land gewonnen. Bei den Herren siegte Emil Hegle Svendsen über die lange Distanz vor seinem Landsmann Ole Einar Bjoerndalen, der zeitgleich mit Sergey Novikov Rang zwei belegte. Die deutschen Starter konnten ihre Medaillenchancen nicht nutzen. Statements zu den Rennen gibt es hier:

Tora Berger (NOR):
"Ich habe in der Verfolgung gut gearbeitet, aber nicht so gut im Sprint. Ich denke, ich war vor dem Beginn der Olympischen Spiele zu nervös. Jetzt bin ich ruhiger. Aber heute hatte ich einen richtig guten Tag. Ich war auf der Strecke gut unterwegs und auch am Schießstand gut, bis ich die eine Scheibe verfehlt habe. Die 100. Medaille bei Olympischen Winterspielen für Norwegen, das war ein sehr gutes Gefühl und da sind mir einfach die Tränen gekommen. Das waren keine traurigen Tränen sondern Tränen des Glücks."

Elena Khrustaleva (KAZ):
"Ich war heute sehr konzentriert. In der Verfolgung war ich nicht geduldig genug und habe im Stehendschießen einige Scheiben verfehlt. Aber heute hat alles funktioniert."

Darya Domracheva (BLR):
"Ich bin sehr froh, heute nur einen Fehler geschossen zu haben. Es war hart für mich heute, ich habe sehr gekämpft. Das war ein Kampf gegen mich selbst, ein Kampf mit der Distanz und mit dem Schießen, also alles mit mir selbst und nicht mit der Konkurrenz. Auf der Strecke hat heute jeder meinen Namen geschrien und mir zugerufen, dass ich immer näher an die Silbermedaille rankomme, 20 Sekunden, dann zehn, aber mehr ging dann nicht. Normalerweise denke ich nie an Medaillen oder Platzierungen. Aber gestern habe ich eine Email von einem Fan bekommen, in der er mir sagte, ich solle stark sein und dass er einen Traum gehabt hatte, in dem ich Bronze gewinne. Und wie sich herausgestellt hat, ist der Traum heute wahr geworden."

Kati Wilhelm (GER):
"Gerne hätte ich eine Medaille gewonnen. Ich habe mich auch gut gefühlt, umso ärgerlicher ist es, dass es nur der vierte Platz geworden ist."

Andrea Henkel (GER):
"Die Medaille habe ich wohl beim letzten Schuss vergeigt."

Magdalena Neuner (GER):
"Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich vom Kopf her ins Rennen gefunden habe. Körperlich ging es eigentlich sehr gut, aber die letzten beiden Tage waren halt doch recht turbulent."


Emil Hegle Svendsen (NOR):
"Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich ohne Ole Einar heute hier nicht sitzen würde. Er war 1998 in Nagano und hat Gold gewonnen und ich war ein kleiner Junge und habe vor dem Fernseher zugeschaut. Seit damals habe ich versucht, es ihm nachzumachen und so zu trainieren wie er. Ich wäre ohne ihn nicht hier und möchte ihm dafür danken. Ich bin jetzt sehr glücklich. Ich weiß nur nicht, was ich sagen soll. Es ist hart zu sprechen, ich bin sehr bewegt."

Ole Einar Bjoerndalen (NOR):
"Ich denke wirklich nicht über die Medaillen nach. Ich bin jetzt seit Jahren im Spitzensport und heute war einfach ein sehr gutes Rennen für mich. Das ist mir wichtiger; die Medaille folgt dann automatisch. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Ich habe 18 von 20 Scheiben getroffen und wäre beinahe noch besser gewesen. Ich war auch auf den Skiern gut unterwegs. Wir haben heute zwei Medaillen gewonnen und das ist wirklich wichtig für uns. Ich habe versucht, ihn noch zu kriegen, aber Emil ist auf der letzten Runde sehr stark. Ich habe meinen Schlussspurt zu spät angezogen und hätte vielleicht vier oder fünf Sekunden mehr gutmachen können, aber zehn Sekunden waren zu viel. Emil war der beste Athlet heute und hat eine perfekte Leistung abgeliefert."

Sergey Novikov (BLR):
"Nach dem letzten Schießen hatte ich auf dem ersten Anstieg noch Kraft. Ich war ziemlich aufgeregt. Aber danach ging mir die Puste aus. Als ich auf die Zielgerade kam, haben mich alle angefeuert und mir gesagt, dass ich es schaffen kann. Da habe ich den Glauben an mich zurückbekommen. Das war eine Sache von einem Bruchteil einer Sekunde und ich wusste, ich musste mich für das Ergebnis, für das ich mein ganzes Leben lang trainiert hatte, jetzt anstrengen."
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