Weltcupbonus für etablierte Athletinnen und Athleten
2b-Sportredaktion am 29.04.2008 - 08:30 Uhr
Die Biathlonteams des Deutschen Skiverbandes werden auch im vorolympischen Winter von Uwe Müssiggang und Frank Ullrich geführt. Den zwei Bundestrainern steht mit Gerald Hönig als Co-Trainer der Damen, den beiden Trainern Mark Kirchner und Remo Krug sowie dem Wissenschaftler Dr. Jürgen Wick der bewährte Trainerstab zur Verfügung.
Aufgabenverteilung noch nicht entschieden
Über die genaue Aufgabenverteilung soll genauso wie über die Position des verantwortlichen Trainers im Herren-B-Kader in den kommenden Wochen entschieden werden. Als Chef des B-Kaders der Damen ist weiterhin Markus Fischer vorgesehen. Im C-Kader bleibt mit Peter Sendel (Damen) und Franz Bernreiter (Herren) ebenfalls alles beim Alten.
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Neun Athletinnen bestreiten Sommertraining
Uwe Müssiggang bestreitet die Sommervorbereitung in diesem Jahr mit insgesamt neun Athletinnen. Neben den bisherigen sieben Weltcupstarterinnen gehören auch Juliane Döll (WSV Oberhof 05) und Anne Preußler (SV Altenberg) zum erweiterten Kader. Bei normalem Verlauf der Trainingsmaßnahmen haben Glagow, Henkel, Wilhelm, Neuner und Hitzer ihren Startplatz für die ersten drei Weltcups sicher.
Bonus für sieben Athleten
Eine ähnliche Strategie verfolgt Frank Ullrich: Die Vorbereitungsphase werden insgesamt zehn Athleten bestreiten. Die sieben Weltcupstarter aus dem vergangenen Jahr bekommen durch Toni Lang(TV Hauzenberg), Daniel Böhm (SC Buntenbock) und Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld) teaminterne Konkurrenz. Auch hier haben mit Birnbacher, Graf, Greis, Rösch, Wolf und Stephan sechs Athleten einen Bonus für die erste Weltcupperiode. In der Vorbereitung überlässt der Bundestrainer nichts dem Zufall, so weilte der 50-Jährige vor kurzem im kanadischen Vancouver, dem Olympia-Ort von 2010: "Ich suche nach geeigneten Quartieren während der Spiele und für das Training unmittelbar davor. Die Zeit drängt, denn die besten Möglichkeiten sind schnell vergeben. Die anderen schlafen auch nicht. Die Schneebedingungen können in Vancouver ähnlich kompliziert sein wie in Nagano 1998, weil auch dort das Meer nicht weit ist. Darauf müssen wir uns rechtzeitig einstellen. Ich werde nichts dem Zufall überlassen, alles muss stimmen, das Quartier, die Versorgung, das Training, das Material bis hin zu den Arbeitsbedingungen für die Skitechniker und die Physiotherapeuten." Für seine Schützlinge hat das Training bereits wieder begonnen: "Nach dem Übergangsjahr 2007 werden wir Trainingsumfänge und Intensität wieder steigern, um die Grundlagen für das harte Training vor dem Olympiawinter zu legen", erklärt Frank Ullrich. Im Juni steht ein Lehrgang auf der Sonneninsel Sardinien auf dem Programm: "Dort stehen vor allem Radfahren und Schwimmen auf dem Programm. Im August werde ich mit diesen zehn Athleten ein dreiwöchiges Höhentraining absolvieren. Nach den deutschen Meisterschaften im September wird der Kader auf sieben Sportler verkleinert", erklärt der 50-Jährige den Plan für die nächsten Monate.