Weitere Vorwürfe gegen Russlands Biathleten: Systematisches Doping?
sid/Biathlon2b am 08.02.2010 - 12:42 Uhr
Kurz vor den Olympischen Winterspielen in Vancouver reißen die Gerüchte eines systematischen Dopings im russischen Sport nicht ab. Der wegen Dopings gesperrte Dmitri Yaroshenko packt aus.
"Cardio Protector" für Yaroshenko
Hinweise auf systematisches Doping im russischen Sport sorgen kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver weiter für Aufsehen. "Ich weiß, dass die Teamärzte sich untereinander kennen und austauschen. Und offensichtlich bekommen die Ärzte die Mittel von derselben Quelle zur selben Zeit", sagte der wegen Epo-Dopings gesperrte ehemalige Biathlon-Weltmeister Dmitri Yaroshenko der ARD. Er selbst habe etwas verabreicht bekommen, das der Arzt "Cardio Protector" genannt habe, sagte Yaroshenko.
Tichonov wies auf "dieses Problem" hin
Alexander Tichonov, russische Biathlon-Legende und Vize-Präsident des Internationalen Verbandes, sagte, dass er schon vor zwei Jahren auf "dieses Problem in unserem Sport" hingewiesen habe. Damals habe er aber "keine Unterstützung in unserem Sportministerium" bekommen.
Doping-Drahtzieher glänzend ausgerüstet Der russische Sport war erst am Freitag in die Schlagzeilen geraten, weil einem Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zufolge russische Behörden internationale Dopingkontrolleure massiv in ihrer Arbeit behindert hätten. Gregori Rodschenkow, Direktor des einzigen von der WADA akkreditierten Labors in Russland, sieht die Doping-Drahtzieher glänzend ausgerüstet. "Die Drahtzieher dahinter haben Wissen, das nur akkreditierte Labore wie wir haben können. Sie besitzen alle Informationen oder haben sogar ein eigenes Labor", sagte Rodschenkow.
Bundestrainer Müßiggang ahnt systematisches Doping
Biathlon-Bundestrainer Uwe Müßiggang sagte in der ARD-Sendung Sport Inside (Montag, 8. Februar um 22:45 Uhr im WDR): "Wenn man die letzten Fälle betrachtet, und es immer wieder die gleiche Nation betrifft, dann muss man einfach vermuten, dass dort ein systematisches Doping betrieben wird. Aber das bleiben Vermutungen, mehr ist es nicht."
Jacques Rogge spricht von "Nachlässigkeiten"
Die schweren Vorwürfe der WADA gegen die russischen Behörden wollte Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), nicht überbewerten. Rogge spricht in einem ZDF-Interview von "Nachlässigkeiten" der russischen Behörden gegenüber illegalen Doping-Aktivitäten. "Nachlässigkeiten ja, aber das ist ein großer Unterschied zu der Behauptung, dass es ein staatlich organisiertes System gab", sagte der IOC-Präsident.
"Cardio Protector" für Yaroshenko
Hinweise auf systematisches Doping im russischen Sport sorgen kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver weiter für Aufsehen. "Ich weiß, dass die Teamärzte sich untereinander kennen und austauschen. Und offensichtlich bekommen die Ärzte die Mittel von derselben Quelle zur selben Zeit", sagte der wegen Epo-Dopings gesperrte ehemalige Biathlon-Weltmeister Dmitri Yaroshenko der ARD. Er selbst habe etwas verabreicht bekommen, das der Arzt "Cardio Protector" genannt habe, sagte Yaroshenko.
Tichonov wies auf "dieses Problem" hin
Alexander Tichonov, russische Biathlon-Legende und Vize-Präsident des Internationalen Verbandes, sagte, dass er schon vor zwei Jahren auf "dieses Problem in unserem Sport" hingewiesen habe. Damals habe er aber "keine Unterstützung in unserem Sportministerium" bekommen.
Doping-Drahtzieher glänzend ausgerüstet Der russische Sport war erst am Freitag in die Schlagzeilen geraten, weil einem Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zufolge russische Behörden internationale Dopingkontrolleure massiv in ihrer Arbeit behindert hätten. Gregori Rodschenkow, Direktor des einzigen von der WADA akkreditierten Labors in Russland, sieht die Doping-Drahtzieher glänzend ausgerüstet. "Die Drahtzieher dahinter haben Wissen, das nur akkreditierte Labore wie wir haben können. Sie besitzen alle Informationen oder haben sogar ein eigenes Labor", sagte Rodschenkow.
Bundestrainer Müßiggang ahnt systematisches Doping
Biathlon-Bundestrainer Uwe Müßiggang sagte in der ARD-Sendung Sport Inside (Montag, 8. Februar um 22:45 Uhr im WDR): "Wenn man die letzten Fälle betrachtet, und es immer wieder die gleiche Nation betrifft, dann muss man einfach vermuten, dass dort ein systematisches Doping betrieben wird. Aber das bleiben Vermutungen, mehr ist es nicht."
Jacques Rogge spricht von "Nachlässigkeiten"
Die schweren Vorwürfe der WADA gegen die russischen Behörden wollte Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), nicht überbewerten. Rogge spricht in einem ZDF-Interview von "Nachlässigkeiten" der russischen Behörden gegenüber illegalen Doping-Aktivitäten. "Nachlässigkeiten ja, aber das ist ein großer Unterschied zu der Behauptung, dass es ein staatlich organisiertes System gab", sagte der IOC-Präsident.
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Gast Luis am 09.02.10 07:36 Uhr
Natürlich sind es immer nur die Russen, die in Dopingaffären involviert sind! Natürlich immer sie die Schmutzigen, die Dreckigen! Deutsche, Norweger und Österreicher sind Heilige!
Und Herr Müßiggang sollte sich bitte ein wenig zurücknehmen. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Oder wie war das vor zwei-drei Jahren mit den Vorwürfen gegen deutsche Sportler? Alles schön sauber unter den Teppich gekehrt, oder?
Natürlich sind es immer nur die Russen, die in Dopingaffären involviert sind! Natürlich immer sie die Schmutzigen, die Dreckigen! Deutsche, Norweger und Österreicher sind Heilige!
Und Herr Müßiggang sollte sich bitte ein wenig zurücknehmen. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Oder wie war das vor zwei-drei Jahren mit den Vorwürfen gegen deutsche Sportler? Alles schön sauber unter den Teppich gekehrt, oder?
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