Im Einzel holten in der vergangenen Woche die Jonssons die Titel, am Wochenende gingen die Meisterschaften in Boden zu Ende. Und auch in Frankreich wurde um Medaillen gekämpft.
Helena Jonsson auch Massenstart-Meisterin
In äußerst überlegener Manier hat sich die 23-jährige Studentin aus Östersund auch im Massenstart im nordostschwedischen Boden nahe Luleå den Titel gesichert. Helena Jonsson konnte im Gegensatz zur Konkurrenz komplett fehlerfrei bleiben und legte so einen völlig ungefährdeten Start-Ziel-Sieg hin. Die ehemalige Langläuferin Sofia Domeij aus Örnsköldvik konnte diesmal auch auf der Strecke nicht mit der überragenden Jonsson mithalten und erreichte mit 2:48 Minuten Rückstand bei fünf Strafrunden deutlich abgeschlagen als Zweite das Ziel. Bronze ging an Elin Mattson von Bore Biathlon, die dreimal in die Strafrunde ging. Auch mit ihrer Verbandsstaffel und Teamkollegin Elisabeth Högberg gewann Helena Jonsson am Sonntag noch einmal Gold. Die beiden gewannen mit vier Minuten Vorsprung vor dem Duo aus Finnskoga bestehend aus Linn und Kim Adolfsson.
Ferry gewinnt Gold
Dank einer deutlich schnelleren Laufzeit im Vergleich zu den zweitplatzierten David Ekholm sicherte sich Björn Ferry die Goldmedaille. Der 29-jährige Gesamtweltcup-Sechste gewann mit zwei Schießfehlern vor einem Trio vom Ekshärads SF nördlich des Vänersee im Südwesten Schwedens. Dank besserer Lauf- und Schießleistung setzte sich hier David Ekholm vor seinem Vereinskameraden Sebastian Wredenberg durch, mit sechs Strafrunde verpasste Carl Johan Bergman das Podium und damit eine Medaille um elf Sekunden. Jedoch gewann das Trio aus Ekshärad zum Abschluss der Meisterschaften Gold mit der Staffel vor dem Team aus Lima mit Jörjesson, Arvidsson und Karlsson, die im Ziel vier Minuten Rückstand aufwiesen.
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Marie Laure Brunet beste Französin
Für die Biathleten aus Frankreich ging es in Les Saisies in den Savoyer Alpen in Massenstarts und der Mixed-Staffel um Medaillen. Als beste Französin stellte sich Marie Laure Brunet, der Shootingstar des Winters, heraus. Die seit Jahren in Villard de Lans in den Alpen lebende 19-Jährige lief im 10km Massenstart, den Juniorinnen und Seniorinnen gemeinsam bestritten, die insgesamt beste Zeit. Die zurückhaltende Studentin hielt nach jeweils einem Fehlschuss stehend ihre Kollegin Pauline Macabies hinter sich. Die zwei Jahre ältere Macabies schoss ebenfalls zweimal daneben und konnte im Zielsprint nicht gegenhalten, dennoch war sie die Schnellste bei den Damen und verwies Topfavoritin Sandrine Bailly aus Valromey nach insgesamt sechs Strafrunden auf den dritten Gesamtrang. Vierte wurde Delphine Peretto vor der zweibesten Juniorin Marine Dusser.
Jean und Beatrix siegen bei Herren und Junioren
Herren und Junioren bestritten ihren Massenstart aufgrund größerer Beteiligung jedoch getrennt. Mit knapp einer halben Minute Vorsprung konnte sich Frédéric Jean aus Les Rousses, einem Touristenort im Hochjura, durchsetzen. Der 24-Jährige ging dreimal in die Strafrunde und konnte sich somit deutlich vor Simon Fourcade aus Villard-de-Lans behaupten, der sechsmal kreiseln musste. Bronze ging nach nur zwei Schießfehlern an Tanguy Roche, der sich vor dem erstaunlich laufschwachen Vincent Defrasne behaupten konnte. Mit vier Schießfehlern gewann Jean Guillaume Beatrix den Titel bei den Junioren. Im Ziel wies er einen Vorsprung von 48 Sekunden auf den Silbermedaillen-Gewinner Remy Borgeot auf, der ebenfalls viermal daneben schoss.
Team Savoyen siegt in der Mixed-Staffel
Das aus vier SeniorInnen bestehende Quartett aus der Region der Savoyer Alpen mit Delphine Peretto, Pauline Macabies, Vincent Jay und Alexis Bœuf hat sich den Meistertitel mit der Mixed-Staffel gesichert. Schon Pauline Macabies übernahm erstmals für die Mannschaft die Führung im Feld, doch Vincent Jay verlor wegen schlechter Ski viel Zeit auf der Strecke und fiel zurück. Nun kam die Zeit von Frédéric Jean, der seine Mannschaft Dauphine 2 an die Spitze brachte, was sein junger Teamkollege Martin Fourcade jedoch nicht halten konnte. Der Junior musste Alexis Bœuf ziehen lassen und sich mit seiner Mannschaft mit Silber begnügen. Bronze ging an Dauphine 1 mit Brunet, Dusser, Habert und Simon Fourcade, die zur Rennmitte noch auf Silberkurs lagen.