Offizieller Baubeginn der ersten deutschen Skihalle in Oberhof
Kathleen Lindau am 26.05.2008 - 12:05 Uhr
In Oberhof wird seit Samstag, dem 24. Mai offiziell an der ersten deutschen Skihalle gebaut. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport trafen sich in der Wintersporthochburg zum symbolischen Spatenstich.
600 Kubikmeter Holz gefällt
Seit Samstag, dem 24. Mai wird offiziell an der ersten deutschen Skilanglaufhalle in Oberhof gebaut. Den Spatenstich setzten Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz, Biathlet Alexander Wolf und der Landrat des Kreises Schmalkalden-Meiningen Ralf Luther. Nach längeren Verzögerungen startete nun endgültig der Bau eines in Deutschland einmaligen Projektes. Die Erleichterung war den vielen Rednern anzumerken. Ab Juli 2009 soll den Wintersportlern die knapp zwei Kilometer lange und acht Meter breite Skihalle zur Verfügung stehen. Rund 600 Kubikmeter Holz sind seit Anfang des Monats zwischen Grenzadler und Skihang Fallbachlift gefällt worden.
Anbindung an die DKB-Ski-Arena
Die rund 14 Millionen teure Skihalle wird ebenso wie die DKB-Ski-Arena den Namen der Bank tragen und soll eine Anbindung an das Biathlon-Stadion bekommen. Für die Athleten ist dies von Vorteil, da sie während des Trainings auch den Schießstand in freier Natur nutzen können. Desweiteren kann der Schnee, der in der Halle produziert wird, auf die Strecken der DKB-Arena gebracht werden. Für den Bau der ersten deutschen Skilanglaufhalle ist die Firma Goldbeck Ost verantwortlich. Sie habe das überzeugendste ingenieurtechnische Konzept vorgelegt. "Wir haben 2200 Mitarbeiter, davon 800 Ingenieure und 1,1 Milliarden Jahresumsatz", erklärt Mirko Zeng, Chef der Thüringer Goldbeckfiliale. Kühlschläuche werden in der einzigartigen Skihalle für einen minus zwei bis minus vier Grad kalten Dauerfrostboden sorgen. Die Schneedecke soll etwa 30 Zentimeter dick sein, die Grundschicht müsse theoretisch nie erneuert werden, versprechen die Bauplaner.
Filbrich wird Bestechlichkeit vorgeworfen
Unterdessen wirft die Staatsanwaltschaft Erfurt Wolfgang Filbrich Bestechlichkeit vor. Der Leiter des Olympiastützpunktes Oberhof soll einen Bewerber für Planung und Bau der Skihalle durch Hinweise zur Präsentation unterstützt und dafür Geld bekommen haben. Filbrich weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück: "Niemand hat mehr Interesse daran, die Sache aufzuklären, als ich." Den Ermittlern habe er seine volle Unterstützung angeboten und alle Unterlagen zur Verfügung gestellt. "In der Jury haben acht Personen gesessen. Ich habe nicht für acht die Hand heben können", erklärte Filbrich. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte vergangene Woche das Privathaus des 57-Jährigen in Gossel sowie Büroräume im Wintersportzentrum Oberhof. Aktenordner, Kontoauszüge und Computerdaten sind nach Angaben der Erfurter Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. Filbrich hofft indess, dass ihm die faire Chance gegeben wird, den Verdacht aus der Welt zu schaffen.
Quelle: Freies Wort
600 Kubikmeter Holz gefällt
Seit Samstag, dem 24. Mai wird offiziell an der ersten deutschen Skilanglaufhalle in Oberhof gebaut. Den Spatenstich setzten Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz, Biathlet Alexander Wolf und der Landrat des Kreises Schmalkalden-Meiningen Ralf Luther. Nach längeren Verzögerungen startete nun endgültig der Bau eines in Deutschland einmaligen Projektes. Die Erleichterung war den vielen Rednern anzumerken. Ab Juli 2009 soll den Wintersportlern die knapp zwei Kilometer lange und acht Meter breite Skihalle zur Verfügung stehen. Rund 600 Kubikmeter Holz sind seit Anfang des Monats zwischen Grenzadler und Skihang Fallbachlift gefällt worden.
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Anbindung an die DKB-Ski-Arena
Die rund 14 Millionen teure Skihalle wird ebenso wie die DKB-Ski-Arena den Namen der Bank tragen und soll eine Anbindung an das Biathlon-Stadion bekommen. Für die Athleten ist dies von Vorteil, da sie während des Trainings auch den Schießstand in freier Natur nutzen können. Desweiteren kann der Schnee, der in der Halle produziert wird, auf die Strecken der DKB-Arena gebracht werden. Für den Bau der ersten deutschen Skilanglaufhalle ist die Firma Goldbeck Ost verantwortlich. Sie habe das überzeugendste ingenieurtechnische Konzept vorgelegt. "Wir haben 2200 Mitarbeiter, davon 800 Ingenieure und 1,1 Milliarden Jahresumsatz", erklärt Mirko Zeng, Chef der Thüringer Goldbeckfiliale. Kühlschläuche werden in der einzigartigen Skihalle für einen minus zwei bis minus vier Grad kalten Dauerfrostboden sorgen. Die Schneedecke soll etwa 30 Zentimeter dick sein, die Grundschicht müsse theoretisch nie erneuert werden, versprechen die Bauplaner.
Filbrich wird Bestechlichkeit vorgeworfen
Unterdessen wirft die Staatsanwaltschaft Erfurt Wolfgang Filbrich Bestechlichkeit vor. Der Leiter des Olympiastützpunktes Oberhof soll einen Bewerber für Planung und Bau der Skihalle durch Hinweise zur Präsentation unterstützt und dafür Geld bekommen haben. Filbrich weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück: "Niemand hat mehr Interesse daran, die Sache aufzuklären, als ich." Den Ermittlern habe er seine volle Unterstützung angeboten und alle Unterlagen zur Verfügung gestellt. "In der Jury haben acht Personen gesessen. Ich habe nicht für acht die Hand heben können", erklärte Filbrich. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte vergangene Woche das Privathaus des 57-Jährigen in Gossel sowie Büroräume im Wintersportzentrum Oberhof. Aktenordner, Kontoauszüge und Computerdaten sind nach Angaben der Erfurter Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. Filbrich hofft indess, dass ihm die faire Chance gegeben wird, den Verdacht aus der Welt zu schaffen.
Quelle: Freies Wort








