Zum Abschluss der Saison werfen wir noch einmal einen Blick auf die Veränderungen der besten AthletInnen der Welt in ihrer Schieß- und Laufleistung. Nicht aufgeführt in unserer Statistik sind Svetlana Sleptsova und Ole Einar Bjørndalen, die nur die Hälfte der Rennen im letzten Drittel bestritten.
Lena Neuner - läuferisch kaum zu schlagen
Eine junge Wallgauerin dominierte die Saison läuferisch auf ganzer Linie: Magdalena Neuner. Wie auch in unserem Beispiel des letzten Saisondrittels ersichtlich ist, setzte die 21-Jährige fast immer die Bestzeit auf der Strecke. Lediglich in Pyeong Chang, wo sie sich in der Verfolgung mehrfach verlief, und im Osloer Sprint musste sie sich knapp geschlagen geben. Auch ihre größte Konkurrentin um den Gesamtweltcup Sandrine Bailly zählte auf der Strecke immer zu den Schnellsten. Bei einigen anderen Athletinnen machten sich der Reisestress und die ständige Zeitumstellung zwischen Korea, Russland und Norwegen mehr bemerkbar. So benötigte auch Martina Glagow nach ihrer Erkältung von Pyeong Chang noch einige Rennen, um sich läuferisch wieder zu stabilisieren. Die Grödnerin Michela Ponza erlebte ihren läuferischen Einbruch im Sprint am Holmenkollen, wo sie mit einer nicht überstanden Grippe antrat. Nach Verzicht auf das Jagdrennen knüpfte sie im abschließenden Massenstart jedoch bereits wieder an alte Laufzeiten an.
Wilhelm zum Saisonende am Schießstand überragend
Nachdem sie zuvor seit den Weltmeisterschaften mit großen Problemen im Anschlag zu kämpfen hatte, kehrte Kati Wilhelm pünktlich zum Saisonende zu alter Form zurück. Besonders am Schießstand war die Thüringerin in Oslo nahezu unschlagbar, sie traf 49 von 50 Schuss ins Schwarze. Zudem zeigte sich auch Martina Glagow besonders im Vergleich zur Vorsaison als recht treffsicher. Im Gegensatz dazu brachte Magdalena Neuner ihre Fans von einem Hoch ins Tief. Zwar verbesserte sich die Wallgauerin in diesem Winter liegend recht deutlich, traf stehend aber viel zu selten ins Schwarze. So sind auch die gelb eingezeichneten schwachen Schießergebnisse in den Verfolgungen und auch im Massenstart am Holmenkollen zu erklären.
Keine klare Linie in Laufzeiten der Herren
Starken Schwankungen unterliegen die Laufzeiten der Herren in den letzten Wochen. Hier ist keine so klare läuferische Linie wie bei den Damen zu erkennen. Diese auffälligen Unterschiede hängen möglicherweise mit Reisestress und Zeitverschiebungen zusammen, teils auch mit Erkrankungen wie im Falle von Alexander Wolf.
Auch Schießleistungen wechselhaft
Ein ähnliches Bild ergibt sich auch bei den Schießleistungen der Herren. Vor allem Dmitri Iarochenko vergab zum Saisonende so manches Topresultat durch seine schwachen Schießleistung. Höhepunkt dieser Negativserie war das Crossfire aus dem Sprint am Holmenkollen. Bei Doppelweltmeister Emil Svendsen sind die hohen Trefferquoten im Sprint auffallend, während es im Massenstart und vor allen in den Verfolgungen als Führender weniger gut läuft. Auch aus deutscher Sicht sind die Leistungen eher schwankend nach vielen Flugkilometern, so dass mal dieser und mal jener Athlet überzeugen kann.