Tcherezov und Sleptsova werden Russische Sprintmeister
Nadine Gärtner am 02.04.2008 - 09:09 Uhr
Bereits in den Disziplinen Super-Verfolgung und Marathon wurden in der vergangenen Woche die Meister gekürt, heute stehen bei den Offenen Russischen Meisterschaften die Sprints auf dem Programm.
Tcherezov Schnellster im Nebel
Nebel lag über dem Stadion von Uvat im Oblast Tjumen, doch mit diesen Bedingungen hatten hatte 115 Sportler zu kämpfen. Am besten kam Ivan Tcherezov aus Izhevsk zurecht, er blieb am Schießstand komplett fehlerfrei und lief auch auf der Strecke eine ausreichend gute Zeit, um sich vor Maxim Maksimov zu behaupten. Maksimov, der nach dem ersten Schießen noch vor Ole Einar Bjoerndalen in Führung gelegen hatte, verfehlte im Stehendanschlag eine Scheibe und erreichte das Ziel mit 11,6 Sekunden Rückstand auf den späteren Sieger Tcherezov. Ebenfalls fehlerfrei schossen der Bronzemedaillen-Gewinner Nikolay Kruglov und der Moskauer Sergei Rozhkov, der gestern seinen 36. Geburtstag in Uvat feierte. Sowohl Kruglov als auch Rozhkov verloren jedoch läuferisch deutlich an Boden. Gesamtweltcup-Sieger Ole Einar Bjoerndalen, der auch dieses Jahr wieder von Biathlon-Präsident Tichonov zu den Meisterschaften eingeladen worden war, musste im stehenden Anschlag zwei Strafrunden hinnehmen und wurde so mit etwa einer Minute Rückstand nur Neunter. Acht Sekunden nach ihm kam mit ebenfalls zwei Schießfehlern Dmitri Iarochenko ins Ziel. Maxim Tchoudov ging auch in Uvat nach seinem vorzeitigen Saison-Aus im Weltcup nicht an den Start und lässt sich stattdessen im heimischen Ufa gründlich untersuchen.
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Sleptsova siegt überlegen mit einem Fehler
In überlegener Manier sicherte sich die 21-jährige Svetlana Sleptsova die Titel der Russischen Meisterin im Sprint. Schon nach dem ersten Schießen lag das russische Talent, das tags zuvor noch Anisimova in der Favoritenrolle sah, trotz einer Strafrunde mit 15 Sekunden vor der fehlerfei schießenden Olga Anisimova. Doch die junge Damen aus Khanty-Mansiysk drehte weiter auf und schoss stehend zudem fehlerfrei. Damit war ihr der Sieg bereits zu einem frühen Zeitpunkt mit Startnummer 16 nicht mehr zu nehmen. Sie flog geradezu über die Distanz, so dass die Silbermedaillen-Gewinnerin Olga Anisimova trotz tadellosem Schießen im Ziel 1:20 Minuten Rückstand aufwies. Auch die weiteren Abstände waren außergewöhnlich groß, Bronze ging mit 2:20 Minuten Abstand an Natalya Sokolova aus Novouralsk, die vor wenigen Tagen den Marathon für sich entschied. Sie hatte eine Strafrunde zu absolvieren, Tora Berger aus Norwegen, der einzige ausländische Gast im Starterfeld, sogar zwei. Fünfte wurde Ekaterina Shumilova vor Iana Romanova, die zwar alles traf, aber wieder extrem langsam unterwegs. Erst kurzfristig entschied sich die zuletzt kränkelnde Ekaterina Iourieva für einen Start, konnte jedoch in Loipe und am Schießstand nicht mit den Besten mithalten. Albina Akhatova verzichtete wegen einer Erkrankung auf einen Start.